Ich habe Conan Exiles 8 Jahre nicht angefasst, jetzt hat es fast 50 Stunden in nur einer Woche gefressen

Conan Exiles hat mit dem Enhanced-Update ein kostenloses Grafik-Upgrade bekommen. Grund genug für MeinMMO-Redakteur und Survival-Enthusiast Benedict Grothaus, mal wieder reinzuschauen. Dass ihn das Spiel aber so sehr fesselt, hätte er nicht gedacht.

Als Conan Exiles 2017 im Early Access erschienen ist, habe ich es fleißig gespielt, bis zum Release im Mai 2018 und kurz darauf – allein, weil ich unbedingt noch den frostigen Norden, die ersten richtigen Dungeons und den Sumpf sehen wollte, die erst später dazu kamen.

Über 350 Stunden investierte ich damals, ehe ich das Spiel wieder zur Seite legte. Erst mit dem Release der großen Erweiterung Isle of Siptah, die mir die Entwickler damals gezeigt haben, war ich nochmal in Conans Welt unterwegs – aber nur kurz und im Admin-Modus, um mir alle Neuerungen anzusehen.

Das waren meine letzten Schritte in Conan Exiles. Ich hatte bis dato alles gesehen und es gab schlicht neue, spannende Konkurrenz: Fallout 76, V Rising, Enshrouded, Valheim … Spiele, die ich mit gutem Grund in die aktuell besten Survival-Games aufnehmen musste.

Jetzt habe ich innerhalb der letzten 7 Tage laut Steam 48,5 Stunden in Conan Exiles investiert und ich hätte nie geglaubt, dass mich das Spiel noch einmal so zurückgewinnen kann.


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Conan Exiles stellt seine Enhanced-Edition mit haufenweise kostenlosen Verbesserungen vor

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Alles glänzt, so schön neu!

Grund für den Neueinstieg war natürlich das große Enhanced-Update für Conan Exiles, mit dem das Survival-Spiel auf die Unreal Engine 5 umgestellt wurde. Kurz zusammengefasst: Conan Exiles ist jetzt hübscher, kompakter und bequemer.

Als Kollege Dariusz Müller, der von dem Update ziemlich begeistert war, mich dann auch auf seinen Server eingeladen hat, wollte ich wirklich mal wieder schauen, was sich so getan hat. Dariusz meinte, Conan Exiles fühlt sich an wie ein neues Spiel und er hat vollkommen Recht.

Normalerweise kümmert mich Grafik in Spielen wenig, aber verdammt, Conan Exiles sieht jetzt richtig gut aus! Das war allerdings nicht der Grund dafür, dass ich plötzlich wieder so viele Stunden in das Spiel investiere. Über die Jahre habe ich einfach wirklich viel verpasst …

Und auf einmal steht die ganze Base voller Tiere

Schon beim Aufwachen in der Wüste musste ich mich als alter Veteran erst einmal neu orientieren. Die Welt ist die gleiche geblieben, aber vieles von dem, was ich kannte, ist jetzt ganz anders:

Skills funktionieren jetzt etwas anders und Perks sind leichter zu bekommen – das Rework hier kam mit der Age of Sorcery.

Die hat übrigens 2022 auch Magie mit ins Spiel gebracht, die ich mir bisher nur angeschaut habe – aber auch bis jetzt nicht aktiv nutze. Das darf mein Zauberer-Kollege machen, ich bleibe bei der Axt!

Was früher die Reise mit einem roten Faden war, ist heute in einzelne Kapitel gestückelt, an denen gleichzeitig gearbeitet werden kann und die sogar Belohnungen für den Abschluss gewähren.

Purges, also die Angriffe von NPCs auf ausgebaute Basen, passieren nun auf Knopfdruck und abhängig vom gesammelten Reichtum, nicht mehr einfach so.

Die Welt an sich: Es gibt mehr Details und neue Inhalte zu entdecken, Gegner an Stellen, die ich nicht im Gedächtnis hatte oder … Tierbabys.

Das ist auch schon der für mich vermutlich wichtigste Punkt: Tiere! Ich wusste, dass Conan Exiles irgendwann Tierbegleiter eingeführt hat und die habe ich mir auch kurz angeschaut. Aber eben nur kurz. Dass ausgerechnet ich aber jetzt unser Tierzüchter im Clan bin, der ständig auf der Suche nach neuen Begleitern ist, hätte ich nicht gedacht. Aber sobald ich ein Tierbaby sehe, muss ich es einpacken und großziehen …

Nebenbei: Auf unserem Server nutzen wir einige Mods, etwa zum automatischen Sortieren in Kisten im ganzen Lager oder für kosmetische Anpassungen, da Enhanced doch etwas die … Körper-Proportionen von NPCs durcheinander geworfen hat.

Einige Dinge sind zu groß, andere seltsam klein. Und ja, ich spreche natürlich vom berühmten Penis-Slider und anderen Optionen in diese Richtung. Ansonsten ist unsere Erfahrung aber größtenteils „Vanilla.“

Céleste hier ist mein erstes, selbstgezähmtes Tier.

Auf ihn hier bin ich besonders stolz.

Meine Hauskatze Freya hat mir unser Zauberer geschenkt.

Unser neustes Rudelmitglied.

Golems waren mir auch neu.

Unsere Stadt von oben.

Auch unsere Stadt von oben.

Der wichtigste Ort des Lagers: die Brauerei!

Ein Stück nordische Heimat in der Wüste.

Mein Sommerdomizil in unserer Stadt.

Mein Haus von innen: das „Wohnzimmer“

Mein Haus von innen: das „Wohnzimmer“ Teil 2

Mein wohnlicher Kamin samt Lager im Haus.

Ein Abort darf natürlich auch nicht fehlen.

Arbeit … überall Arbeit.

Die Dame von Welt hat natürlich einen Kosmetiktisch.

Das Schlafzimmer samt Partnerin.

Conan Exiles ist nicht mehr so rau, aber fühlt sich zugänglicher an

Als ich damals angefangen habe, war Conan Exiles ein Spiel für Leute, die gerne leiden. Alles und jeder wollte mich umbringen, inklusive der Welt selbst. Ein Darfadri-Camp mit 3 Leuten drin? Lieber nicht ohne schwere Rüstung reingehen.

Jetzt … farme ich kurz alle Lager, die ich auf dem Weg finde für Ressourcen mit. Selbst Bosskämpfe und Dungeons bergen zwar noch eine gewisse Gefahr, aber deutlich weniger als früher. Das hat allerdings mehrere Gründe:

An starke Items zu kommen, ist jetzt deutlich leichter. Fast alle Bosse können legendäre Waffen und Rüstungen fallen lassen, auch leichte Bosse wie die Spinne in der Huschenden Höhle.

„Normale“ menschliche Gegner haben oft Gegenstände dabei, die sich schon früh zu hochwertigen Materialien zerlegen lassen, wodurch der Charakter-Fortschritt deutlich schneller voran geht.

Begleiter, insbesondere bestimmte Leibeigene und fast alle Tiere, sind extrem stark und vor allem mächtige Tanks. Wenn man nicht jedem Schlag ausweichen muss, fällt der Boss schneller.

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Natürlich kommt da die Erfahrung dazu. Sowohl ich als auch meine Mitspieler – oder die meisten davon – kennen Conan Exiles schon seit Ewigkeiten. Wir beherrschen die Mechaniken, wissen, wo was zu holen ist und wie wir mit Gefahren umgehen müssen. So fühlt sich das Spiel natürlich einfacher an.

Dazu kommt, dass durch die Reittiere die Welt etwas näher zusammengerückt ist. Die Map wurde nicht kleiner, aber ich brauche nicht mehr einen ganzen Tag, um die Wüste zu durchqueren. Einfach kurz aufs Pferd aufsteigen und losreiten ins nächste Abenteuer.

Habt ihr Conan Exiles Enhanced schon gespielt? Wie findet ihr die neue Version? Und welche Neuerung der letzten 8 Jahre fandet ihr am besten? Schreibt gerne einen Kommentar!

Alles in Allem ist Conan Exiles damit zwar nicht mehr so brutal wie früher, aber trotzdem nicht trivial und vor allem so gut geworden, dass ich gerne spiele, (neu) erkunde, crafte und sogar baue. Also genau das, was ich in einem Survival-Spiel eigentlich haben will. Mich wird Conan Exiles sicherlich noch eine Weile beschäftigen, aber … nicht so lange wie diesen Hardcore-Fan: Spieler zockt ein Survival-Spiel auf Steam 10.000 Stunden, bekommt jetzt guten Grund für die nächsten 10.000 Stunden

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