Er ging ganz normal schlafen: Als er aufwachte, hatte er bei Google Schulden über mehr als 15.000 Euro

Ein Nutzer hat über Nacht plötzlich Schulden bei Google über 15.000 Euro. Dabei aktivierte er eine Warn-Funktion, die jedoch nicht so funktionierte, wie er sich das erhoffte. Google erstattet ihm sein Geld zurück, dennoch ist der Nutzer unzufrieden.

Ein Nutzer berichtet auf Reddit, dass er über Nacht eine hohe Rechnung von Google Cloud erhalten habe. Google Cloud ist ein Dienstleister, der Datenbanken, Datenanalyse und Künstliche Intelligenz (KI) als Service anbietet.

Venturaxi erklärte, dass er eine Budget-Funktion eingerichtet habe, die ihn warnen sollte, sobald die Kosten explodieren würden. Diese Warnung hatte er auf 10 australische Dollar (AUD) eingestellt. Doch während er schlief, kam es zu dem Problem:

Während ich schlief, wurden über meinen Account etwa 60.000 (ich habe nur die Protokolle für diese) unbefugte API-Anfragen über einen Schlüssel gestellt, den ich nicht identifizieren kann.

Von Google erhielt er am nächsten Tag eine Abrechnung über 25.672,86 australische Dollar. Umgerechnet sind das rund 15.000 Euro.

Das Problem ist wohl gewesen, dass die Budget-Funktion in Google Cloud nur warnt, aber nicht automatisch ausbremst oder stoppt, während gleichzeitig eine unbekannte API-Key zu massiven, ungewollten Ausgaben führt.

Google identifizierte zwar einen sogenannten API-Key als Ursache, aber dieser Schlüssel tauchte in dem Projekt des Nutzers angeblich gar nicht auf.


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Google erstattet dem Nutzer die Kosten, dennoch ist er unzufrieden

Wie ging die Sache weiter? Der Nutzer wendete sich an den Support von Google. Der Anbieter, so der Nutzer, hat sich bereiterklärt, auf die hohen Schulden zu verzichten und ihm das Geld zu erstatten:

Ich habe heute die Bestätigung erhalten, dass der Betrag von 25.672,86 $ erlassen wurde und die 9.800 $, die Google auf fünf aufeinanderfolgende Zahlungsversuche aufgeteilt hatte, wieder gutgeschrieben wurden.

Dennoch ist er mit der Situation unzufrieden: Denn der eigentliche Frust des Nutzers ist nicht nur die hohe Summe, sondern auch, dass er die Ursache nicht sauber nachvollziehen konnte und das System ihn nicht effektiv vor dem Schaden geschützt hat. So könnte sich die Geschichte jederzeit wiederholen, wenn jemand die API anzapft.

Am Ende ist die Story des Nutzers aber auch eine Warnung: Eine Budget-Warnung ersetzt keine Kostenbremse, und wenn ein Dienst oder Schlüssel kompromittiert ist, kann die Rechnung sehr schnell explodieren, ohne dass man selbst etwas davon mitbekommt.

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Etwas Ähnliches ist einem anderen Nutzer passiert, der ebenfalls Datensätze über die Cloud berechnen lassen wollte. Doch hier war es kein externer Fehler, sondern er verschätzte sich bei den Kosten. Denn er ließ die Kosten von ChatGPT schätzen und das wurde zu einem teuren Fehler: Nutzer will Daten analysieren, lässt ChatGPT die Kosten viel zu niedrig schätzen, bekommt wenig später Rechnung über 50.000 Euro

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