Einer der ersten großen MMO-Streamer bekam 10.000 Dollar von arabischen WoW-Spielern, doch seine Mama hielt es für „Monopoly Geld“

Chance „Sodapoppin“ Morris war einer der ersten großen Streamer auf Twitch: Er bestach mit einer Mischung aus Skill in WoW und unterhaltsamen Aktionen. Das kam so gut an, dass er große Summen von Zuschauern erhielt – ohne es so wirklich zu verstehen.

Um welchen Streamer geht es? „Sodapoppin“ ist ein absolutes Streaming-Urgestein. Schon mit 15 begann er, auf der Plattform Xfire zu streamen. 2012 ging es dann auf Twitch so richtig los, Sodapoppin wurde zu einem der ersten richtig erfolgreichen MMORPG-Streamer, der in den frühen Jahren des Streaming schon zehntausende Zuschauer erreichte.

Sodapoppins Mischung aus Können in WoW und albernen Späßen kam so gut an, dass Zuschauer begannen, ihm Geld über PayPal zu schicken. Wie er in der neuen Folge seines Podcasts mit seiner Mutter als Stargast berichtet, hätten WoW-Spieler aus Dubai angefangen, ihm Geld über PayPal zu schicken, darunter eine „Donation“ über 10.000 US-Dollar. Doch so richtig verstand das damals irgendwie niemand.

Früher waren Donations für viele Creator noch Neuland:


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„Hört auf, mir gegen meinen Willen Geld zu schenken“ – So verwirrt war Gronkh von seiner ersten Donation auf Twitch

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„Mit 18 habe ich einen Scheiß drauf gegeben“

So sah Sodapoppins Mutter seine Karriere: Die Mutter des Twitch-Streamers fand das Ganze damals vor allem „verwirrend“. Sie habe nicht gewusst, dass PayPal „echt“ sei. Sie habe das alles für „Monopoly-Geld“ gehalten. Einer Freundin gegenüber habe sie gesagt: „Oh, er hat ein bisschen Geld, aber ich glaube nicht, dass es echtes Geld ist.“

Sodapoppin erklärt: Sie seien damals alle skeptisch gewesen. Man habe auch nicht gewusst, ob der Spender das Geld zurückbuchen würde. So eine Rückerstattung kann tatsächlich vorkommen und Content Creator in missliche Situationen bringen. Später sagt der MMORPG-Streamer: Er habe auch gar nicht gewusst, wie er das Geld auf sein Bank-Konto bekommen würde. Er habe gar keine Bank gehabt.

Die praktischen Aspekte des plötzlichen Geldsegens waren ihm aber auch nicht so wichtig. „Mit 18 habe ich einen Scheiß darauf gegeben. Ich wusste nichtmal, was das bedeutet. Es war mir egal. Ich bin auf und ab gesprungen, ich bin ausgerastet.“

Die ganze Folge könnt ihr euch hier anschauen:

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Die Mutter von Sodapoppin zu Gast in seinem Podcast

Doch auch außerhalb seiner eigenen Familie herrschte noch viel Unwissenheit rund um das Thema Streaming als Karriere. So berichtet Sodapoppin weiter: Eine Wohnung habe er mit seinem neuen Reichtum nicht einfach kaufen können. Selbst seine PayPal-Auszüge überzeugten die Verantwortlichen nicht. Die hätten die ganzen „Trinkgelder“ über 1 Dollar gesehen, und ihn für einen „Stripper“ gehalten.

Heutzutage wird zwar immer noch diskutiert, ob dieses Streamen eigentlich ein richtiger Beruf ist, doch die resultierenden Einnahmen zweifelt wohl kaum noch jemand an. 2021 enthüllte ein großer Leak die bestverdienenden Streamer auf Twitch, darunter auch Sodapoppin. Vom August 2019 bis zum Oktober 2021 soll der Streamer über 1,4 Millionen Dollar von Twitch ausgezahlt bekommen haben, das platzierte ihn damals auf Platz 43.

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