Zehntausende nutzen täglich eine beliebte App auf Steam, im ärgerlichsten Fall habt ihr euch damit Malware geholt

Jeden Tag nutzen etliche Spieler eine Anwendung auf Steam, um animierte Desktop-Hintergründe zu erstellen und auf ihren PC zu laden. Viele davon enthalten derzeit jedoch bösartige, ausführbare Dateien.

Wie gelangt Malware dadurch auf den PC? Mit der beliebten App „Wallpaper Engine“ erstellen und laden Nutzer dynamische Hintergründe für Windows. Angreifer versuchten über die Anwendung, an Kontodaten von Nutzern zu gelangen, während das Programm im Hintergrund läuft.

Das Problem: Sogenannte „Anwendungs-Hintergrundbilder“ sind im Grunde eigenständige Programme. Sie erlauben es, fremden Code direkt auf dem Computer auszuführen. Genau in diese Art von Wallpapern haben Angreifer Schadsoftware integriert, wie die Sicherheitsseite Securelist berichtet.

Da das Tool für das Teilen von Inhalten auf den Steam Workshop setzt, kann quasi jeder ein Hintergrundbild veröffentlichen, was ein Magnet für böswillige Akteure sei. Das Cybersecurity-Unternehmen Kaspersky identifizierte bereits dutzende infizierte Pakete im Workshop, die teilweise zehntausendfach heruntergeladen wurden.


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Ein User fragt Valve, ob er seine vielen Spiele auf Steam vererben darf – Sie antworten

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Wurde das Problem mittlerweile behoben? Laut Securelist habe Valve die identifizierten bösartigen Wallpaper und Links bereits gelöscht. Eine langfristige Lösung sei das jedoch nicht. Im Steam Workshop können jederzeit neue infizierte Dateien auftauchen, weshalb man sich nicht blind auf Valves Filter verlassen sollte. Die Experten empfehlen, heruntergeladene Wallpaper im Zweifel mit einem Antivirenprogramm zu scannen.

Wallpaper Engine gehört übrigens seit Jahren zu den meistgenutzten Anwendungen auf Steam und ist das einzige „Nicht-Spiel“, das dauerhaft weit oben in den Charts steht. Auch heute sind um die 110.000 Spieler in der Anwendung aktiv (Quelle: SteamDB).

Ein Grund für die Beliebtheit von Wallpaper Engine liegt in China. Dort wird das Programm von vielen als eine Art Cloud-Speicher genutzt, um Dateien zu tauschen, die im Land sonst streng verboten sind – wie etwa „Erwachsenenfilme“.

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Das Risiko von Schadsoftware auf Steam ist keinesfalls neu. Erst im Mai 2026 schafften es Hacker, ein kostenloses, KI-generiertes Horrorspiel mit einem Virus zu infizieren. In dem Fall musste der Steam-Support eingreifen, um die Spieler vor dem Datendiebstahl zu retten, während sie gezockt haben.

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