Arknights: Endfield – im Test (PS5)

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Spiel:Arknights: EndfieldPublisher:GryphlineDeveloper:HypergryphGenre:Action-RollenspielGetestet für:PS5Erhältlich für:PSUSK:12Erschienen in:3 / 2026

Talos-II ist der neue Wilde Westen: Unterschiedliche Gruppierungen haben sich auf dem Planeten niedergelassen und müssen nicht nur mit der lokalen Fauna kämpfen. Unsere Rolle: Administrator von Endfield Industries – einem seltsamen Bauunternehmen, das seine Finger überall im Spiel hat. Wir wachen verwirrt nach langjährigem Schlaf auf und schon gibt es Probleme. Wir sollen helfen, Tal-IV vor den Landbrechern zu schützen und herausfinden, was die Bösewichte gegen uns und Endfield haben. Im neuen Free-to-Play-Epos erkundet Ihr mit einem Team aus vier Charakteren eine zonenbasierte Welt voller Gegner. Das Action-Kampfsystem erlaubt es Euch, die Techniken der Figuren ähnlich wie in Xenoblade Chronicles zu Combos zu verbinden, die aktiv Debuff- und Taumel-Systeme auslösen. Operatoren kommen mit verschiedenen Fähigkeiten und bieten experimentierfreudigen Spielern viele clevere Synergien.

Neben der Erkundung und den Kämpfen ist das Fabriksystem zentral. Ihr baut Produktionsketten für mannigfaltige Gegenstände, die Fabrik bildet dabei die Basis für viele weitere Mechaniken – seien es tägliche Bestellungen von NPCs oder die Verbesserung Eurer Ausrüstung. Die Kombination sorgt für einen spannenden Rhythmus, in dem Ihr zwischen Erkundung und Fabrik hin und her springt, um Eure Charaktere weiterzuentwickeln. Als Live-Service-Spiel verspricht Arknights: Endfield reguläre Updates mit neuen Charakteren, Regionen und natürlich auch mehr Story. Ihr zieht Figuren im Gacha-System, die übrigen Mechaniken sind davon komplett unabhängig. Grafisch beeindruckt das Spiel besonders ab der zweiten Region: Wuling ist eine spannende Mischung aus Brutalismus und Solarpunk mit chinesischem Flair und auch die Natur überzeugt mit atmosphärischen Bambuswäldern und nebligen Sumpfgebieten. Für die Charaktere, die allesamt tierische Merkmale haben, benutzen die Entwickler unterschiedliche Methoden, um Fell darzustellen. Die 3D-Modelle haben einen Detailgrad, wie man ihn in Spielen mit vergleichbaren Free-to-Play-Mechaniken noch nicht gesehen hat. Die Musik untermalt passend Kampf wie Erkundung und wer mag, kann auch nach Charaktersongs Ausschau halten.

Das Gacha-System von Arknights: Endfield unterscheidet sich derweil stark vom populären Genshin ­Impact und wirkt in der 1.0-­Version recht großzügig. Limitierte Charaktere bleiben länger ziehbar und wenn Ihr für 120 ­Ziehungen spart, werdet Ihr definitiv genug für ein begrenztes Banner haben.

Meinung

Daria Varfolomeeva meint: Die Kombination trifft voll meinen Nerv. Bis spät nachts Stromverbindungen über die komplette Karte ziehen, tolle städtische Sci-Fi-Konzepte entdecken, meine Charaktere verbessern oder an der Fabrik arbeiten – Endfield bedeutet in erster Linie Spielspaß und erst im Nachklang Gacha. Was mich nur etwas stört: Niedliche Mädels stehen meist im Fokus der Story, Männer sind derweil weit weniger prominent vertreten. Ich hoffe, dass Hypergryph das ausgewogener hinbekommt, wenn sie mehr Mainstream-Appeal erreichen wollen. Das Interface ist derweil sauber, doch manchmal sind gerade für die Fabrik relevante Informationen gut versteckt. Dennoch habe ich viel Spaß dabei, meine Produktion stetig auszubauen, um mehr Geld für Upgrades, Deko und mehr zu haben. Störend ist aktuell nur die langsam in die Gänge kommende Story. Das erste Kapitel ist eher durchwachsen, während die Charakter-Episoden eine weitaus höhere Produktionsqualität aufweisen.

Wertung

+ tolle Sci-Fi-Welt
+ gut inszenierte Charakter-Episoden
+ sehr motivierender Fabrikbau

– deutsche Übersetzung durchwachsen
– schwacher Storyauftakt
– Gacha-System anfangs undurchsichtig

Hochwertiges Sci-Fi-Abenteuer mit umfangreichen, vielfältigen Aufgaben und nur wenigen Kinderkrankheiten.

Singleplayer88MultiplayerGrafikSound

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