Super Mario Bros. Wonder – Nintendo-Interview deckt Geheimnisse der Entwicklung auf

Auch wenn die Entwickler von Super Mario Bros. Wonder im Vorfeld der Veröffentlichung an zahlreichen Interviews teilgenommen haben, sind dabei nicht alle Geheimnisse zur Entstehung des neuen 2D-Platformers ans Licht gekommen. In einer neuen Ausgabe von „Frag die Entwickler“ zieht Nintendo den Vorhang nun ein Stück weiter auf und gibt tiefere Einblicke in die Entwicklung. Am runden Tisch versammelt waren diesmal Takashi Tezuka (Producer), Shiro Mouri (Director), Koichi Hayashida (Game Designer), Masanobu Sato (Art Director) und Koji Kondo (Sound Director) von Nintendos internen Teams.

Tezuka, welcher 2D-Mario-Spiele schon seit Beginn an begleitet, erzählt, er habe bereits während den Arbeiten an Super Mario Maker 2 darüber nachgedacht, wie man den nächsten Serienteil gestalten sollte. Für ihn sei klar gewesen, dass er sich grundlegend von den Möglichkeiten des Level-Baukastens unterscheiden müsste. Zu der Zeit seien einige Journalisten und auch Spieler der Meinung gewesen, dass kein neues 2D-Mario mehr nötig wäre, doch gerade dies habe Tezuka umso mehr angespornt. Mouri habe zudem vorgeschlagen, eine neue Engine als Basis für zukünftige 2D-Mario-Titel zu schaffen.

Manche von euch werden womöglich den Namen Koichi Hayashida wiedererkennen. Der Nintendo-Veteran fungierte in Vergangenheit als Director sowie später als Producer der 3D-Mario-Spiele. Nun schloss er sich EPD Production Group No. 10 an, um seine Expertise aus der Arbeit an Titeln wie Super Mario Sunshine bis hin zu Super Mario Odyssey auf das neue 2D-Abenteuer anzuwenden. Die Freiheit, die Spielern in 3D-Ablegern gewährt wird, sei der Ausgangspunkt der Entwicklung von Super Mario Bros. Wonder gewesen. Daraus seien viele Ideen entstanden, unter anderem das vielseitige Abzeichensystem.

Wir erfahren außerdem, dass Koji Kondo, der Komponist hinter zahlreichen legendären Nintendo-Musikstücken, wieder selbst Hand angelegt und einige der Hintergrundmelodien für Super Mario Bros. Wonder kreiert habe. Im Gespräch verrät er, mit welcher Detailverliebtheit man für diesen Titel an das Sound-Design herangegangen sei. Die Sprünge jeder Figur würden unterschiedlich klingen und bei Verwandlung in einen Elefanten verändere sich die Musik, um die Stärke des Tieres zu verdeutlichen. Wird ein Wundereffekt ausgelöst, ziehe das Tempo an und die Töne seien wie aus einer anderen Welt.

Eine witzige Überlegung aus der Entwicklungsphase hat ebenfalls mit dem Sound-Design zu tun: Sechs Monate lang experimentierte man ernsthaft damit, das Gameplay von einem Live-Kommentar begleiten zu lassen. So hätten Stimmen Bezug auf die Aktionen des Spielers genommen. Das sei manchen Teammitgliedern jedoch nicht stimmig vorgekommen. Neben einer generischen, Nachrichtensprecher-ähnlichen Stimme, habe es auch eine „Tsundere“-Option gegeben, also eine Stimme mit schroffer, aber manchmal doch liebenswerter Persönlichkeit. Dies führte irgendwann zu den heutigen Plauderblumen.

Wenn ihr euch für noch mehr Hintergrundwissen interessiert, könnt ihr euch das vollständige Interview in deutscher Sprache auf der offiziellen Nintendo-Webseite durchlesen. Wir wünschen viel Vergnügen!

Welche Offenbarung aus dem Interview hat euch am meisten überrascht?

Quellenangabe:

Nintendo

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