Viele junge Menschen halt ein Studium und den Abschluss mittlerweile für nutzlos. Doch Statistiken beweisen das Gegenteil: Wer ein Studium abgeschlossen hat, ist deutlich seltener arbeitslos als andere Personen.
Sowohl die Generation Z als auch die Millennials tun ihre Hochschulabschlüsse als wertlos ab. So halten laut einer Studie des Magazins Indeed 51 % aller befragten Gen-Zler ihr Studium für Geldverschwendung.
Und es ist nicht schwer zu verstehen, warum: Einstiegsstellen in Unternehmen wurden drastisch gekürzt, Beförderungen sind selten und einige haben bereits ihr Studium an den Nagel gehängt, um lieber einer “richtigen” Arbeit nachzugehen.
Schaut man sich jedoch nationale und internationale Statistiken an, dann stehen Hochschulabsolventen vergleichsweise gut da. Denn Personen, die ein Studium abgeschlossen haben (Bachelor oder Master) sind weiterhin am seltensten von Arbeitslosigkeit betroffen. Das ist auch ein Grund, warum viele Eltern hohe Schulden aufnehmen, um das Studium ihrer Kinder finanzieren zu können.
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Personen mit Uni-Abschluss sind deutlich seltener arbeitslos als Personen ohne Qualifikation
Wie sehen die Statistiken aus? Aktuelle Daten des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics zeigen, dass unter den Arbeitnehmern ab 25 Jahren Menschen mit einem Bachelor-Abschluss die niedrigste Arbeitslosenquote aller Bildungsgruppen aufweisen. Anfang 2026 liegt sie immer noch bei 6,4 % gegenüber etwa 2,8 %. Davon berichtet das Magazin Fortune.com.
In Deutschland sehen die Daten insgesamt ähnlich aus, schaut man sich die Statistiken der Agentur für Arbeit für 2026 an: Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit liegt in Deutschland bei 6,4 %, unter Akademikern liegt die Quote bei rund 3 %. Zum Vergleich: Bei Personen ohne allgemeinen Berufsabschluss liegt die Arbeitslosenquote bei 21,3 % und damit deutlich höher.
Die Arbeitsagentur betont jedoch, dass die Arbeitslosigkeit bei Akademikern seit Jahren stark ansteigt, wofür es aber verschiedene Gründe gebe: So seien in den letzten Jahren viele Flüchtlinge mit Qualifikationsabschluss nach Deutschland gekommen, die jetzt die Quoten nach oben drücken würden, weil ihnen noch die sprachliche Qualifikation fehlen würde.
Dennoch gilt ein Studium weiterhin als guter Schutz gegen Arbeitslosigkeit: Anja Robert, Karriereberaterin vom Career Center der Uni Aachen, erklärte etwa dem Magazin ZDFheute, dass eine gute Bildung weiterhin die beste Arbeitslosenversicherung sei. Denn auch in Krisenzeiten wären Akademiker deutlich seltener arbeitslos als Personen ohne Abschluss.
Hinzu kommt aber auch ein weiteres Problem: Die Akademiker-Quote in Deutschland steigt seit vielen Jahren stetig. Lag die Zahl der Akademiker 1975 im Schnitt noch bei 7 %, so sind es im Jahr 2021 bereits 21 % und damit deutlich mehr als je zuvor in Deutschland und das führt zu weiteren Problemen: Die Generation Z ist die am besten ausgebildete Generation der Geschichte: Leider ist sie auch die am meisten überqualifizierte auf dem Arbeitsmarkt
Der Beitrag Die Generation Z bezeichnet Hochschulabschlüsse als „nutzlos“, aber aktuelle Zahlen zeigen, dass sie völlig Unrecht haben erschien zuerst auf Mein-MMO.
