Nicht jeder will seinen Lebensabend in einer modernen Großstadt genießen. Ein Journalist hatte es sich zur Aufgabe gemacht, eine Insel in ein Biotop für Tiere und Menschen zu verwandeln. Jahrzehnte später ist der Ort immer noch der kleinste Nationalpark der Welt.
Wer kaufte die Insel? Der britische Journalist Brendan Grimshaw machte 1962 Urlaub auf den Seychellen im Indischen Ozean. Zu dieser Zeit arbeitete er als Autor für eine Zeitung in Ostafrika, stellte aber während seiner Reise fest, dass er der Natur näher sein und einen neuen Lebensweg beschreiten wollte (via bbc).
Er suchte nach erwerbbarem Land auf den Seychellen und wurde am letzten Tag seines Urlaubs fündig. Ein kleines Stück Land mit nur etwa 9,9 Hektar Größe lachte den Journalisten an, das er 1962 schließlich für 8.000 britische Pfund kaufte.
2009 beschrieb Grimshaw den Kauf in der Dokumentation „Ein Sandkorn“ wie folgt: „Es war komplett anders, es war ein besonderes Gefühl. Das ist der Ort, nach dem ich gesucht hatte“, (via YouTube).
Dieses Stück Land wurde von ihm jahrzehntelang restauriert und zu einer Attraktion für heimische Tiere und Touristen. Insgesamt soll er mithilfe eines Einheimischen 16.000 Bäume gepflanzt haben. Außerdem wollte Grimshaw sicherstellen, dass das Gebiet auch nach seinem Tod erhalten bleibt.
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Der Ort bleibt der Natur erhalten
Wieso ist die Insel ein Anti-Reichen-Schutzgebiet? Nicht nur verwandelte der ehemalige Autor das Gebiet in ein tropisches Paradies, das viele Tierarten beherbergte. Er soll laut der Nachrichtenseite BBC zu Lebzeiten auch diverse Verkaufsangebote von bis zu 50 Millionen US-Dollar ausgeschlagen haben.
Weiterhin soll der Naturliebhaber weitere Vorkehrungen ergriffen und ein Treuhandkonstrukt aufgestellt haben, um seine Kreation nach seinem Ableben vor wohlhabenden Investoren zu schützen. 2009 wurde die Insel zum kleinsten Nationalpark der Welt gemacht.
Übrigens: Auch Rockstar baut in GTA 6 einen Nationalpark ein und erste Infos zeigen, wie die Map des bevorstehenden Spieles aussehen könnte.
Wie sieht es heute aus? Selbst im Jahre 2026 ist die Insel noch ein Nationalpark und kann von Touristen besucht werden. Es gibt mittlerweile ein Restaurant und ein Museum, die Grimshaw gewidmet sind. Ansonsten ist der Rest des Parks immer noch so erhalten, wie der Autor ihn vor vielen Jahren restauriert hatte.
Moyenne Island gehört heute der Moyenne Foundation, einem privaten, gemeinnützigen Verein, welcher für den Zustand des Parks verantwortlich ist (via seychelles).
Außerdem soll das Stück Land die Heimat für etwa 40 verschiedene tropische Pflanzenarten sein und von den Aldabra-Riesenschildkröten bewohnt werden. Aber selbst in der Welt der Videospiele sind Schildkröten für ihre harte Schale bekannt. Ein Elden-Ring-Gamer zeigt, wie ihm das einen Vorteil verschafft hat: Spieler lebt in Elden Ring jetzt als Schildkröte, weil ihm das Leben im Zwischenland zu hart wurde
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