Das neue Piraten-Spiel Windrose erobert gerade Steam mit hunderttausenden Kapitänen. Einer davon ist MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus, der sich schon in der ersten Stunde in das Sandbox-Game verliebt hat. Jetzt stieß er zum ersten Mal auf einen echten Blocker und der hatte es in sich.
Es ist schon eine Weile her, dass es ein Spiel geschafft hat, mich so sehr zu begeistern. Im Moment zocke ich jeden Abend und so viel es geht in der Freizeit Windrose. Sogar eine Anordnung der Chefin habe ich dafür mal ignoriert.
Vom Gameplay bis zu den hervorragenden Shantys macht Windrose einfach vieles richtig. Zu viel will ich jetzt aber gar nicht schwärmen, mein Lob könnt ihr im Anspiel-Bericht nachlesen, daran hat sich nicht viel geändert.
Was ich nun aber feststellen musste, ist, dass das Spiel auch wirklich fies sein kann. Also nicht nur so ein bisschen: an einer Stelle nach etwa 12-13 Stunden bin ich innerhalb von einigen Minuten öfter gestorben als in der gesamten Zeit zuvor.
Nachdem sich zu Beginn über 100.000 Spieler in Windrose eingeloggt haben, sind es nun schon über 220.000 (laut SteamDB). Vielleicht hat also der ein oder andere Kapitän etwas von meinem Leiden und kann daraus lernen …
Das Piraten-Survival-Game Windrose hat endlich einen Release-Termin, und der ist schon ganz nah am Horizont
Autoplay
Windrose wird plötzlich härter und schenkt mir voll ein
Wie die meisten Survival-Games hat Windrose verschiedene Biome, in denen es unterschiedliche Materialien zu holen gibt. Nach dem „Küsten-Dschungel“ kommt das „Vorgebirge“, das erst nach einem Bosskampf freigeschaltet wird.
Der Boss selbst war überraschend leicht. Irgendwann hatte ich jedoch keine Quests mehr im „alten“ Gebiet und musste weiter. Genau hier hat mich Windrose dann in den Dreck geworfen, nachgetreten und nochmal draufgespuckt, ehe es mich ausgelacht hat.
Im Vorgebirge gibt es etliche neue Belohnungen, aber eben auch Herausforderungen:
Hier finde ich Materialien, um bessere Ausrüstung herzustellen oder Nahrung zu kochen.
Bestimmte „Points of Interest“ bringen kleine Rätsel für besondere Belohnungen und Schätze.
Und schließlich wimmelt es im Gebiet von völlig overpowerten Wölfen und hyperaggressiven Ziegen.
Im Ernst, wer zur Hölle hat sich diese Mistviecher ausgedacht?! Die Wildschweine im Dschungel waren ja schon hart, aber irgendwann berechenbar. Diese Drecksziegen? Bei denen sieht jeder Angriff genau so aus, als würden sie zurückweichen. Völlig unberechenbar (wie im echten Leben).
Und die Wölfe sind doch auf Steroiden. Ein einzelner davon kann mich anspringen und mir die Kehle rausreißen – was knapp 60 % meines Lebens kostet und mich bluten lässt. Da hilft nur eine Bandage, aber verbindet euch mal, wenn noch drei weitere Köter an euch knabbern.
[Die folgenden Bemerkungen stammen aus einem Beleidigungs-Buch für Piraten und sind für die Veröffentlichung auf Mein-MMO nicht geeignet]
Mein treuer Begleiter Trüffel hier war einer der wenigen Gründe, durch die ich nicht wahnsinnig geworden bin.
Mein eigentlicher Erzfeind war meine eigene Sturheit
Diese Wölfe sind eine wahre Plage, vor allem in Ruinen, wo man ihnen nur schlecht ausweichen kann. In genau einer solchen Ruine habe ich dann meine Meister gefunden. Keine Tiere, sondern einfach nur Piraten.
Ich weiß nicht, welche Aufputschmittel die Entwickler denen gegeben haben, aber ich bin in einem Hagel aus Musketenkugeln und Granaten (warum auch nicht?) und unter einem Klingensturm aus Säbeln mehrmals draufgegangen.
Mit dem Rapier nutze ich eigentlich eine der besten Waffen im Spiel, aber mit dem Nachteil, dass ich nur schwierig mehrere Gegner treffen kann. Ohne Gegentreffer greifen die also einfach fröhlich weiter an.
Dabei machen die Piraten auch noch richtig viel Schaden. Also nicht nur so ‘n bisschen: ein Säbeltreffer zieht selbst bei großem Lebensbalken gerne mal ein Viertel bis ein Drittel ab, eine Musketenkugel fast die Hälfte. Und jetzt kämpft mal gegen 5 von den Spinnern gleichzeitig.
Schlussendlich habe ich etwa 30 hochwertige Nahrungsmittel und noch viel mehr Heiltränke verbraten, nur um diesen Mini-Dungeon zu meistern. Zwischendrin habe ich das Spiel mit Alt+F4 beendet und kam erst am nächsten Tag zurück. Dabei hätte ich es leichter haben können …
Der simple Trick: einfach mal farmen
Vermutlich klingt das nun besonders dämlich, weil ich erst am Samstag den Tipp gegeben habe, dass man seine Ausrüstung unbedingt aufwerten sollte, wenn man aufs Maul kriegt. Genau das habe ich aber nicht gemacht.
Warum? Weil meine Ausrüstung eigentlich schon auf einem guten Stand war, ich erst am Anfang des „neuen Kapitels“ war und die neuen Materialien erst mal viel Farm-Arbeit benötigten. Auf die hatte ich keine Lust.
Als ich dann aber schließlich nach viel zu langem „Mit dem Kopf durch die Wand“ durch die Ruine durch war, habe ich mir doch Eisen, Flachs und Hartholz besorgt, um Waffen und Rüstung aufzubessern, und siehe da: plötzlich sterbe ich nicht mehr ständig. Vielleicht sollte ich meine eigenen Artikel öfter mal lesen. Geholfen hat auch eine kleine Verbesserung an der Ausrüstung mit Hilfe von unserem Guide zu den besten Rüstungen in Windrose.
Nach meinem kleinen Ausraster und einem neuen Exkurs zur neuen Erweiterung von Diablo 4 (zu der ihr bei uns am 21. April den Anspielbericht lesen könnt) bin ich nun aber dabei, mein zweites Schiff zu bauen, eine stolze Brigg mit dem majestätischen Namen Triomphante. Und trotz meiner eigenen Dummheit bin ich immerhin nicht der einzige, der offenbar erst mal kassieren muss, ehe es besser wird: Spieler bemerkt erst nach 20 Stunden in Windrose, wie man pariert, teilt wertvolle Tipps für Anfänger
Der Beitrag Ich habe in Windrose so hart kassiert, dass ich ragequitten musste – Jetzt kenne ich meinen Fehler erschien zuerst auf Mein-MMO.
