Nach 100 Stunden in Pywel ist klar: Kommende Open Worlds müssen von Crimson Desert lernen

Bei enorm umfangreichen Spielen mit riesiger Welt besteht immer die Gefahr, sich müde zu spielen und so vor dem Ende die Lust zu verlieren. MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz bekommt jedoch auch nach fast 100 Stunden nicht genug von Crimson Desert. Woran liegt das?

Spiele mit großer Open World leiden bei mir oft. Allein aus den Franchises von GTA und Assassin’s Creed gibt es diverse Teile, die ich zwar mit großer Freude anfing, aber nie zu Ende spielen wollte. Auch ein Avatar: Frontiers of Pandora oder ein Star Wars Outlaws haben mich verloren. Und es dauerte Jahre und zahlreiche Durchläufe, bis in Elder Scrolls: Oblivion die Credits über den Bildschirm flimmerten.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Mal macht mir die Erkundung der Welt keinen Spaß, weil die Karte mit Symbolen vollgemüllt ist und ich eigentlich nichts entdecke, sondern nur ToDo-Listen abarbeite. Oder es fühlen sich viele der Aktivitäten zu generisch und formelhaft an. Highlights oder spannende Herausforderungen, in welcher Form auch immer, fehlen dafür – Gähn.

Zudem hilft es jeder Open World, wenn mir das Reisen durch die Zonen Spaß macht, und wenn die Welt atmosphärisch ist und immer wieder was fürs Auge bietet. Das beste Zeichen, dass ich Spaß habe: wenn ich auf die komfortable Schnellreise immer wieder verzichte.

Zu meinen liebsten Open-World-Spielen der vergangenen 10 Jahre gehören Red Dead Redemption 2, Ghost of Tsushima, Spider-Man, The Witcher 3: Blood and Wine („hust“, ein Trick, den ihr mir hoffentlich verzeiht, um Geralt mit reinzubringen), Kingdom Come: Deliverance 2 und – natürlich – Elden Ring. Oh, und ganz neu: Crimson Desert.

Wer schreibt hier? Karsten Scholz ist der MMORPG-Experte bei MeinMMO. Er kennt also den Quasi-Vorgänger Black Desert sehr gut. Zudem fühlt sich Karsten auch in Open-World-Games (zuletzt hat er etwa Spider-Man 2 nachgeholt) und im Genre der Action-Adventure seit vielen Jahren sehr wohl.

Auf Crimson Desert hat sich Karsten bereits seit den ersten Trailern gefreut. In den vergangenen 3 Wochen hat er fast jede freie Minute auf dem Kontinent Pywel verbracht. Knapp 100 Stunden sind so zusammengekommen. 

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Eine Open World, die das beste aus vielen Welten bietet

Dass sich die Welt von Crimson Desert für mich bei den Besten des Open-World-Genres einreiht, hat gleich eine Vielzahl von Gründen. Der einfachste Grund: Auch nach fast 100 Stunden in Pywel bekomme ich nicht genug davon, durch die Welt des Action-Adventures zu streifen und einfach vor mich hin zu erkunden.

Dass Crimson Desert das schafft, liegt wiederum zu einem großen Teil daran, dass die Entwickler von Pearl Abyss beim Design ihrer Welt auf Elemente setzen, die andere Open Worlds bereits richtig gut gemacht haben.

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Ähnlich wie ein Elden Ring oder Zelda: Breath of the Wild navigiert auch Crimson Desert die Spieler durch die Welt, indem es am Horizont mit vermeintlich spannenden Points of Interests lockt. Die Vielzahl an Bergen und Türmen, aber auch der Abyss am Himmel bilden dafür das Fundament. Ständig kann man von irgendwo auf tiefer gelegene Orte hinabschauen.

Die enorme Weitsicht unterstützt das nur. In allen vier Himmelsrichtungen heben sich besondere Orte von den Feldern, Bergen und Wäldern ab. Und selbst in den wirklich dunklen Nächten, in denen man kaum die Hand vor Augen sieht, stimuliert Crimson Desert das Entdecker-Herz. Einfach die Lampe anheben und sofort fallen mehrere warm leuchtende, noch unentdeckte Orte ins Auge.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit den fantastischen Gesetzen der Physik, die in Pywel wirken.

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