Auf Fans großer Welten, actionreicher Kämpfe und sozialer MMO-Erfahrungen kommt dieses Jahr ein potenzielles Highlight zu. Honor of Kings: World hat beim Playtest aber nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen offenbart.
Wir haben euch bereits eine Reihe guter Gründe genannt, warum ihr Honor of Kings: World trotz diverser „Red Flags“ im Auge behalten solltet. Zwischendurch deuten wir aber schon im Artikel zu den Stärken des MMO Lite einige Bereiche an, die uns beim ersten Playtest im Mai nicht so gut gefallen haben – und um die soll es hier gehen.
Das Open-World-Spinoff von Honor of Kings zeigt nämlich an vielen Stellen klar seine Herkunft und bringt daher gewisse asiatische Eigenheiten mit, die von einem Teil der westlichen Community erfahrungsgemäß nur bis zu einem gewissen Grad toleriert werden. Dazu gehört leider auch mal wieder das Bezahlmodell, das sich zwar vergleichsweise harmlos gibt, aber dennoch den einen oder anderen Schmerzpunkt besitzt.
Einen offiziellen Release von Honor of Kings: World für den Westen gibt es bislang übrigens nicht. Klar ist nur, dass noch mindestens ein weiterer Playtest folgen soll. Unsere bisherigen Eindrücke stammen aus der Level-Phase. Das Endgame auf der Maximalstufe konnten wir bislang nicht spielen.
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Eine Video-Preview zu Honor of Kings: World findet ihr auf dem YouTube-Kanal von MeinMMO und im Folgenden:
Grund 1: Die „MMO-Lite“-Identitätskrise
Riesige, persistente Open World, in der man andere Charaktere sieht. Soziale Features wie Chat, Handel und die Möglichkeit, sich zu Gruppen zusammenzuschließen. Kooperative und kompetitive Inhalte wie besonders knackige Bosse, Minispiele oder PvP. Aus der Ferne mutet Honor of Kings: World auf den ersten Blick wie ein MMORPG an.
Im besten Fall ist HoK:W jedoch ein MMO Lite, das stark die Singleplayer-Erfahrung in den Fokus rückt. Etwaige Koop-, PvP- oder MMO-Erfahrungen sind vor allem eines: optional. Dabei denkt das neue Spiel von Tencent das vergleichbare System aus Where Winds Meet weiter.
Während der Multiplayer in Where Winds Meet strikt von der Solo-Erfahrung getrennt ist, seht ihr in Honor of Kings: World eine kleine Zahl von Charakteren als Schemen in eurer Welt und könnt mit diesen direkt interagieren: also chatten, handeln oder sie in eine Gruppe einladen.
Das „Massively“-Gefühl von richtigen MMORPGs fehlt jedoch. Genauso wie einige essenzielle Features wie beispielsweise Gilden. Das hier ist eher ein Genshin Impact mit mehr Multiplayer-/MMO-Elementen. Alle, die eine reine Solo- oder MMO-Erfahrung suchen, aber nichts dazwischen, könnten schon sehr früh von Honor of Kings: World abprallen und die Deinstallation betätigen.
Die gleiche Gefahr besteht für alle MMO-Fans, die auf ein typisches Endgame aus Raids, Dungeons und PvP-Saisons hoffen. Unserem Eindruck nach liegt nämlich auch der langfristige Fokus von Honor of Kings: World darauf, die Welt zu erkunden, die Story zu erleben und immer neue Champions und kosmetische Items freizuschalten. Langfristige Ziele für organisierte Gruppen sind bislang indes Mangelware.
Der Beitrag 4 Gründe, warum euch Honor of Kings: World keinen Spaß machen könnte erschien zuerst auf Mein-MMO.
