Deutsches MMORPG bezahlt großen YouTuber für Video, der zeigt der Welt: Das Spiel ist Pay2Win

Josh Strife Hayes beschäftigt sich auf YouTube und Twitch schon seit vielen Jahren mit MMORPGs. Dabei hält er sich auch bei gesponsorten Videos nicht mit Kritik zurück, was jetzt ein deutsches Studio erfahren durfte.

Wer ist Josh Strife Hayes? Der bekannte YouTuber (999.000 Abonnenten allein auf dem Hauptkanal, via YouTube) und Streamer (215.144 Follower auf Twitch) ist einer der größten Content-Schaffenden, wenn es um das Thema MMORPGs geht. Besonders beliebt ist seine Videoreihe der „Worst MMO ever“, in der Hayes seine persönlichen Eindrücke aus den unterschiedlichsten Genre-Vertretern auf launige Art zusammenfasst.

Immer wieder übernimmt er für seinen Kanal auch Video-Aufträge von MMO-Entwicklern. Wichtig ist ihm dabei nur, dass er trotz des Sponsorings weiterhin frei seine ehrliche Meinung sagen darf. Ein Studio aus Südkorea hatte damit nachträglich ein Problem und verbot vor einigen Jahren die Veröffentlichung des eigentlich fertigen Videos.

In diesem Artikel soll es jedoch um eine Kritik gehen, die ganz frisch live gegangen ist …

Mehr zum besten Genre der Welt findet ihr übrigens auch auf dem YouTube-Kanal von MeinMMO. Ganz neu ist dort etwa ein Video zur größten MMO-Neuerscheinung des Jahres 2026 erschienen:

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Deutsches Erfolgs-MMORPG auf dem Prüfstand

Worum dreht sich das neue Video? Die Verantwortlichen von Sandbox Interactive aus Berlin sind offenbar auf Josh Strife Hayes zugekommen, damit der YouTuber mal wieder eine Video-Einschätzung zu Albion Online macht – und das, obwohl der Creator schon vor 3 Jahren ein kritisches Video zum Spiel auf YouTube veröffentlicht hatte.

Das MMORPG aus Deutschland gehört zu den ganz wenigen Genre-Erfolgsgeschichten der vergangenen Dekade, weil es seit Jahren wächst und gedeiht. Mit großem Selbstbewusstsein stimmten die Entwickler daher wohl zu, dass Hayes trotz des Sponsorings mit Kritik nicht hinter dem Berg halten muss.

Der MMO-Enthusiast spielte Albion Online im Zuge eines besonderen Community-Events also um die 100 Stunden und was er in dieser Zeit erlebt hat, reichte für ein 58 Minuten langes Video, das ihr euch auf YouTube oder im Folgenden anschauen könnt:

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Was lobt der Creator? Das Angebot an Inhalten ist in Albion Online mittlerweile sehr reichhaltig. Dadurch können auch Themenpark-Fans eine gewisse Zeit Spaß mit dem Sandbox-MMO haben – etwa in den Solo-Dungeons oder beim Arena-PvP.

Lob bekommen auch die durchdachten Crafting- und Handelssysteme ab. Albion Online ist das beste Beispiel für eine von der Community definierte Ingame-Wirtschaft, da alle Items im Waren- und Loot-Kreislauf irgendwann mal von einem Spieler hergestellt worden sind.

Dazu kommt die Freiheit, Ausrüstungsteile und Waffen frei mischen zu können, wodurch sich zahlreiche unterschiedliche Builds spielen lassen. Unterstützt wird dieses System mittlerweile durch eine der besten Funktionen, die Hayes bisher in einem Spiel gesehen hat: die Armory.

Die bietet euch für alle Aktivitäten des Spiels diverse Build-Empfehlungen aus der Communtiy, die zudem mit allerlei sinnvollen Infos versorgt werden. Neulinge können den gewählten Build dann als Blaupause abspeichern, um sich auf dem Marktplatz automatisch mit den passenden Ausrüstungsteilen einzudecken. Einfacher und komfortabler geht’s kaum.


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Albion Online: Radiant Wilds Update im Trailer

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Was kritisiert Hayes? Man merkt, dass der Brite eigentlich eher ein Fan von Themenpark-MMOs, Story-Inszenierung und PvE-Inhalten ist. Den Ressourcen-Grind fürs Leveln der Crafting-Skills bezeichnet er als ermüdend. Die PvP-Pflicht in vielen Zonen frustriere ihn.

Bei ihm kommt noch dazu, dass sich Spieler einen Spaß daraus machen, bekannte Creator während ihrer Streams aufzuspüren und zu erledigen (Stream-Sniping). Auf diverse Open-World-Aktivitäten musste er während der Streams daher verzichten.

Am meisten Kritik bekommt die Premium-Währung Gold ab, mit der man nicht nur Cosmetics kaufen kann, sondern auch Dinge, die sich direkt auf die Stärke eines Charakters auswirken:

Der kostenpflichtige Premium-Status gewährt Boni für beispielsweise Lernpunkte, erspielten Ruhm oder erspielbaren Fokus pro Tag. Diese sorgen vor allem dafür, dass ihr beim Crafting oder der grindigen Charakterprogression schneller ans Ziel kommt.

Gold kann man in Silber umtauschen. Mit Silber kann man nicht nur die bestmögliche Ausrüstung kaufen, sondern auch Buchbänder, mit denen ihr auf eurem Destiny-Board sehr schnell Fortschritte erzielen könnt (um beispielsweise euer Wissen zu einer Waffen- oder Rüstungsart zu maximieren).

Wer Geld in Gold und Silber investiert, kann den langen Grind hinter der Progression vollständig umgehen. Das spart viele, viele Stunden Spielzeit. Sein Fazit zu diesem Modell:

Ich fühle bereits, wie die Albion-Online-Fanboys ihren Monitor anschreien und fordern, dass ich das Pay2Progress und nicht Pay2Win nennen soll. Weil es hier nichts gibt, was sich ein Free2Play-Spieler nicht auch irgendwann selbst erspielen könnte. Und tatsächlich könnten euch 50 oder 60 Stunden an PvE in einer schwarzen Zone das dafür notwendige Silber und den Ruhm liefern.

Aber lasst uns hier ganz ehrlich sein, Leute – wir hatten die Diskussion bereits und wir können sie gern wieder führen: Pay2Win bedeutet nicht, dass man gar nicht gewinnen kann, wenn man nix zahlt. Es bedeutet vielmehr, dass es eine direkte Verbindung zwischen Geld und dem Erhalt von Ingame-Power gibt. Investiere mehr Geld, werde stärker. Albion Online ist GENAU DAS.

Dieser Pay2Win-Aspekt wirkte sich dann auch auf das Community-Event aus, das auf den Liveservern stattfand und bei dem die teilnehmenden Gilden einen Vorteil hatten, die durch Gold- und Silber-Investitionen den Grind umgingen und sich mit bestmöglicher Ausrüstung auf die Inhalte stürzen konnten, welche die meisten Punkte einbrachten.

Wie fällt das Fazit des Experten aus? Obwohl Albion Online in den vergangenen Jahren an Zugänglichkeit gewonnen und zunehmend mehr Inhalte für PvE-Fans, Casuals und Solisten erhalten hat, dreht sich die Kern-Erfahrung weiterhin um PvP in einer Sandbox-Welt, in der Gilden um Ressourcen und Territorien streiten.

Wer nach einer neuen Themenpark-PvE-MMO-Erfahrung sucht, dürfte in Albion Online nur kurz Spaß haben und dann wieder weiterziehen. Wer indes ein MMO spielt, um als Teil einer Gilde zu gewinnen und zu dominieren, der kann in Albion Online die Zeit seines Lebens haben. Vor allem, wenn man bereit ist, viel Zeit oder Geld zu investieren.

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