D&D-Künstlerin nimmt meinen schlimmsten Albtraum, macht ihn noch gruseliger, aber ich liebe alles daran

Eine Homebrew-Künstlerin zu Dungeons & Dragons knüpfte sich ausgerechnet den schlimmsten Erzfeind von MeinMMO-Redakteurin Caro vor, um ihn noch schrecklicher zu machen. Allerdings wurde sie von ihrem Konzept so überzeugt, dass sie nicht anders kann, als es zu lieben. Die Idee ist so stark, dass sie sogar als Basis für ein ganzes Setting in euren Kampagnen genutzt werden kann.

Beim regelmäßigen Browsen der Community von Dungeons & Dragons bin ich auf ein Illustrations-Sheet der Künstlerin Crevetta aufmerksam geworden. Dieses machte mir direkt Gänsehaut, ähnlich wie in dem Moment, als ich in Baldur’s Gate 3 das erste Mal mitansehen musste, wie eine Gedankenschinder-Larve durch ein Auge den Wirt befällt.

Es handelt sich um das Konzept von „Gedankenecho-Ohrringen” (original: „Mind Echo Earrings”), die Mimiks behausen, die weitaus mehr können, als still in Dungeons auf Beute zu warten. Mimiks sind nämlich eigentlich vor allem für ihre Form der berühmten Truhe bekannt, die beim Öffnen plötzlich ein hungriges Maul aufweist, um seine Opfer zu fressen. Allerdings gibt es verschiedene Arten von Mimiks, die bei Spielern (und auch bei mir) für starke Paranoia sorgen. Ich bin bereits so oft von verschiedensten Mimiks angefallen worden, dass ich sie zu meinem persönlichen Erzfeind meiner Hexenmeisterin erklärt habe.

Und der Gedankenecho-Mimik von Crevetta ist ein Beispiel, wie man einen Mimik zum wirklich wahren Albtraummaterial macht.

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Auf dem Sheet wird detailliert gezeigt und beschrieben, wie der Mimik wie ein Parasit vorgeht, und es ist so schlimm, dass ich gar nicht anders kann, als es zu lieben:

Der Mimik lebt in der Form eines prunkvollen Ohrrings, wie er in der Regel vom Adel getragen werden würde. Die namensgebende nachgeahmte Form des Mimiks ist der Edelstein, der in dem Schmuck steckt. 

Wenn sich der Mimik im Ruhezustand befindet, sieht er aus wie ein generisches schickes, vielleicht etwas kitschiges Schmuckstück. Wenn er jedoch aktiv wird und seinen Wirt übernehmen will, öffnet sich der Schmuck und der Körper wandert in der Form von kleinen tentakeligen Sinnesorganen in das Ohr, durch den Gehörgang, bis er das Hirn erreicht und dort festsetzt.

Allein die Vorstellung, wie sich der Mimik durch das Trommelfell und die folgenden Hörorgane arbeiten muss, ist absolut fürchterlich. Ein wahres Meisterwerk eines Albtraums, das ich einfach respektieren muss. 


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Die Community verabscheut das Konzept, aber kann auch nicht anders, als es genau dafür zu schätzen

Unter dem Redditpost der Künstlerin, der der D&D-Community das Konzept ihres Parasiten-Mimiks genauso effektiv ins Gehirn brennt und nicht mehr loslässt, äußern viele Nutzer eine ähnliche Reaktion wie meine:

„Widerlich. Ich liebe und hasse es gleichzeitig!”, schreibt Ghabewhiskey. Und auch der Nutzer AudioBob24 schätzt genau den gleichen Horror, der mir selbst in den Sinn kam: „Da ich im Bereich der Audiologie tätig bin: Bedeutet das, dass es durch das Trommelfell bohrt, die Gehörknöchelchen bricht und die Cochlea durchsticht, um sich an diesem Hirnnerv festzuklammern? Denn das ist ein absoluter Albtraum, der jedes Opfer taub machen und möglicherweise Schwindelgefühle in dem Ohr verursachen würde, das angebohrt wurde.”

In den Kommentaren stellen sich viele weitere D&D-Fans die Frage, wie sich die Übernahme des Mimiks auf seinen Wirt auswirkt, ob sie bei Bewusstsein bleiben können oder komplett fremdgesteuert werden und was der Mimik damit bezwecken will.

Die Künstlerin hat die Möglichkeiten bisher offengelassen, sodass jeder Spieler und Spielleiter mit ihrem Konzept machen kann, was er will. Dabei bietet sich anhand des Mimiks ein Hintergrund für eine Kampagne an, der unausweichlich perfekt wäre.

Ein fieses Viech, das jedoch als Basis für ein spannendes Setting genutzt werden kann

In dem Thread entwickelt sich durch den Austausch mehrerer Nutzer ein Konzept für ein komplettes Setting, das über reinen Monster- und Body-Horror hinausgeht. Da sich der Mimik nur im edelsten Schmuck befindet, der vor allem beim Adel beliebt ist, wären noble Persönlichkeiten mit hohem Rang und Status die häufigsten Opfer eines Gedankenecho-Mimiks.

Der auslösende Einfall, der die gesamte Idee des Settings in Rollen bringt, stammt von dem Nutzer Square_bubblyty: „Ich stelle mir vor, wie ein ganzer Hofstaat von Adligen heimlich von diesen kleinen Kerlchen kontrolliert wird.”

So könnte das Konzept des Gedankenecho-Mimiks die Basis für eine Geschichte voller politischer Intrigen, der Übernahme einer Schwarmintelligenz oder einer geheimen Organisation sein. 

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Auch wenn der Mimik einer meiner erbittertsten Erzfeinde ist, finde auch ich das Konzept von Crevetta sehr kreativ und so fies umgesetzt, dass meine Liebe zum Horror der Abscheu überliegt. Vielleicht eignet es sich auch für eure Kampagnen!
Wenn ihr fiese Monster und Horror in euren Kampagnen genauso liebt wie ich, haben wir in dieser Liste eine starke Auswahl an Kandidaten, die für besonders angsteinflößende Momente in eurer Geschichte sorgen können: Die 7 gruseligsten Monster in DnD, vor denen sich alle Spieler fürchten

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