SEGA stellt Super Game-Initiative ein und will sich weniger auf Free-to-Play konzentrieren

2021 machte SEGA mit großen Plänen für ein sogenanntes „Super Game“ auf sich aufmerksam. Dahinter steckte eine Initiative, für die man damals bis zu eine Milliarde US-Dollar in die Hand nehmen wollte und aus der Titel entstehen sollten, welche global, langlebig und in sämtlichen Aspekten über gewöhnlichen Videospielproduktionen stehen sollten. Planmäßig hätte bis Ende März 2026 das erste dieser Projekte auf den Markt kommen sollen, doch spätestens als man zuletzt eine Neubewertung des Vorhabens ankündigte, war klar, dass daraus nichts werden würde.

Und nun ist das Aus für die „Super Game“-Initiative endgültig besiegelt. Die Bekanntgabe dazu erfolgte am Dienstag eher nebensächlich im neuesten Geschäftsbericht von Sega Sammy, dem Mutterkonzern von SEGA. Hinweise auf den dahinterliegenden Grund liefert das schwächelnde Videospielgeschäft. Hier ist der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um etwa 31,67 Prozent eingebrochen. Das lag nicht nur an rund 27 Prozent weniger verkauften Spielen, sondern auch an einer schwachen Performance von neuen Free-to-Play-Titeln wie Sonic Rumble Party.

Noch dazu zeigt sich das Unternehmen weiterhin unzufrieden mit Rovio. Die Angry Birds-Macher sind 2023 vom japanischen Riesen übernommen worden und haben seitdem Jahr für Jahr sinkende Einnahmen zu verzeichnen. Hier will man auf verschiedene Weise gegenlenken, darunter durch Transmedia-Bemühungen und eine Restrukturierung des Studios. Diese wenig wertschöpfende Zusammenarbeit sowie aktuelle Misserfolge dürften entscheidene Faktoren dafür gewesen sein, nun den Schritt zu gehen, dem Game-as-a-Service-Bereich eine geringere Priorität zu geben.

Hierzu gab SEGA außerdem bekannt, über 100 Entwickler, die zuvor an Free-to-Play-Titeln arbeiteten, auf die Entwicklung richtiger Spiele umverteilen zu wollen. Auf den sogenannten „Full Games“, wie das Unternehmen sie nennt, ruht nämlich die Hoffnung, in diesem Jahr für einen Aufschwung zu sorgen. Für den Zeitraum bis Ende März 2027 erhoffe man sich beim operativen Gewinn im Videospielsektor ein Plus von etwa 56 Prozent. Angetrieben werden soll dies durch die Veröffentlichung von vier Titeln zu SEGAs Kern-IPs – darunter das neue Stranger Than Heaven.

Was meint ihr? Kann SEGA in diesem Jahr das Ruder rumreißen?

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