Die goldenen Zeiten der Gaming-Handhelds sind vorbei, ihr wisst es nur noch nicht

Das Steam Deck wird immer teurer und ist ein Symbol für das Ende eines goldenen Zeitalters: Die Vorzüge von Gaming-Handhelds und ihre Innovationen werden von den hohen Preisen zerfressen. Ein Ausblick auf 2026.

Mit der Einführung des Steam Deck im Jahr 2022 erlebte das Handheld-Gaming einen beispiellosen Boom. Etliche Hersteller brachten wenig später ihre eigenen Modelle auf den Markt: ASUS, MSI, Lenovo und Zotac, um nur ein paar von ihnen zu nennen.

Handhelds erfüllten dabei immer ihre ganz eigene, spezielle Nische: Sie wollten eine erschwingliche Alternative zu PCs und Konsolen sein, um Nutzern die Gelegenheit zu bieten, ihre Lieblingsspiele mit kleinen Abstrichen unterwegs spielen zu können.

Doch die hohen Preise beenden das goldene Zeitalter der Handhelds auf ziemlich drastische Weise.


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Valve stellt die Steam Machine im neuen Trailer vor

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Hohe Preise und RAM-Krise machen den Vorteil der Handhelds zunichte

Vor ein paar Jahren musstet ihr für ein Steam Deck Deck oder einen vergleichbaren Handheld noch 500 oder 600 Euro zahlen. Damit bot man einen vergleichsweise günstigen Einstieg in die Gaming-Welt, ohne dass man sich eine teure Konsole oder einen Gaming-PC leisten musste.

Insbesondere das Steam Deck galt als erschwinglich und als absoluter Preis-Leistungs-Tipp, obwohl Valve damals zugeben musste, dass das Steam Deck knapp kalkuliert gewesen sei.

Doch die stark steigenden Preise haben genau diesen Vorteil zunichtegemacht: Für ein Steam Deck OLED müsst ihr jetzt fast 1.000 Euro zahlen.

Jetzt, wo die Preise völlig außer Kontrolle zu sein scheinen, gelten Gaming-Handhelds als teures Luxus-Objekt, um sich Komfort und Mobilität teuer erkaufen zu können. Für Geschäftsreisende

Potenzielle Käufer wurden viel vorsichtiger bei der Entscheidung, wofür sie ihr Geld ausgeben. Die Geräte sind nun für ihren ursprünglichen Zweck zu teuer. Dafür reicht auch ein allgemeiner Blick auf die aktuellen Modelle und neuen Ankündigungen:

Der Asus Xbox Ally X liegt derzeit noch bei rund 1.000 Euro.

Für den Lenovo Legion Go S zahlt ihr mindestens 1.600 Euro mit der Standard-Ausstattung.

Für den Lenovo Legion Go 2 zahlt ihr fast 2.000 Euro.

Der MSI Claw 8 AI kostet mittlerweile ebenfalls, nach Preisanpassungen, 1.299 Euro.

Der Aya Neo Next sollte bei 2.000 Euro starten, der Hersteller beendete die Vorbestellungen wegen hohen RAM-Preisen.

Selbst der auf der Computex 2026 in Taiwan vorgestellte ROG XBOX Ally X20 dürfte am Ende über der Grenze von 1.000 Euro liegen.

Hinzu kommt: Nicht nur Käufer sind vorsichtiger geworden, sondern auch die Hersteller: Es gibt kaum noch Innovationen, sondern man setzt auf funktionierende Ideen.

Insgesamt zeigt die Situation aber deutlich: Gaming-Handhelds sind keine günstigen, mobilen Alternativen mehr und kosten nicht nur mehr als normale Spielekonsolen (PS5, Xbox und Switch 2), sondern obendrein auch fast mehr als ein Gaming-PC der Mittelklasse.

Und einen Gaming-PC könnt ihr immerhin noch nachträglich aufrüsten, auch wenn ihr dann auf die Mobilität der Handhelds verzichten müsst.

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