Ich habe Leute gefragt, ob ich sie in ARC Raiders erschießen darf, und die Antwort empört mich als professionellen Schwitzer

MeinMMO-Redakteur Dariusz ist ein klassischer PvP-Schwitzer. In ARC Raiders hat er für seine Kills um Erlaubnis gefragt und besondere Antworten erhalten.

In der Community von ARC Raiders herrscht teilweise immer noch Unklarheit über das Matchmaking, etwa wann man als „aggressiver Spieler“ gilt, der in PvP-fokussierte Lobbys kommt. Ich habe also für einen zukünftigen Artikel einen Test gestartet, mit dem ich herausfinden will, wie man gezielt in PvE-Lobbys kommt.

Damit ich testen kann, wie man von einer PvP- in eine PvE-Lobby wechselt, musste ich aber erstmal in eine PvP-Lobby. Der erste Schritt meines Tests war also klar:

Ich muss Raider abknallen.

Da ich zuletzt in wirklich extrem freundlichen Lobbys war, hörte ich jedoch mein Gewissen schon nörgeln, als ich nur darüber nachdachte, auf eine dieser hilfsbereiten Seelen zu schießen. Zudem fragte ich mich, ob es für den Wechsel in PvP-Lobbys schon ausreicht, wenn ich andere Raider bloß niederstrecke, aber nicht töte.

„Darf ich dich erschießen?“ – Die freundlichste Ratte in Speranza

Um in die PvP-Lobbys zu kommen, musste ich Raider erschießen. Da ich jedoch nicht wollte, dass für meinen Test irgendjemand seinen Loot verliert, fragte ich meine „Opfer“ um ihre Erlaubnis.

Ich erklärte ihnen, dass ich für einen Test in PvP-Lobbys muss und deshalb Leute erschießen würde. Außerdem versicherte ich ihnen, dass ich sie nur niederstrecken und anschließend mit einem Defibrillator wiederbeleben würde. Manchmal musste ich schwören, dass ich sie nicht wirklich töte.

Den ersten Raider, den ich fragte, konnte ich nicht überzeugen – hilfsbereit war er trotzdem… irgendwie. Zwar wollte er selbst nicht erschossen werden, doch bot er mir an, gemeinsam andere Raider abzuknallen. Das Angebot lehnte ich allerdings dankend ab, da ich ja nicht wollte, dass jemand seinen Loot verliert. Ich glaube, er verstand leider nicht, dass ich ihn mit einem Defibrillator aufgehoben hätte.

Noch in derselben Runde fand ich meinen ersten Freiwilligen. Auf dem Dach eines Gebäudes begegnete ich einem älteren Herren, der ohne großes Verhandeln meiner Bitte zustimmte. Ich sagte ihm, dass er seinen Schild ablegen solle, damit ich diesen nicht beschädige, und schoss ihm dann mit einer Anvil ins Gesicht. Anschließend belebte ich ihn wie versprochen wieder und heilte seine Verletzung mit Kräuterbandagen. Kurz darauf gingen wir getrennte Wege, als sei nichts gewesen.

Eine Runde später traf ich meinen nächsten Freiwilligen. Dem sah ich anhand des gekauften Skins und der ausgerüsteten Waffen direkt an, dass er kein Neuling ist. Auch er war trotz Misstrauen bereit, von mir erschossen zu werden – hatte jedoch ebenfalls einen Gegenvorschlag:

Er habe einen Schlüssel für einen verschlossenen Raum dabei. Wir könnten dort gemeinsam hingehen, er würde den Raum öffnen, looten und seine Sicherheitstaschen füllen, und dann könne ich ihn erschießen. Er vertraute zunächst also nicht darauf, dass ich ihn wirklich wiederbeleben würde. Doch ich bekam ihn schließlich weichgeklopft.

Am Ausgang lootete ich noch zwei tote Raider, die anscheinend dem freiläufigen Raketenkanonier zum Opfer gefallen waren, und beendete Tag 1 meines Tests – denn bereits in Runde 3 war ich in PvP-Lobbys.

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Der Schwitzer in mir ist geschockt: Trotz Endgame-Gear volles Vertrauen

Mich hat das Vertrauen der fremden Raider wirklich verblüfft. Nach meinem ersten Freiwilligen habe ich 5 Minuten am Stück gelacht. Für einen PvP-Schwitzer wie mich, der anderen Spielern grundsätzlich nicht vertraut, war das schockierend. Niemals hätte ich mein Gear auf diese Weise riskiert.

Das waren erwachsene Männer, die einem völlig Fremden vertrauten und ihm erlaubten, sie zu erschießen. Sie hatten keine Garantie, dass ich sie wiederbeleben würde. Und überhaupt, der Bitte zuzustimmen, brachte ihnen nichts. Ich habe keinen Loot mitgeführt, den ich ihnen als Dank hätte geben können. Und das habe ich ihnen auch so gesagt.

Besonders der zweite Freiwillige hat mich überrascht, weil er sich trotz Misstrauen überreden ließ. Dann wollte er auch noch das Wagnis eingehen und den verschlossenen Raum öffnen… Ich hätte ihn einfach hinterrücks abknallen können, sobald die Tür aufgeht.

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