Ich habe die perfekte Erweiterung für meine Armee in Warhammer 40.000 buchstäblich auf der Straße gefunden

Wohl jeder kennt den Moment, wenn man spazieren geht und auf einmal eine Kiste mit der Aufschrift „zu verschenken“ am Straßenrand steht. Im Fall von MeinMMO-Autor Nico war dort Kinderspielzeug zu finden, das ihn sofort an Warhammer 40.000 und das Tabletop erinnerte.

Obwohl solche Kisten oft wertlose und unwichtige Sachen – zumindest für mich – beinhalten, fiel mein Blick sofort auf ein blaues Kinderspielzeug. Es war eine Kirche, die perfekt mit meiner Armee der Death Guard aus Warhammer 40.000 auf dem Tisch aussehen würde.

Denn eine Runde Warhammer zu spielen, macht am meisten Spaß, wenn man sich ein richtiges Kampffeld aufbaut. Dafür gibt es zwar von Games Workshop und anderen Anbietern Terrain zu kaufen, das kostet jedoch schnell viel Geld, was ich lieber in neue Einheiten oder Farben und Pinsel investieren möchte.

Also habe ich mich als leidenschaftlicher Mini-Painter 3 Stunden hingesetzt und aus der Kirche ein schickes Terrain für Warhammer 40.000 kreiert. Obwohl mir der Imperator das vermutlich nicht verzeihen wird, eine Kirche der alten Götter zu bemalen – aber was soll er schon machen, wenn er auf seinem goldenen Thron feststeckt.


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Die beste Technik für Gelände und grobe Arbeiten ist richtig einfach

Besonders bei Gelände und Flächen, die viele hervorstehende Einzelheiten haben wie Kettenhemden, ist das Drybrushing die wohl beste Maltechnik. Dabei wird ein trockener Flachpinsel mit Farbe an einem Küchenpapier ordentlich abgeputzt, damit nur noch sehr wenig Farbe an dem Pinsel bleibt.

Nach dem ersten Bemalen der Basis wird der Drybrush-Pinsel nur über die erhöhten Stellen des Gebäudes geführt, um schnelle und gute Highlights zu setzen. So bleibt die Farbe des Drybrushings nur an diesen Stellen, die tiefer gelegenen werden mit dieser Technik ausgelassen.

Nach einigen Highlights per Drybrush sieht es schon wie ein vernünftiges Gebäude aus und hat nur wenig Zeit gekostet. Besonders bei Terrain, welches eher dreckig und heruntergekommen aussehen soll, muss nicht sehr viel Wert auf Ordentlichkeit gelegt werden.

Auch kleinere Effekte wie moosbedeckte Steine am unteren Ende der Kirche oder dreckige Stellen können schnell und einfach die Optik verbessern. Das wird oft Weathering genannt, bei dem Effekte gemalt werden, um witterungsbedingte Details hinzuzufügen. Hier habe ich mit stark verdünnten Contrast Paints in Grün und Braun von Citadel gearbeitet.

Einen Trick für letzte Details schaute ich mir bei YouTube ab

Während ich mich am Drybrushing und Weathering austobte, überlegte ich bereits, wie ich der Kirche noch einen kleinen Eyecatcher verpassen könnte – besonders einen farblichen Kontrast wollte ich schon gerne haben. Da Kirchen oft farbiges Ornamentglas besitzen und ich aber nicht allzu viel Zeit in Kleinigkeiten stecken wollte, nutzte ich einen kleinen Trick, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen.

Bei einigen YouTube-Short-Sessions fiel mir eine Maltechnik auf, bei der die Farbe Gelb mit einer Basis aus Pink und einem gelben Contrast-Paint gemalt wurde. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man eine eher dunklere Grundierung hat – oder sogar Schwarz – und anschließend deckendes Gelb möchte. Das selbe habe ich auch beim runden blauen Fenster gemacht, aber eben mit blauer Contrast-Paint.

Wer schon einmal eine Miniatur angemalt hat, weiß, dass gelbe Farbe auf dunkler Grundierung einfach viele Schichten braucht, um eine satte Farbe zu erzielen. Also malte ich die Fenster mit dem Trick von YouTube und habe nun schöne, farbige Fenster für meine Kirche – was am Ende jedoch eher ein Orange wurde.

Zum Schluss sind noch kleine weiße Striche für Kratzer hinzugekommen und ein abgerissenes Stück Schwamm mit brauner Farbe bringt hervorragende Schmutzflecken. Am Ende verleiht ein kleiner Busch – wie im Titelbild zu sehen – der Kirche den finalen Touch und ist somit fertig für den ersten Einsatz auf dem Tisch.

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Falls ihr solche Gegenstände findet und einige Farben sowie Pinsel besitzt, nehmt sie am besten mit. Mit wenig Zeit könnt ihr euch echt viel Geld sparen und das offizielle Terrain umgehen.

MeinMMO-Redakteurin Caro ist erst vor kurzem schwach geworden und musste sich ihre erste Miniatur von Warhammer 40.000 kaufen. Dabei handelt es sich um den Schwarmboten der Tyraniden, für den sie auch in der Redaktion schwärmt: Eigentlich wollte ich nur Blümchen kaufen, nun besitze ich einen Tyraniden und er könnte nicht süßer sein

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