Patch 12.1 von World of Warcraft bringt große Änderungen am Housing. Aber es ist genau das, was die Community haben will.
Seit dem Release des Housings in World of Warcraft ist inzwischen ein halbes Jahr vergangen. Seither gab es viele Interviews mit Plänen und Absichten der Entwickler, doch so wirklich viel getan hat sich seitdem nicht. Klar, es gab kleine Verbesserungen: Häuser können fliegen, das Deko-Limit für den Außenbereich wurde leicht angehoben und neuerdings sind auch Lichtquellen außen möglich.
Doch von großen, neuen Features fehlte lange jede Spur. Jetzt wissen wir, was in Patch 12.1 Fluch von Ula’tek ansteht – und Housing-Fans dürften ein Fest feiern.
Häuser speichern, importieren und exportieren
Das größte Hemmnis am Housing von World of Warcraft ist aktuell, dass die allermeisten „fertig“ sind. Das Haus ist schön eingerichtet, die Deko-Limit ausgereizt. Doch man knirscht etwas mit den Zähnen, denn aktuell sind die Häuser eben auf 2 pro Account begrenzt. Wer für jeden Charakter ein Haus bauen will, kann das nicht.
Aber das wird sich ändern. Denn in Patch 12.1 habt ihr 50 Speicherplätze. Dort könnt ihr „Blaupausen“ abspeichern. Blaupausen umfassen die Einrichtung des Innenareals, nur des Außenareals oder eines einzelnen Zimmers. So könnt ihr eure Räume „abspeichern“ und bei Bedarf neu laden.
Ihr wollt einfach mal ein neues Wohnzimmer bauen? Kein Problem! Speichert euer bisheriges Wohnzimmer, räumt es dann mit einem Klick komplett leer und fangt von vorne an. Der neue Versuch ist nix geworden? Dann ladet einfach wieder das alte Zimmer.
Wer will, kann sein eigenes Haus auch exportieren und die Blaupause anderen Spielerinnen und Spielern zur Verfügung stellen, damit sie das Haus – oder einzelne Räume – direkt kopieren und übernehmen können. Das muss man allerdings bewusst aktivieren. Ein einfaches „Stehlen“ ist nicht möglich.
Was ist, wenn man gar nicht alle Items hat? Wenn man einen Raum oder ein ganzes Haus importieren will, listet World of Warcraft sämtliche Gegenstände auf, die man dafür benötigt. Wenn einzelne Objekte fehlen, ist das kein Problem – das Design kann noch immer importiert werden, allerdings fehlen dann ein paar Teile.
Haustiere endlich im Haus
Das zweite, etwas kleinere Features betrifft alle Fans, die gerne Haustiere in World of Warcraft sammeln. Denn in Patch 12.1 könnt ihr „Haustierbetten“ kaufen und jedes Bett einem eurer Kampfhaustiere zuordnen. Anschließend habt ihr eure Haustiere ständig in der Wohnung! Ihr könnt aussuchen, ob sie einfach auf ihrem Bett bleiben sollen, oder aber durch die Wohnung streunen. Dabei soll neue Technik es ermöglichen, dass die Pets das Design eures Hauses erkennen und verstehen, sodass sie korrekt durch euer Haus navigieren.
Und ja: Ihr könnt mehrere Pets gleichzeitig im Haus haben. Wer sich endlich den Traum verwirklichen wollte, eine verrückte Katzen-Lady (oder ein verrückter Katzen-Lord) zu sein, kann das mit Patch 12.1 tun.
Was haltet ihr von diesen neuen Features? Genau das, was Housing immer gebraucht hat? Oder muss da noch mehr kommen? Wenn ja: Was?
Mehr Level, mehr Unterfangen
Abgesehen von diesen beiden großen Features, gibt es auch noch eine Reihe von kleinen Neuerungen. So könnt ihr endlich neue Housing-Level erreichen. Drei neue Stufen wird es geben (also bis Housing-Level 12), die mehr Plätze für Räume, Dekorationen und große Außengebäude freischaltet.
Der Eingangsbereich eures Hauses kann nun frei verschoben werden, auf jede Ebene des Hauses. Damit könnt ihr künftig Keller bauen.
Es gibt 4 neue Unterfangen mit neuen Aufgaben und einer Menge frischer Belohnungen:
Amani-Fälschungen (mit dem Troll Griftah)
Zentauren von Ohn’ahra
Kerzenkultur (Kobolde)
Tortollaner
Zu guter Letzt wird das Färbe-System überarbeitet. Künftig braucht ihr nur noch 9 verschiedene Färbe-Items, anstatt der rund 50 wie bisher. Die Anzahl der Farben sinkt aber nicht, sondern wird noch vergrößert.
Cortyn meint: Ohne zu übertreiben bin ich der Ansicht, dass dieser Patch das Housing endlich „vollständig“ macht – so, wie es im besten Fall schon zu Release hätte sein sollen. Die Möglichkeit, ganze Räume und Gebäude zu speichern, ist das eine große Hemmnis, wegen dem viele Housing-Fans sich aktuell zurückhalten. Denn die meisten haben bereits ein oder gar zwei große, schicke Häuser eingerichtet und würden gerne mehr experimentieren – aber das geht nicht, solange man nur die Option hat, das bisherige komplett zu löschen.
Auch wenn es danach sicher noch kleine Verbesserungen geben wird, bin ich der Ansicht, dass Patch 12.1 das Housing endlich auf das Level hebt, das es immer erreichen wolle. Alles, was danach noch kommen kann, ist „Nice to Have“ – aber eben nicht mehr wirklich notwendig, um das Housing auch für Jahre und Jahrzehnte zu einem Spielinhalt zu machen, der einen speziellen Teil der Community langfristig begeistern wird. Denn manche stellten sich bereits die Frage, ob das Housing überhaupt noch jemand spielt.
Der Beitrag WoW: Endlich sagt Blizzard den Housing-Spielern das, was sie hören wollen erschien zuerst auf Mein-MMO.
