Die Entwickler von NCSoft wollen an ihrem Image arbeiten und versprechen große Veränderungen für die Zukunft. Dabei sollen die Gamer am Ende profitieren.
Um wen geht es? Denkt man an MMORPGs aus Asien, da kommen einem schnell die prominenten Titel von NCSoft in den Kopf. Mit Throne and Liberty gab es das letzte große MMORPG auf Steam und mit Aion 2 steht schon das Nächste an.
Die Entwickler haben durch den großen Erfolg von Aion 2 jedoch auch ihre Entwicklungsphilosophie angepasst. Jetzt hat die MMORPG-Schmiede eine Entscheidung getroffen, die langfristige Folgen haben wird.
Hier könnt ihr den Trailer zu Aion 2 sehen:
Autoplay
Bye-Bye Pay2Win
Was ist das für eine Entscheidung? In Zukunft möchte NCSoft mehr auf seine Spieler hören, statt Entscheidungen rein aus monetären Gründen zu treffen (Quelle: enduins.com).
So möchte man in Zukunft auf die Meinung von Star-Entwicklern und Führungskräften weniger hören und dafür den Spielern in Tests mehr Mitsprache-Recht einräumen.
Titel, die bei den ersten Tests bereits durchfallen, sollen dann direkt im Müll landen, statt für lange Zeit weiter entwickelt zu werden und im schlimmsten Fall bei Release zu scheitern (Quelle: MMORPG.org.pl). Doch das ist nicht die einzige richtungsweisende Entscheidung bei NCSoft.
Was soll sich noch ändern? Die Entwickler bei NCSoft sprechen in ihrer neuen Entwicklungsphilosophie auch über das Pay2Win in ihren MMORPGs. So sind die Titel der MMORPG-Schmiede häufig mit Mechaniken versehen, die es erlauben gegen Echtgeld gewisse Vorteile zu erhalten.
Doch das soll sich jetzt ändern. Laut der neuen Entwicklungsphilosophie soll NCSoft planen, sich von aggressiven Pay2Win-Mechaniken zu verabschieden. Die Monetarisierung soll in Zukunft stattdessen der Freude der Spieler folgen und sich natürlicher anfühlen.
Spiele sollen in erster Linie Spaß machen und gut sein. Wäre dies der Fall, dann würden die Gamer automatisch bei Battlepässen, Skins und Co. zugreifen. Diese Erfahrung zeigt sich wohl auch schon bei Aion 2, das bereits von Anfang an einige Schritte in diese Richtung geht.
Noch kein Grund für Freudensprünge
Was hält MeinMMO-Autor und Asia-Experte Cedric Holmeier von der Ankündigung? Dass die Entwickler von NCSoft jetzt mehr auf die Spieler hören und weniger Pay2Win haben wollen, ist in erster Linie eine gute Entscheidung. Dennoch ist das noch längst kein Grund für Freudensprünge.
Betrachtet man die Monetarisierung bei Aion 2, die die Entwickler wohl auf die Idee gebracht hat, weniger Pay2Win einzubauen, dann sieht man Battlepässe und Co. für über 40 € im Monat, die teilweise schon fast Pflicht sind, Skins für Echt-Geld und genügend andere Möglichkeiten Geld auszugeben.
Alleine zum Release von Aion 2 erntete NCSoft einen Shitstorm, weil die Definition von „Kein Pay2Win“ für die Spieler tatsächlich gar kein Pay2Win bedeutete. Diese Überraschung sorgte neben Entschuldigung-Livestreams auch für Änderungen, welche die Monetarisierung von Aion 2 zum derzeitigen Erfolgsmodell brachten.
Ich gebe NCSoft gerne einen Vertrauensvorsprung und hoffe, man hat nach dem Release von Aion 2 verstanden, dass Pay2Win und aggressive Monetarisierung out sind, und MMORPGs wie WoW und Final Fantasy XIV mit fairen Abos gut über die Runden kommen.
Das funktioniert allerdings nur, wenn man ein Produkt schafft, das die Spieler halten kann. Wie die neue Strategie funktioniert, sollten wir im Westen dann beim Release von Aion 2 sehen. Der soll schließlich noch dieses Jahr passieren und wird zeigen, wie ernst es die Entwickler mit ihrer neuen Entwicklungsphilosophie wirklich meinen: Noch bevor ihr spielen könnt, ändert Aion 2 seine Klassen komplett
Der Beitrag Das größte Studio für MMORPGs will an seinem Image feilen, kündigt Abkehr von Pay2Win und Mitsprache-Rechte der Gamer an erschien zuerst auf Mein-MMO.
