Der YouTuber Josh Strife Hayes hat ein Experiment gemacht, bei dem er 100 Tage auf Twitch live war. Sein Ergebnis: Twitch ist signifikant anstrengender als YouTube.
Um wen geht es? Josh Strife Hayes ist ein YouTuber, der auch hin und wieder auf Twitch livestreamt. Seinen über 1 Million Abonnenten auf YouTube bereitet er immer wieder lange Video-Essays vor, die schon fast Mini-Dokumentationen sind. Sein Hauptthema sind dabei MMOs und MMORPGs und ein beliebtes Format ist bei ihm Worst MMO ever?.
Zwar liegt sein Fokus auf YouTube, doch auf Twitch ist Josh Strife Hayes ebenfalls aktiv. Hier hat er über 215.000 Follower und laut SullyGnome.com hat er in den letzten 30 Tagen bei seinen Livestreams durchschnittlich 1.449 Zuschauer.
In seinem neuesten Video wagte Josh Strife Hayes ein Experiment: Er streamte 100 Tage auf Twitch live. Die Ergebnisse und was er dabei über den vermeintlichen Traumberuf des Streamers lernte, hielt er in einem YouTube-Video fest.
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Twitch ist anstrengend, YouTube ist einsam
Was findet er über Twitch heraus? Josh Strife Hayes findet durch sein Twitch-Experiment vor allem heraus, wie schwierig Twitch im Gegensatz zu YouTube ist. Schließlich müssen die Zuschauer ständig unterhalten werden, das kann mitunter eine starke Belastung sein.
Ihm selbst wurde seine Überstrapazierung bewusst, als er einen Zuschauer von sich, während er Darkest Dungeon spielte, von oben herab behandelte. Auch fiel es ihm auf, als er irgendwann eine Sonnenbrille während des Streams tragen musste, weil er nicht mehr die hellen Ringlichter ertragen konnte.
Die immer mehr kippende Stimmung nahmen auch die Zuschauer wahr. In den Kommentaren des YouTube-Videos bestätigt sich dies. So schreibt Blisterdude123 beispielsweise: Ehrlich gesagt wirkte Josh am Ende dieses ganzen Streaming-Experiments einfach total ausgelaugt. Bei seinen früheren, eher sporadischen Streams war er noch so ausgelassen und voller Energie, voller Lebensfreude und schlechter Witze. Aber bei den letzten Livestreams schien er einfach total fertig zu sein.
Das gesamte Video von Josh Strife Hayes könnt ihr euch hier auf YouTube anschauen:
Twitch sei für die Streamer automatisch ein enormer Druck, so Josh Strife Hayes. Man müsse in den 8 Stunden des Livestreamings – sofern man in Vollzeit streamt – die ganze Zeit abliefern. Dahinter steckt auch ein finanzieller Druck: Ist man nicht online, verdient man kein Geld und die Zuschauer finden in der Zwischenzeit jemand anderen, den sie schauen möchten.
Gleichzeitig meint der MMORPG-Experte, dass YouTube im Vergleich zwar so mehr Geld bringe – schließlich verdient man passiv durch alte Videos Geld, etwas, das bei Twitch nicht wirklich funktioniert –, dafür aber um einiges einsamer wäre. Man schreibt alleine das Skript, feilt daran, nimmt das Video auf, schneidet es und lädt es hoch. Erst beim Upload kommt es zu einer Zuschauerinteraktion.
Twitch und YouTube scheinen, auch wenn sie häufig simultan ausgeführt werden, zwei grundverschiedene Plattformen zu sein, bei denen man sich je nach Typ für eine der beiden entscheiden sollte. Josh Strife Hayes hat somit herausgefunden, dass sein Traumberuf wohl nicht Twitch-Streamer in Vollzeit ist.
Minecraft scheint für den MMORPG-Experten ebenfalls eine Sache zu sein, die er nicht ausprobieren wird. Und das aus einem ganz bestimmten Grund: MMORPG-Experte fürchtet, dass YouTube ihm den Geldhahn abdreht, wenn er über ein bestimmtes Spiel berichtet
Der Beitrag YouTuber ist bekannt für extrem aufwendige Videos zu MMORPGs, sagt nach 500 Stunden auf Twitch: Streamen ist härter erschien zuerst auf Mein-MMO.
