Supermutanten gehören zu den mächtigsten Wesen im Ödland von Fallout. Ein Exemplar ist besonders berüchtigt und übertrifft seine Artgenossen in Sachen Gefährlichkeit bei weitem. Bühne frei für Frank Horrigan.
Wer ist Frank Horrigan? Sein Name klingt nicht unbedingt nach einem der gefährlichsten Supermutanten im Ödland. Ursprünglich war er ein Mensch, der im Jahr 2211 geboren wurde.
Schnell fiel er durch seine große und massige Gestalt auf und wurde bei der Enklave, einer höchst zweifelhaften Fraktion, zum Leibwächter ihres Anführers Präsident Dick Richardson.
Nachdem er bei einer Expedition ins Ödland mitgeschickt wurde, kam es jedoch zu einem schicksalshaften Ereignis. Bei der Mariposa-Militärbasis, wo unter anderem ein weiterer Schurke namens „der Meister“ seinen Ursprung nahm, geriet Frank Horrigan in Kontakt mit dem FEV-Virus.
Dieser Stoff verändert die DNA einer Kreatur und sorgt dafür, dass sie mutiert. So entstanden neben den Supermutanten auch andere Wesen im Ödland, wie etwa die Zentauren.
Im Fall von Frank Horrigan gab ihn die Enklave aber nicht auf, sondern nutzte ihn für weitere Versuche. Er wurde von den eigenen Wissenschaftlern untersucht und es wurde beobachtet, wie sich Frank langsam in einen Supermutanten verwandelte.
Dank zahlreicher Experimente war er bald weitaus mehr als ein herkömmlicher Mutant, deutlich stärker und brutaler. Im Jahr 2239 wurde Frank schließlich auf das Ödland losgelassen. Jedoch nicht ohne die passende Ausrüstung.
Autoplay
Mensch-Maschine ohne Gnade
Welche Ausrüstung erhielt Frank? Man steckte den Mutanten in eine spezielle Power-Rüstung, die ihn stets mit Injektionen versorgte. Frank wurden Medikamente verabreicht, die ihn am Leben erhielten.
Er war wie mit seiner Rüstung verschmolzen und konnte auch nicht mehr davon getrennt werden. Zudem stattete man ihn mit kybernetischen Verbesserungen aus, wie speziellen Augen, Beinrotatoren oder Armkontrollmechanismen.
Kombiniert mit seiner brutalen und unbarmherzigen Art war Frank so ein ideales Werkzeug für die Enklave. Er war seinen Auftraggebern gegenüber treu und fungierte bald als ideale Lösung für alle Probleme.
Dabei ging er derart gewaltbereit vor, dass er es selbst mit den gefährlichsten Kreaturen im Ödland auf sich nahm. Man sagte ihm sogar nach, Todeskrallen mit bloßen Händen zu zerreißen, oder sie durch gezielte Schläge auszuschalten. Frank war nämlich im Fernkampf und Nahkampf gleichermaßen versiert.
Schnell erarbeitete er sich einen zweifelhaften Ruf im Ödland – auch bei seinen Verbündeten der Enklave. Jene Soldaten, die ihn auf den Missionen begleiteten, fürchteten ihn und sahen mit Entsetzen, wie brutal er gegen ihre Feinde vorging.
Wie ging es mit Frank zu Ende? Im Jahr 2242 kam es zu einer dramatischen Begegnung. Der Auserwählte – die Spielfigur aus Fallout 2 – stürmte die Poseidon-Ölbohrinsel, die von der Enklave besetzt war.
Dort zerstörte er nicht nur den Computer, was eine Kernschmelze auslöste, auch Frank Horrigan musste am Ende das Zeitliche segnen. Einen Kampf zwischen ihm und dem Auserwählten verlor der Supermutant. Sein Körper wurde zerteilt und ein Selbstzerstörungsprogramm ausgelöst – was ihm den Rest gab.
Damit endete die Geschichte eines gefürchteten Supermutanten, der vor allem deshalb so gefährlich war, da er rohe Gewalt mit blinder Treue kombinierte. Als Endboss von Fallout 2 war er die perfekte Wahl. Die Serie zu Fallout konnte indes einem Meilenstein erreichen: Staffel 2 von Fallout ist mit über 83 Millionen Zuschauern ein Erfolg, doch die Nummer 1 auf Amazon ist der moderne Schwarzenegger
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