Ex-Blizzard-Mitarbeiter sagt auf Twitch, StarCraft 2 machte weniger Umsatz als ein glitzerndes Pony in WoW

StarCraft 2: Wings of Liberty gilt als eines der besten Echtzeit-Strategiespiele. Dennoch soll das Spiel insgesamt weniger eingenommen haben, als eine einzige Mikrotransaktion in World of Warcraft, so ein Ex-Mitarbeiter von Blizzard.

Wer sagt das? Jason T. Hall ist ein ehemaliger Blizzard-Mitarbeiter, der mittlerweile als Indie-Entwickler aktiv ist und auf Twitch streamt. Dort teilt er Erkenntnisse aus seiner Zeit bei Blizzard und in der Spiele-Industrie allgemein.

In einem aktuellen Stream verriet Hall, warum Mikrotransaktionen nicht einfach so aus dem Gaming verschwinden werden.

Hall sagt, Trottel würden die Mikrotransaktionen immer kaufen

Was ist das für eine Story? Während seiner Zeit bei Blizzard arbeitete Jason Hall unter anderem an StarCraft 2: Wings of Liberty. Die Arbeit an dem Echtzeit-Strategiespiel beschreibt er als „ganz fürchterliche Zeit“.

Man hätte 2 Jahre lang nahezu täglich Überstunden gemacht

Mal hätten Mitarbeiter 6 Tage die Woche gearbeitet, mal 10 Stunden am Tag

Manche Mitarbeiter hätten das Unternehmen verlassen

Sogar Ehen seien an den vielen Überstunden zerbrochen

Immerhin sei das Spiel, das auch 13 Jahre nach Release als eines der besten seiner Art gilt, ordentlich gelaufen. Wer nun allerdings denkt, dass StarCraft 2 Unmengen an Geld eingebracht hätte, für den hat Hall eine üble Überraschung: Eine einzige Mikrotransaktion in World of Warcraft soll mehr Umsatz gemacht haben.

Den Clip haben wir euch hier eingebunden:

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Übersetzung:

Das ist das Traurigste an der ganzen Sache, Dude. Ich habe 2 Jahre lang durchgehen Überstunden für StarCraft 2: Wings of Liberty gemacht. […] Es gibt ein Mount in World of Warcraft, das erste Mount, das „Glitzer-Pony“, wie wir es genannt haben. Es kostete damals 15 $, glaube ich. Dieses Mount brachte mehr Geld ein als StarCraft 2. Nach allen Ausgaben brachte es mehr Geld ein.

Hall nutzt diesen Vergleich, um den Zuschauern verständlich zu machen, dass Mikrotransaktionen nicht verschwinden werden: Sie würden einfach zu viel Geld für zu wenig Aufwand einbringen. Sobald man erstmal ein Framework hätte, um Mikrotransaktionen zu liefern, würde man quasi Geld drucke.

“Ihr fragt euch, warum diese Firmen Mikrotransaktionen anbieten? Weil die Trottel sie weiterhin alle kaufen“, so Hall.

Um welches Mount geht es? Es scheint sich um das Himmelsross („Celestial Steed“) zu handeln, das am 15. April 2010 eingeführt wurde. Es war damals das erste Mount, das direkt von Blizzard erworben werden konnte und sorgte für reichlich Diskussionen in der Community – zu sehen auch in den Kommentaren bei unseren GameStar-Kollegen.

Das Himmelsross kostete bei seiner Einführung zwar 25 $ (20 €) und nicht 15 $, Hall gibt jedoch zu, sich bei dem Preis nicht ganz sicher zu sein.

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Wie viel hat das „Glitzer-Pony“ eingebracht? Die genauen Einnahmen sind weder für das Spiel noch für das Mount bekannt. Allerdings sei gesagt, dass sich Wings of Liberty in den ersten zwei Tagen bereits mehr als 1,5 Millionen Mal verkaufte. 2012, zwei Jahre nach Launch, knackte es die 6-Millionen-Marke. Allerdings wird das Spiel eben auch sehr viel teurer gewesen sein, als das Himmelsross.

Seit 2017 ist WoL kostenlos spielbar, 2020 stellte Blizzard die Entwicklung neuer Inhalte ein. Somit bleibt Fans noch die Hoffnung, dass es irgendwann ein StarCraft 3 geben könnte:

Blizzard: Insider sagt, dass StarCraft 3 in Entwicklung ist

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