Eine Firma will einer Familie 26 Millionen Dollar zahlen, um auf ihrem Land ein Rechenzentrum zu bauen. Doch die lehnt das Angebot ab.
Bei dem Titelbild handelt es sich um ein Symbolbild.
Eine nicht näher bezeichnete KI-Firma wollte einer Bauernfamilie aus Kentucky 26 Millionen US-Dollar für einen Teil ihres Ackerlandes anbieten. Umgerechnet sind das etwa 22,5 Millionen Euro (Stand: 26. März 2026). Konkret geht es um 1.200 Acres. Acre ist eine angloamerikanische Flächeneinheit und ist rechnerisch etwas kleiner als ein bei uns üblicher Hektar.
Doch die Familie lehnte das Angebot ab: Geld würde ihnen nichts bedeuten, da sie jahrelang hier gelebt hätten und obendrein mit ihrem Land für die Nahrungsversorgung zuständig seien. Doch das Rechenzentrum wird wohl trotzdem in der Nähe ihres Grundstücks gebaut werden.
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Familie lehnt Millionen-Angebot ab, will weiterhin auf ihrem Land leben
Die Tochter der 82-jährigen Besitzerin erklärte, dass man sich von dem Land nicht trennen wolle: Zum einen fühle sich ihre Familie stark mit dem Land verbunden. Außerdem habe man jahrelang das Land mit dem Acker ernährt. So sagte sie der Local12-Redaktion:
Bleiben, halten und eine Nation ernähren. 26 Millionen Dollar bedeuten nichts.
Mein Großvater und Urgroßvater und eine ganze Reihe von Familienmitgliedern haben alle jahrelang hier gelebt, Steuern dafür gezahlt und eine Nation davon ernährt. Sie haben sogar während der Weltwirtschaftskrise Weizen angebaut und die Brotverteilungen in den Vereinigten Staaten von Amerika aufrechterhalten, als die Menschen nichts anderes hatten.
Hinzu kommt, dass die Familie der KI-Firma nicht glauben möchte. Die Firma habe ihnen zwar erzählt, dass das Projekt neue Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum in die Region bringen würde, doch die 82-jährige Besitzerin erklärte selbst, dass sie das für Lügen halte:
Ich sage, sie sind Lügner, und die Wahrheit steckt nicht in ihnen. Das ist meine Meinung. Es ist ein Betrug.
Was passiert jetzt mit den Plänen des Unternehmens? Das Rechenzentrum wird vermutlich trotzdem gebaut. Zwar nicht auf dem Land der Familie, aber in direkter Nachbarschaft des Grundstücks. Denn das nicht näher benannte Unternehmen soll seine Pläne überarbeitet haben und nutze nun Grundstücke von Eigentümern, die zum Verkauf bereit waren.
Denn einige haben bei den hohen Preisen wohl verkauft. Immerhin sollen die Ankaufspreise beim 10-fachen des ursprünglichen Werts gelegen haben.
Mehr als 2.000 Computer wurden für 100 Euro bei eBay verkauft. Die Geräte wurden eher durch Zufall entdeckt, weil der Lagerplatz einzustürzen drohte. Hinter den Geräten steckt kanadische Technik-Geschichte, die damals wieder ans Licht gekommen ist: Ein Mann versteckte 23 Jahre lang 2.200 Computer in einer Scheune, dann verkauft er die Geräte auf eBay für 100 Euro
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