Pathologic 3 – im Test (PS5)

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Spiel:Pathologic 3Publisher:Hypetrain DigitalDeveloper:Ice-Pick LodgeGenre:Action-AdventureGetestet für:PS5Erhältlich für:PS5, XSXUSK:18Erschienen in:3 / 2026

Daniil Dankovsky, ein ­Bachelor der Medizin, beschäftigt sich mit dem Thema der Unsterblichkeit. Er ­reist in ein russisches Steppendorf, um dort einen solchen Mann zu finden. Der ist jedoch kurioserweise tot und kurz nach Daniils Ankunft bricht eine mysteriöse Seuche aus, die es innerhalb von zwölf Tagen zu bekämpfen gilt. Wie es sich für einen Mann der Medizin gehört, wird dabei statt mit einem Püsterich zu hantieren, per Mikroskop untersucht und wissenschaftlich gearbeitet. ­Monster und andere Gegner sind vorhanden, doch Kämpfe eher selten. Und es gibt einen Twist: Ab einer bestimmten Stelle der Handlung wird es möglich, in der Zeit zurückzureisen, um die Geschehnisse jedes Tages zu verändern und die Seuche einzudämmen.

Die Krankheit wirkt sich dabei auf den Gemütszustand unseres Arztes aus. Sie zehrt ständig an seiner Vitalität und macht ihn zunehmend depressiver. Das äußert sich nicht nur durch langsameres Lauftempo, sondern bringt ihn dazu, sich eine Pistole in den Mund zu stecken, wenn der zugehörige Balken voll ausschlägt. Dagegen helfen Aufputschmittel, die hier und da herumliegen. Schlägt der Balken allerdings zu sehr in die andere Richtung aus, bewegt Daniil sich nicht nur schneller, sondern die zusätzliche Energie beeinflusst sein Herz negativ, was ebenfalls zum Tod führen kann. Auch die vielen Dialoge mit ihren zahlreichen Antwortmöglichkeiten können sich auf den Gemütszustand auswirken.

Meinung

Kai Schmidt meint: Die Geschichte von Pathologic 3 steht zwar für sich, doch wenn man vor allem den zweiten Teil nicht kennt, begreift man zunächst wohl nur Bahnhof. Das Spiel setzt stark auf Dialoge, die gerade zu Beginn seltsam anmuten können, doch mit zunehmender Spielzeit steigt man durch. Das Abenteuer fasziniert durch seinen Mix aus Detektivarbeit, die etwa das Untersuchen von erkrankten Personen samt Diagnose erfordert, und atmosphärischem Psychohorror in nebelverhangenen Dorfvierteln. Die Zeitreise-Mechanik rundet das Ganze gelungen ab. Kein Meilenstein, aber eine kleine Perle in der Masse der Horrorspiele.

Wertung

+ atmosphärisch dichter Grusel
+ medizinische Detektivarbeit
+ Zeitreise-Mechanik

– Depressions-System kann nerven
– Dialoge mit Standbildern inszeniert
– sehr ungelenker Einstieg

Atmosphärischer Psychohorror, der zunächst etwas ungelenk wirkt, aber zur gelungenen Zeitreisegeschichte wird.

Singleplayer78MultiplayerGrafikSound

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