Ein leitender Entwickler von The Elder Scrolls V: Skyrim hat sein eigenes Spiel bereits um die 1.000 Stunden gespielt, doch rund 950 Stunden davon war es „kaputt“. Das sei aber nicht nur bei Bethesda-Spielen der Fall, sondern passiere in jedem Studio, das Open-World-Spiele dieses Kalibers produziert.
Wer ist dieser Entwickler? Bruce Nesmith find 1995 bei den Bethesda Game Studios an und ging 1998 wieder, bevor er 2004 für die Entwicklung von The Elder Scrolls IV: Oblivion zurückkehrte. Bei Skyrim übernahm er sogar den Posten des Lead Designers.
Im Jahr 2021 hat Nesmith das Unternehmen wieder verlassen. Das letzte Spiel, an dem er dort gearbeitet hat, war Starfield. In einem Interview mit dem YouTube-Kanal MinnMax sprach er über die Ursprünge des Weltraumspiels, die Evolution von Bethesda und viele weitere Themen.
In diesem Interview kam auch die Frage auf, wie Spieleentwickler zwischen großen Projekten neue Kraft für das nächste schöpfen. Diese sind in der Regel nämlich ziemlich kräftezehrend für das Team und ein großer Grund dafür ist laut Nesmith die repetitive Natur der Spieleentwicklung.
Autoplay
Entwickler verbringen hunderte Stunden in einem kaputten Spiel
Was meint der Entwickler damit? Nesmith erklärt: „Ich habe Skyrim vermutlich 1.000 Stunden lang gespielt. 950 dieser Stunden war es kaputt”. Das sei es allein schon per Definition gewesen: „Wir haben das Spiel immer noch entwickelt, es konnte nichts anderes sein als kaputt”.
Dies sei die Realität solch großer Projekte in jedem Studio, nicht nur bei Bethesda. „In jedem Studio spielst du für diese 950 Stunden ein kaputtes Spiel. Und noch dazu spielst du dasselbe verdammte Ding immer wieder und wieder…“, erzählt Nesmith.
Was laut dem Entwickler dabei helfe, sich davon zu erholen, ist Abwechslung:
Jetzt ist das Projekt fertig und wir wechseln rüber zu Fallout, oder wir arbeiten an diesem DLC. Wir fangen nicht zu Beginn des Prozesses an, und das ist der aufregende Teil. Und das hilft tatsächlich, sich zu erholen.
An dieser Stelle lobt Nesmith seinen ehemaligen Arbeitgeber. Bethesda sei nämlich sehr gut darin, seinen Entwicklern am Ende eines Projekts Zeit zur Erholung zu geben. Man würde nicht von einem aufreibenden Projekt direkt ans nächste gesetzt.
Am Ende eines Projekts werde laut Nesmith viel gefeiert, Leute nehmen wohlverdienten Urlaub und es herrsche eine „sehr entspannte Atmosphäre“. Das Studio sei aber genauso gut darin, seinen Entwicklern etwas frisches zu geben, in das sie sich verbeißen können.
Das größte Spiel, an dem die Bethesda Game Studios derzeit sitzen, dürfte wohl The Elder Scrolls VI sein. Dessen Release könnte sogar ganz überraschend erfolgen, wie der des Remakes zu Oblivion. Zumindest, wenn es nach Todd Howard geht: Chef von Bethesda kann sich vorstellen, The Elder Scrolls 6 wie Oblivion überraschend zu releasen, aber das dauert noch
Der Beitrag Bethesda-Veteran hat Skyrim 1.000 Stunden gespielt „und in 950 davon war es kaputt“, verrät DIE Schwierigkeit, große Open Worlds zu bauen erschien zuerst auf Mein-MMO.
