Ein Spieler will Geld sparen und bestellt eine sehr günstige SSD für etwa 20 Euro. Doch als das Paket bei ihm ankommt, hat er Angst davor: Schließlich sehe das Gerät laut ihm gefährlich aus und er sucht Hilfe.
SSDs und Arbeitsspeicher werden seit Monaten immer teurer. Ein Sparfuchs hat sich jetzt wohl gedacht: Warum hunderte Euro für eine SSD mit 4 TB investieren, wenn man sich so ein Gerät auch für 17 Euro in China auf Temu bestellen kann? Temu ist, ähnlich wie Aliexpress, ein Online-Markt aus China.
Der genannte Nutzer kaufte sich daher für 20 US-Dollar (etwa 17 Euro) eine SSD direkt bei Temu. Mittlerweile ist seine gekaufte SSD zu Hause und er hat in einem ersten Schritt erst einmal aufgeschraubt. Doch nach dem Öffnen hat er Sorge, dass er sich mit dem Gerät einen Virus oder etwas ähnlich einfangen könnte. So erklärt er auf Reddit:
Weiß jemand, was das eigentlich ist? Ich vermute, dass es sich um etwas Schädliches handelt. Die Rückerstattung ging verdächtig schnell.
Günstige SSDs und Festplatten aus China sind oftmals Fälschungen mit deutlich weniger Kapazität
Ja, was hat er denn nun gekauft? Auf dem Bild erkennt man, dass im Inneren des Gehäuses nicht wirklich eine SSD bzw. ein passender Speicher steckt. Stattdessen hat der Hersteller eine Micro-SD-Karte in einen Kartenleser gesteckt und die Konstruktion mit dem Anschluss der SSD verbunden.
Einige Nutzer warnen ausdrücklich davor, so ein Gerät für die eigenen Daten zu nutzen. Denn die Speicher-Controller seien oft manipuliert: Die SSD sagt zwar, sie biete 4 TB Speicher an, in Wirklichkeit seien aber nur wenige GB vorhanden. Versuche man deutlich mehr Daten zu schreiben, gehen diese verloren. Ob sich obendrein auf der SD-Karte ein Virus befindet, kann man auf den ersten Blick nicht sehen (via Reddit.com):
Das ist schon seit einiger Zeit ein Problem, auch bei USB-Sticks. Sie sind so manipuliert, dass sie zwar die angegebene Kapazität anzeigen, tatsächlich aber viel weniger Speicherplatz bieten und einfach ausfallen, sobald man versucht, diese tatsächliche physische Kapazität zu überschreiten.
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Solche sehr günstigen Lock-Angebote begegnen euch übrigens nicht nur auf Aliexpress oder Temu, sondern auch auf Amazon oder eBay. Grundsätzlich gilt: Sieht das Angebot zu gut aus, um wahr zu sein – etwa eine 4 TB SSD für 20 Euro – dann lasst lieber die Finger davon.
Schaut dazu etwa auf Vergleichsportale wie Geizhals oder Idealo und schaut, wo die aktuellen Preise liegen. Diese sind in der Regel eine gute Orientierungshilfe, um Angebote einschätzen zu können.
Ein anderer Nutzer hatte jetzt Glück und zeigte einen besonderen Schatz: Denn von seinem Vater hat er viel Arbeitsspeicher bekommen, den dieser aus der Mülltone gerettet hat. Das klingt erst einmal gut, doch so gut ist es dann eben auch nicht. Denn mit den 2.000 GB kann er persönlich wenig anfangen. Mehr dazu lest ihr auf MeinMMO: Vor 2 Jahren rettete er 2.304 GB Arbeitsspeicher aus der Mülltonne: Heute ist die Hardware unbezahlbar, aber für ihn nutzlos
Der Beitrag Sparfuchs kauft SSD mit 4 TB für 17 Euro, öffnet das Gehäuse und hat jetzt Angst, das Gerät an seinen PC anzuschließen erschien zuerst auf Mein-MMO.
