Die Zielempfindlichkeit mit eurer Maus oder eurem Controller ist eine der wichtigsten Einstellungen, die ihr in einem Shooter vornehmen könnt. Sie bestimmt maßgeblich, wie gut ihr eure Gegner treffen könnt. Viele Gamer stellen ihre Sensitivity aber nur grob nach Gefühl ein und rühren sie dann jahrelang nicht mehr. Hier erfahrt ihr, wie ihr eine gute Empfindlichkeit für euch finden könnt.
Wieso solltet ihr eine perfekte Empfindlichkeit finden? Immer wieder sehe ich bei Spielern, dass sie Schwierigkeiten haben, präzise auf dem Gegner zu stoppen, oder dass das Fadenkreuz sogar „zittert“. Das liegt nahezu immer, an einer unpassenden Empfindlichkeit. Ist diese zu hoch oder zu niedrig, wirkt sich das negativ auf das Aim und dementsprechend auf die spielerische Leistung aus.
Das ist auch der Grund, weshalb ihr nicht die Settings eines Profis 1:1 übernehmen solltet, sie sind euch möglicherweise zu langsam oder so zu schnell. Stattdessen zeige ich euch drei Möglichkeiten, wie ihr die für euch perfekte Empfindlichkeit finden könnt.
Der offizielle Trailer zu Aimlabs
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Mini-Test, um eure Empfindlichkeit zu verbessern
So findet ihr die perfekte Empfindlichkeit: Bevor ihr mit einer (neuen) Empfindlichkeit in ein PvP-Match startet, solltet ihr diese in einer ruhigen Umgebung wie einem Trainingsbereich oder einem Deathmatch gegen Bots testen und basierend auf euren Testergebnissen erhöhen oder verringern.
Für das Feintuning eurer Sensitivity sucht ihr euch kleine Fixpunkte auf einer Map/ im Trainingsbereich und versucht, schnell und präzise auf diese zu flicken. Außerdem hilft folgender Test:
Sucht euch einen Punkt auf einer Map, der euch mindestens 2 Fixpunkte bietet: einen „auf 12 Uhr“ und einen „auf 3/9 Uhr“ von eurer Position aus.
Jetzt aimt ihr zwischen den beiden Punkten hin und her. Das muss anfangs gar kein schnelles Aim oder gar ein Flick sein.
Wenn ihr beim Zielen auf einen der Punkte übersteuert, ist eure Empfindlichkeit zu hoch und ihr solltet sie etwas verringern. Wenn ihr beim Zielen auf einen der Punkte untersteuert, ist eure Empfindlichkeit zu niedrig.
Passt eure Empfindlichkeit in winzig kleinen Schritten an und wiederholt den Test
Macht das so lange, bis ihr zufrieden seid
Das Finden einer idealen Empfindlichkeit ist allerdings ein langwieriger Prozess. Ihr werdet nicht von jetzt auf gleich den perfekten Wert finden. Es kann sein, dass ihr immer wieder minimal an eurer Empfindlichkeit herumschraubt, Werte erhöht oder verringert, bis ihr irgendwann zufrieden seid.
Für alle Maus-Spieler unter euch: Wenn ihr in einer „normalen“ Bewegung eures Arms über das Mauspad (also etwa 20-30cm) eine 180° -Drehung im Spiel ausführt, seid ihr auf einem guten Weg.
Empfindlichkeit mit anderen Shootern ermitteln
Solltet ihr in einem Shooter eine Empfindlichkeit gefunden haben, mit der ihr euch sehr sicher fühlt und gut performt, könnt ihr diese auf andere Spiele übertragen. Hierzu müsst ihr eure Empfindlichkeit von Spiel A umrechnen, sodass sie in Spiel B funktioniert – das ist für Maus-und-Tastatur-Spieler deutlich einfacher als für Controller-Spieler.
So rechnet ihr eure Empfindlichkeit um: Zum Umrechnen eurer Empfindlichkeit gibt es verschiedene Webseiten wie mouse-sensitivity.com. Hier tragt ihr einfach eure Werte wie die Empfindlichkeit des Ausgangs-Spieles, eure DPI, die Monitorauflösung und das genutzte FOV ein und erhaltet die umgerechnete Empfindlichkeit für das heutige Spiel.
Controller-Empfindlichkeit umrechnen – geht das? Das ist eher schwieriger und ich kann euch leider keinen entsprechenden Rechner empfehlen (falls Controller-Spieler hier einen Geheimtipp kennen, lasst es mich wissen und ich ergänze es im Artikel).
Es gibt aber einen kleinen Workaround, den ihr mit etwas Zeitaufwand versuchen könnt:
Begebt euch in dem Spiel, in dem ihr eine passende Empfindlichkeit gefunden habt, auf eine Map/Trainingsbereich.
Haltet eine Stoppuhr bereit.
Sucht euch einen Fixpunkt, auf den ihr zielt.
Macht 10 360-Grad-Drehungen und stoppt die Zeit, wie lange ihr für die zehn Drehungen benötigt.
Wiederholt das Vorgehen in dem Spiel, in dem ihr eine Empfindlichkeit finden wollt.
Passt eure Empfindlichkeit an: Waren die 10 Drehungen schneller, muss die Empfindlichkeit runter. Waren sie langsamer, muss sie hoch.
Wiederholt das Vorgehen inklusive Anpassungen der Empfindlichkeit so lange, bis ihr in beiden Spielen für die 10 Drehungen gleich lange benötigt.
Bedenkt dabei aber, dass ihr alle anderen Werte, die einen Einfluss haben, vor euren Drehungen ebenfalls anpassen müsst. Dazu zählen etwa die eingestellte Totzone der Sticks und das Field-of-View. Beide müssen angeglichen werden. Außerdem solltet ihr für eine einfachere Umrechnung am besten die Zielbeschleunigung ausschalten. Das kann allerdings zu Problemen führen, denn wenn ihr diese bislang genutzt habt, wird eure Empfindlichkeit nicht mehr passen und ihr verliert das aufgebaute Muskelgedächtnis.
Vor knapp 2 Jahren habe ich versucht, mein Aim mittels Training zu verbessern und habe dafür 100 Tage am Stück jeden Tag mit einem Aimtrainer trainiert. Doch bringt das wirklich was, um in Shootern besser zu werden? Ich habe euch meine Erfahrungen auf MeinMMO festgehalten: Ich habe 100 Stunden einen Aimtrainer gespielt, um besser in Shootern zu werden – Doch hat es wirklich was gebracht?
Der Beitrag Viele Gamer spielen jahrelang mit der falschen Empfindlichkeit in ihrem liebsten Shooter – So findet ihr eure perfekte Sensitivity erschien zuerst auf Mein-MMO.
