Ein Tool ist wie ein Arzt für euren Gaming-PC, doch mit einem Update wurde es zu fieser Malware – Seid ihr sicher?

Viele Nutzer laden tagtäglich ohne nachzudenken die verschiedensten Programme herunter. Dabei kann jeder Download eine potentielle Gefahrenquelle darstellen. Selbst ein beliebtes Diagnose-Tool ist nun in Gefahr. 

Welche Software ist betroffen? Der Nutzer OthoAi5657 weist in seinem Reddit-Post vom 10.04.2026 darauf hin, dass die Seite von CPUID gehackt worden sein soll. Laut dem Nutzer seien Downloads der Website betroffen und beinhalteten bösartige Software, welche von Antivirenprogrammen als schädlich markiert werde. 

Die Seite von CPUID ist vor allem für die Programme CPU-Z und HWMonitor bekannt. Das sind beliebte Überwachungs- und Diagnosetools für euren PC, welche unter anderem aktuelle Temperaturen, Lüftergeschwindigkeiten und Hardwareinformationen anzeigen. 

OthoAi hat insgesamt drei Reddit-Posts im pcmasterracesubreddit am selben Tag verfasst, um laut eigenen Angaben möglichst viele Personen gleichzeitig zu warnen. Das Installationsprogramm soll bei ihm nicht mehr auf Englisch gewesen sein, sondern ein Fenster mit russischem Text soll sich geöffnet haben. 

Der Nutzer hängte ebenso einen Link zu einem Virus-Check in seinen Beitrag an. Die Prüfung von der Seite Virustotal besagt, dass die Datei kompromittiert sei und gefährliche Inhalte mit sich bringe. Des Weiteren sind sich Nutzer in den Reddit-Kommentaren des Originalbeitrags uneinig, ob ein Update älterer Versionen die schädliche Software herunterladen kann. 


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Prüft selbst bekannte Download-Links immer zweimal 

Wie erkenne ich, ob ich betroffen bin? Momentan ist noch unklar, was genau auf der CPUID-Seite vor sich geht. Viele Nutzer glauben, dass die Seite gehackt wurde oder Downloadlinks umgeleitet werden, um schädliche Software zu verbreiten. 

Wir raten stark davon ab, Software von der Seite herunterzuladen, solange es keine offizielle Entwarnung gibt. Außerdem solltet ihr, sofern ihr die Programme bereits heruntergeladen habt, einen Virenscan durchführen und anschließend die Applikationen entfernen (via Microsoft)

Selbst wenn der Scanner nicht anschlägt, ist es das Risiko nicht wert, die Software zu behalten. Setzt auf ähnliche Programme wie zum Beispiel MSI Afterburner. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zusätzlich seinen PC auf Werkseinstellungen zurücksetzen.

Dennoch besteht tendenziell immer eine Chance, dass ein Download aus dem Internet schädlich ist. 

Was kann ich tun, um mich zu schützen? Erst einmal ist das Wichtigste, dass ihr euren PC immer mit einem Antivirenprogramm betreibt. Standardmäßig ist Microsoft Defender Antivirus bei Windows-Installationen aktiviert und reicht für die meisten Nutzer vollkommen aus. 

Wer andere Antivirenprogramme bevorzugt, kann diese verwenden, achtet aber dabei darauf, dass ihr nicht mehrere verschiedene Antivirenprogramme gleichzeitig nutzt, denn diese können sich gegenseitig negativ beeinflussen und euren Schutz gefährden. Ein YouTuber hat etwa gezeigt, wie man in unter 15 Minuten seinen PC mit sinnloser Software ruinieren kann.

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Klickt außerdem nicht immer auf jeden Link aus dem Internet und schaut ihn euch vor dem Öffnen genau an. Sieht ein Link ungewohnt oder komisch aus, dann vertraut lieber auf euer Bauchgefühl. Denn selbst offizielle Seiten wie die von CPUID können unzuverlässig sein. Aber auch Spiele auf Steam wurden schon genutzt, um Spielern schädliche Inhalte zu vermitteln: Wenn ihr vor einem Jahr auf Steam das falsche Spiel heruntergeladen habt, sucht euch jetzt das FBI – Und ja, Valve betont, das ist das echte FBI

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