MMORPG-Spieler quält sich 3 Jahre lang mit absurd schwerem Ziel, erreicht es, sagt allen, wie bescheuert das war

Ein Spieler des MMORPG Oldschool RuneScape hat sich selbst eine extrem mühselige Aufgabe gestellt, die durch ein Handicap noch schwerer wurde: Drei Jahre saß er an der Sisyphus-Aufgabe und jetzt klagt er sein Leid.

Was hatte sich der Spiele vorgenommen?

Der Spieler wollte im Modus „Ultimate Ironman“ von OldSchool RuneScape ein „untrimmed Herblore-Cape“ erhalten.

Übersetzt heißt das: Er musste den Skill „Herblore“ (also Kräuterkunde) auf das Maximum von 99 leveln, ohne vorher einen anderen Skill aufs Maximal-Level zu spielen.

Und das tat er unter extrem verschärften Bedingungen: Den bei „Ultimate Ironman“ hat man in Oldschool RuneScape gar nichts: Man kann nicht handeln, nicht mal Items auf die Bank bringen, sondern ist auf 28 Inventar-Plätze beschränkt.

Old School RuneScape zeigt den “Group Ironman”-Modus im Trailer


Autoplay

Wie 2 Tonnen Sand mit den Wimpern zu schaufeln

Warum ist das so schwer? Der Skill „Herblore“ gilt grade im Ultimate Ironman als schwerster Skill, den man leveln kann, durch den wenigen Inventar-Platz – zudem wollte der Spieler diesen Skill als Erstes und Einziges auf 99, dadurch wurde es noch schwerer, weil er sich in den Methoden einschränken musste, die er anwenden konnte, um Herblore zu leveln. Denn eigentlich würde man Tränke mischen, um den Skill effizient zu leveln.

Die Seite “Gamesradar” vergleicht den Grind damit, wie es sei, zwei Tonnen-Sand nur mit den Wimpern zu schaufeln.

Der Spieler hat im Detail aufgeführt (via reddit), was er tun musste, um sein Ziel zu erreichen: Ein wesentlicher Bestandteil war es 150.000 bis 300.000 Chaos-Druiden zu töten. Über die genaue Zahl sei er sich nicht so sicher, sein Tracker sei irgendwann kaputtgegangen.

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Wie lange hat es am Ende gedauert? Am Ende des Grinds hat er 3 Jahre dafür benötigt.

Hat er es bereut? Er sagt: Er bereue den Grind nicht. Der sei „echt interessant“ gewesen. Denn es sei kein Grind, bei dem man nur in einem Raum sitze und 500.000-mal denselben Knopf drücke.

Es sei eine „komplizierte Serie von ineinander verwobenen Systemen“. Er habe viel über OldSchool RuneScape gelernt.

An einige Punkten dachte er zwar, er gebe auf und schaffe es nie, aber dann habe er sich mit einem anderen Grind abgelenkt und sei danach wieder frisch ans Werk gegangen.

„Auf eine schräge Art hat es Spaß gemacht. Würde ich es anderen empfehlen? „Nein, außer du bist ein wenig ein Masochist.“

Er sagt, immer wieder habe er überlegt, es gut zu lassen, aber dann wäre ja die ganze Zeit, die er in die Aufgabe versenkt hätte, umsonst gewesen. Und das ginge ja auch nicht.

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Wie wird das diskutiert? Der Top-Kommentar ist: „Allein schon, Ultimate Ironman zu spielen, ist eine Folterkammer. Du bist irre.“

Der Kommentar hat über 700 Upvotes.

OldSchool RuneScape taucht immer wieder in Geschichten auf, bei denen Spieler wirklich wahnsinnig viel Zeit in bestimmte Aufgaben investieren:

Spieler steckt 19.100 Stunden und 8 Jahre in MMORPG – Muss sich rechtfertigen, dass er kein „Loser” sei

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