Sony hat gerade bewiesen, dass uns nichts mehr gehört, zeigt, dass Gabe Newell schon vor 15 Jahren recht hatte

Sony will 551 Filme und Serien von seinen Kunden löschen. Gabe Newell erklärte bereits vor 15 Jahren, dass das ein Problem mit dem Service sei und es die Leute zur Piraterie führe. Und auch die Generation Z dürfte sich bestätigt fühlen: Denn junge Menschen greifen verstärkt zu physischen Medien.

Was genau hat Sony gemacht? Sony hat angekündigt, dass man zum 1. September 2026 alle Filme und Serien von Studio Canal auf der PlayStation entfernen wolle. Das betrifft alle Personen, die in Großbritannien entsprechende Produkte gekauft haben. Das berichtet unter anderem das Magazin TomsHardware.

Wer einen dieser Filme gekauft hat, verliert ab dem Stichtag den Zugriff, auch wenn man dafür bezahlt hat. Insgesamt betrifft diese Änderung 551 Produkte.

Diese plötzliche Ankündigung hat viele Nutzer kalt erwischt und erneut die Diskussion aufflammen lassen, was digitaler Besitz in einer modernen Welt eigentlich noch bedeutet: Die Gen Z wendet sich schon länger von digitalen Dingen ab und selbst Gabe Newell hatte bereits vor 15 Jahren recht, als er erklärte, dass das Problem von digitalen Produkten nicht die Preise, sondern der Service dahinter sei. Der Service, der jetzt vielen Nutzern zum Verhängnis wird.


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Newell erklärte, dass Piraterie ein Service-Problem ist

Was genau sagte Gabe Newell? Der Valve-Mitgründer äußerte sich am 1. Oktober 2011 während seines Auftritts auf der Tech-NW-Konferenz der Washington Technology Industry Association (WTIA) zu dem Thema mit den folgenden Worten (via gamesradar.com):

Eine Erkenntnis, die wir gewonnen haben, ist, dass Piraterie kein Preisproblem ist. Es ist ein Serviceproblem. Der einfachste Weg, Piraterie zu stoppen, besteht nicht darin, Anti-Piraterie-Technologie einzusetzen. Vielmehr geht es darum, diesen Menschen einen Service zu bieten, der besser ist als das, was sie von den Piraten erhalten.

Sony zeigt nun mit seiner Entscheidung, hunderte Filme zu löschen, mehr oder weniger, dass man sich dessen Service nicht verlassen könne, da man jederzeit gekaufte Filme löschen und entfernen könne. Das wiederum führt jetzt dazu, dass Nutzer auf Reddit dazu aufrufen, Filme wieder physisch zu kaufen oder sich gleich der Piraterie zuzuwenden. Also genau das, was Newell prognostiziert hatte. Leute haben kein Problem mit den Preisen, sondern damit, wie man ihnen Service anbiete.

Junge Menschen sehen das übrigens ähnlich, wenn es um physische Medien geht: Die Generation Z setzen seit einiger Zeit wieder verstärkt auf physische Medien: Bücher, DVDs und Blu-rays. Die Gründe dafür sind vor allem, dass viele junge Leute wieder ihre Filme und Bücher besitzen und nicht von Streaming oder einer Plattform abhängig sein wollen. Auch der Gen Z dürfte die Entscheidung von Sony in die Karten spielen.

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Während Gen Z also wieder Blu-rays und DVDs sammelt und bewusst auf physische Medien setzt, zeigt ein anderer Fall, wie turbulent der Markt zuletzt war. Anderswo wurden noch 2024 alte DVD-Bestände verramscht: In den USA plünderten Menschen stillgelegte Redbox-Automaten und verkauften die Discs weiter

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