Clint Eastwood sorgte mit seiner 1. Szene in einem Monster-Film für Wutausbrüche beim Regisseur, wurde dennoch zur Legende

Clint Eastwood ist ein bekannter und beliebter Schauspieler, der vor allem mit seinen Auftritten in Western-Filmen für Aufmerksamkeit sorgte. Zuvor war er allerdings eher negativ aufgefallen und hatte mit einer kleinen Rolle seinen Regisseur verärgert.

Wer an Clint Eastwood denkt, dem fallen vermutlich einige seiner bekanntesten Filme ein. Eine Handvoll Dollar, Zwei Glorreiche Halunken, Erbarmungslos, Gran Torino oder Million Dollar Baby etwa. Auch als Regisseur feierte er Erfolge und erhielt sogar von Historikern Lob.

Nur die wenigsten allerdings dürften den Monster-Film Die Rückkehr des Ungeheuers kennen. Dabei ist der Streifen aus dem Jahr 1955 die Fortsetzung des Kultfilms Der Schrecken vom Amazonas.

Darin spielte der damals 25-jährige Clint Eastwood seine erste richtige Rolle. Sie war jedoch so klein und für den Regisseur unbedeutend, dass sie im Verlauf der Dreharbeiten zu harten Auseinandersetzungen führte. Der damals noch junge Clint dachte kurzzeitig sogar, sein Regisseur würde ihn verachten.

Ein schrecklicher Start

Was geschah am Set? In Die Rückkehr des Ungeheuers wurde Eastwood für die Rolle eines Labortechnikers gecastet. Dieser trifft in einer Szene auf den Protagonisten Professor Clete Ferguson und zeigt ihm einige Ratten, an denen experimentiert wird.

Hier seht ihr einen Ausschnitt, Eastwoods Auftritt beginnt bei Sekunde 01:11:

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Insgesamt dauert der Auftritt des angehenden Schauspielers nur etwa 20 Sekunden. Eigentlich keine große Sache, doch schon bevor die Dreharbeiten überhaupt begannen, kam es zum Konflikt.

Im Buch „Conversations with Clint: Paul Nelson’s Lost Interviews with Clint Eastwood, 1979-1983“ erinnert sich Eastwood, wie er nach dem Casting gemeinsam mit dem Produzenten William Alland den Regisseur des Films, Jack Arnold, aufsuchte.

Dort kam es zu Meinungsverschiedenheiten. Der Regisseur hatte nämlich andere Pläne für die Szene und reagierte entsprechend ungehalten.

Ich betrat das Set und der Regisseur sagte: „Was zum Teufel ist das denn? Ich habe dir doch gesagt, dass ich diese verdammte Szene nicht drehen will! Wer ist dieser Typ?“

Ich dachte, ich bekomme gleich einen Schlag. [Arnold] schrie und brüllte.

Clint Eastwood

Am Ende gewann der Produzent die Auseinandersetzung und die Szene wurde gedreht. Clint Eastwood durfte die Rolle spielen, ein fader Beigeschmack blieb aber dennoch. Der Produzent beruhigte den verunsicherten Schauspieler:

„[Alland] hat mir klargemacht, dass es nichts gegen mich war. Der Regisseur wollte die Szene einfach nicht im Film haben, also sah er keinen Grund, sie zu drehen, und meinte, man solle sie herausschneiden. Das war ein verdammt harter Start in die Schauspielkarriere. Man betritt das Set und weiß sofort, dass der Regisseur die Szene hasst. Und damit weiß man auch, dass er einen hasst.

Clint Eastwood

Ganz so dramatisch schien die Beziehung zwischen Eastwood und dem Regisseur dann doch nicht zu sein. Zwar konnte letzterer der Szene und somit auch Eastwoods Rolle nichts abgewinnen, doch schon beim nächsten Film von Arnold, Tarantula, war der Schauspieler abermals mit an Bord.

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Und spätestens nach Eastwoods Durchbruch mit Eine Handvoll Dollar im Jahr 1964 dürfte der Regisseur dankbar gewesen sein, dass der neugeborene Star ausgerechnet in einem seiner Filme sein Debüt gefeiert hatte. Allerdings gab es auch bei diesem heute legendären Western Probleme: „Musste ihn reich machen“: Ein legendärer Western mit Clint Eastwood sorgte für eine Klage, weil der Film eigentlich nur ein Remake ist


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