20-Jähriger will dreist Twitch austricksen, kassiert prompt einen Bann

Der 20-jährige Luxemburger „LetsHugo“ hat sich zu einem der bekanntesten Streamer im deutschen Twitch entwickelt. Damit steht er jedoch nicht über dem Gesetz – oder in diesem Fall über den Regeln der Streaming-Plattform. Der Streamer kassierte seinen ersten Bann und verrät jetzt die Gründe.

Was war das für ein Bann? In der Nacht zum 22. Oktober wurde über den automatisierten Account “StreamerBans” auf X, ehemals Twitter, verkündet, dass LetsHugo von Twitch gebannt wurde. Dabei handelte es sich um den ersten Bann des 20-Jährigen. Zum Glück hatte er seine 4-jährige Streaming-Streak zu diesem Zeitpunkt bereits aufgegeben.

Sofort wurde über mögliche Gründe für die Sperre spekuliert: Hatte LetsHugo etwa beim Minecraft-Turnier von Magenta geschummelt? Das behauptete zumindest ein offenbar scherzhaft gemeinter Post des Twitch-Streamers Rumathra auf X, dem einige Nutzer zu glauben schienen.

Dazu kamen die kryptischen Aussagen des Streamers Stegi: Der Bann sei schon gerechtfertigt, es sei aber auch nichts Schlimmes und LetsHugo würde bald zurückkehren, um die Sache aufzuklären (via X). Tatsächlich wurde der 20-Jährige nach etwas über einem Tag entsperrt.

In einem Stream vom 23. Oktober verrät LetsHugo die Gründe für den, wie er sagt, „dümmsten Bann in der Geschichte von Twitch“.

Mehr zu LetsHugo erfahrt ihr bei uns im Video:

Streamer glaubt, ein Zuschauer habe ihn verpetzt

Was hat LetsHugo angestellt? In einem aktuellen Stream nutzte LetsHugo die Website OmeTV, die Nutzern erlaubt, mit zufällig ausgewählten Fremden per Video zu chatten. Solche Dienste sind auf Twitch gemäß der Nutzungsbedingungen allerdings nicht erlaubt, da die Streamenden keine Kontrolle über die Inhalte haben, die ihre Chat-Partner zeigen könnten.

In der Vergangenheit hatten bereits mehrere Streamer einen Bann erhalten, weil sie Omegle im Stream genutzt hatten. LetsHugo war das durchaus bewusst, denn wie er nach seiner Rückkehr berichtete, habe er Vorkehrungen getroffen, um nicht erwischt zu werden.

LetsHugo nutzt verbotenes Programm – Will es vertuschen, wird genau dafür gebannt

So wollte der Streamer Twitch austricksen: LetsHugo erklärt, er habe bewusst nur den Ausschnitt seines Bildschirms im Screen geteilt, auf dem er und seine Chat-Partner zu sehen waren. Somit sollte man nicht erkennen, dass das Ganze auf OmeTV stattfindet.

Zudem habe er wiederholt betont, dass es sich um einen Video-Anruf über Discord handle.

Der Streamer vermutet jedoch, dass ihn ein Zuschauer verpfiffen und bei Twitch gemeldet hat. Die Zuständigen hätten den Stream dann überprüft und erkannt, was er da trieb.

LetsHugo verrät außerdem, dass er eigentlich mit einer Verwarnung davon gekommen wäre. Aufgrund seines Täuschungsversuchs habe er dann allerdings den Bann kassiert. Die ganze Erklärung, inklusive der eigens angefertigten Illustrationen des Streamers, könnt ihr euch hier anschauen:

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Ist der Streamer einsichtig? Zumindest kündigte er an, seine Aktion nicht wiederholen zu wollen. LetsHugo hält sich aber die Möglichkeit offen, derartige Streams künftig auf YouTube abzuhalten, denn dort seien die Regelungen nicht so streng.

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Es ist nicht überraschend, dass LetsHugo nach seinem Bann offenbar erstmal brav sein will, schließlich sind Vollzeit-Streamer durch so eine Sperre von ihrer wichtigen Einnahme-Quelle ausgeschlossen. Einige Content Creator beklagen daher schon länger, dass Banns zu plötzlich kommen und intransparent kommuniziert werden würden:

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