In Crimson Desert hat der Synchronsprecher von Kliff über die Arbeit am Open-World-Adventure gesprochen und dabei auch verraten, warum die Geschichte ihre Schwächen hat. Laut ihm sei das Drehbuch komplett verändert worden.
Um wen geht es? Der Synchronsprecher Alec Newman ist die Stimme hinter Crimson Deserts Protagonisten Kliff. Er verbrachte sogar fünf Jahre damit, den Hauptcharakter zu vertonen und hat dabei viel erlebt.
In einem neuen Interview mit dem „Friends per Second“-Podcast (via YouTube) hat er über die Arbeit gesprochen und dabei auch verraten, warum Kliff und die Geschichte um ihn genauso schwierig sind, wie die Fans sie beim Spielen empfinden.
Habt ihr schon das OP-Pferd Rokade?
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Änderungen über Änderungen
Wie war die Arbeit bei Crimson Desert? Der Schauspieler verrät im Interview, dass sich die Geschichte und der Charakter Kliff über die Jahre stark gewandelt haben. Ein bezeichnender Moment war zum Beispieler dieser:
„Tatsächlich war es, soweit ich weiß, in den ersten anderthalb Jahren nur eine Demo. […] Sie sagten so etwas wie: ‚Na ja, jetzt fangen wir erst richtig mit den Aufnahmen an.‘ Und ich meinte: ‚Was zum Teufel meint ihr damit? Wir machen das doch schon ewig!‘“
Für Newman war die Arbeit ein ständiges Auf und Ab, wie er im Podcast erklärt. So soll er am Anfang nur Beschreibungen von Charakteren eingesprochen haben, sich dabei aber stets gefragt haben, was die Leute gerade machen, die er spricht.
Wann hat sich die Geschichte gewandelt? Die Entwickler von Crimson Desert sollten rund 2,5 Jahre nach dem Start der Aufnahmen die Geschichte von Kliff eingefügt haben. So erklärt Newman, die Entwickler wollten den Clan rund um Kliff zu etwas machen, das der Protagonist wirklich zu schätzen weiß.
„Ich glaube, das ist der Hauptstrang der Handlung oder der einzige Handlungsstrang des Spiels, wenn man anfängt. Ich will nicht sagen, dass sie in Panik geraten sind, aber sie meinten so: ‚Oh ja, das wollen wir unbedingt. Wir wollen unbedingt, dass Kliff sich um seine Kameraden sorgt.‘ Und ich sagte: ‚Nun, das tut er ja, aber ihr habt diesen Monolog noch nicht geschrieben.‘“
Er selbst habe dann versucht, in Zusammenarbeit mit den Entwicklern etwas Emotion in Kliff zu bekommen. Dafür haben sie, wo auch immer es sich angeboten hat, Änderungen vorgenommen oder einen Witz eingebaut. Zufrieden scheint der Schauspieler allerdings nicht zu sein: „Aber ich will ehrlich sein: Es gab weniger solcher Momente, als es hätte sein können.“
Für Newman ist klar: „Es ist sehr, sehr schwer, 150 Stunden mit jemandem zu spielen, der sich nie in die Karten schauen lässt.“ Weshalb er sein Bestes gab, um Kliff weniger „stoisch“ wirken zu lassen.
Einem Charakter seine Stimme zu leihen, ist nur die halbe Arbeit von Synchronsprechern. Jeder Charakter braucht auch Emotionen und die muss man hören können. Dass die Entwickler hier beim Schreiben nicht genug an Kliffs Gefühle gedacht haben, merkt man auch im Spiel, denn die Geschichte ist einer der Kritikpunkte der Spieler. Immerhin gehen die Entwickler nun andere Kritikpunkte an: Macher von Crimson Desert versprechen kostenlose Updates, aber ein gewünschtes Feature wird es wohl nie geben
Der Beitrag Schauspieler von Kliff enthüllt die Wahrheit hinter der flachen Story von Crimson Desert, erklärt: Ohne ihn wäre es noch schlechter gekommen erschien zuerst auf Mein-MMO.
