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Wie eine Art südafrikanischer Robin Hood macht Ihr es Euch zur Aufgabe, unredlichen Institutionen Schätze zu klauen. Genau genommen afrikanische Artefakte, die einst entwendet wurden und nun in Museen und anderen Orten versteckt sind, anstatt an ihre rechtmäßigen Besitzer übergeben zu werden.
Nachdem die ehemalige Parkoursportlerin Nomali ihren Bruder aus den Klauen von Schurken befreit hat, stellt sie fest, dass er zusammen mit ihrer Professoren-Oma eine Crew gestartet hat, um obiges Vorhaben umzusetzen. Damit künftig weniger schiefgeht, übernehmt sie notgedrungen die Führungsrolle. Zwischen den Einsätzen plaudert Ihr mit Eurer Truppe, erledigt kleine Botengänge und rekrutiert neue Mitglieder, bevor es ans Eingemachte geht. In seitlicher Perspektive späht Ihr erst den designierten Einsatzort mit einer Drohne aus, um zu wissen, wo die gesuchten Objekte und Sicherheitssysteme warten. Geht der Raubzug dann los, lenkt Ihr Nomali durch die Räume und löst Umgebungsrätsel, um Fallen zu entschärfen und den Weg zum Ausgang freizumachen, wofür Ihr an einigen Stellen auch Eure Kumpane einspannt, um etwa Türen zu öffnen oder Kletterseile zu spannen. Habt Ihr Eure Beute aufgegriffen, geht der Alarm los und Ihr müsst Euch sputen, denn vor dem rettenden Fluchtfahrzeug steht in der Regel auch noch eine Passage unter Zeitdruck an, in der vor allem Eure akrobatischen Künste gefragt sind. Dieses Konzept erweist sich trotz einer gewissen Sperrigkeit als angenehm durchdacht und motivierend, allerdings fällt der Abwechslungsreichtum auf Dauer doch relativ überschaubar aus.
Meinung & Wertung
Ulrich Steppberger meint: Ungeduldige Naturen sind hier nicht gerade ideal aufgehoben. Wenn Euch aber der Sinn nach einem Ganovenstück steht, das Denken, Strategie und Geschick in ähnlichen Maßen erfordert, ist Relooted vielleicht Euer Fall. Zwar können sich die Planungsphase und die Erkundung des Einsatzorts ziehen, während Euch bei der Flucht am Ende die Steuerung schon mal einen Streich spielt. Doch insgesamt geht das Konzept so gelungen auf, dass man der Truppe gerne hilft, die Artefakte einzusacken. Die technisch saubere Grafik mag dabei etwas bieder und nicht jeder Sprecher motiviert wirken, aber das sind keine dramatisch störenden Faktoren.
Teils etwas holprige, aber interessante Kombination aus Diebstahlplanung und -ausführung.
Singleplayer72MultiplayerGrafikSound
