WoW: Spieler will beweisen, dass es keinen Kundendienst gibt, stellt eine fiese Falle

Ob Blizzard bei einem Bann in World of Warcraft helfen kann? Nein, denn der Bann war gerecht. Selbst dann, wenn man gar nicht gebannt wurde.

Vor Jahren war Blizzard und gerade World of Warcraft für seinen exzellenten Kunden-Support bekannt. Noch heute berichten Veteranen davon, wie sie Game Master in der offenen Spielwelt angetroffen haben, die sich um ihre Probleme gekümmert haben.

Doch im Laufe der Jahre hat sich das geändert. Immer mehr Mitarbeiter wurden entlassen, Game Master treten nur noch selten sichtbar in Erscheinung und die Wartezeiten bei der Bearbeitung von Tickets ist entweder lang oder die Antworten allem Anschein nach automatisiert.

Ein Spieler wollte beweisen, dass manche Probleme überhaupt nicht beachtet werden – er stellte eine Falle, in die der Kundendienst – oder die automatisierte Variante davon – sofort tappte.

Was hat der Spieler getan? Weil sich in den letzten Monaten immer mehr Gerüchte und Hinweise häuften, dass Anfragen wegen ungerechtfertigten Accountstrafen nur Beachtung finden, wenn man auf Twitter/X oder auf Reddit für viel öffentliche Aufmerksamkeit sorgt, wollte der Nutzer h3lnwein herausfinden, wie es wirklich um den Kundendienst steht:

Inspiriert durch einen anderen Beitrag hier wollte ich herausfinden, ob der Kundendienst sich die Bann-Anfechtungen überhaupt anschaut. Also habe ich eine Anfrage geschrieben. Mein Account war niemals gebannt und ich habe das Ticket geschrieben, während ich mit meinem Charakter eingeloggt war.

Das Ergebnis hat er in Form von Screenshots angehangen.

Was hat er geschrieben? In seinem Ticket an Blizzard schrieb er:

Hallo, mein Account wurde permanent gesperrt, weil ich mit meinem Magier den „Chat missbraucht“ habe. Da steht, dass mein Account permanent gesperrt wurde. Ich habe nichts getan, was ist da los? Es gab nicht einmal irgendwelche Meldungen! Bitte antwortet so schnell wie möglich.

Die Antwort darauf war ziemlich ernüchternd. Denn er wurde wieder darauf hingewiesen, dass die „Aktion im Einklang mit den Nutzungsbestimmungen vorgenommen wurde, denen man vor dem Spielen zustimmt.“

Daraufhin fragt h3lnwein noch einmal nach:

Ja, aber ich habe doch gar nichts getan, wirklich gar nichts! Kann sich das bitte nochmal jemand anschauen? Hat jemand tatsächlich die Meldung gesehen die ich bekam und Beweise überprüft?

Doch auch darauf bekam er nur die gleiche Antwort und das Ticket wurde damit als „erledigt“ markiert.

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Der Haken an der Sache: h3lnwein ist die ganze Zeit gar nicht gebannt. Damit wollte er belegen, dass solche Anfragen inzwischen nur noch automatisiert behandelt werden und eine menschliche Überprüfung nicht stattfindet.

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So reagiert die Community: Im Subreddit von WoW amüsiert man sich köstlich über den gelungenen Trick, um herauszufinden, ob auf Tickets dieser Art überhaupt noch richtig reagiert wird. Allerdings weisen auch einige darauf hin, dass die „Ausnutzung des Supports“ auch strafbar sein kann.

„Vorsichtig, ich glaube das Anfechten von Sperrungen auszunutzen, kann auch zu einem Bann führen“ – Dunderman35

„Verdammt … das ist tatsächlich so traurig für Leute, die zu unrecht gebannt wurden.
Für eines der wenigen Spiele auf der Welt, für das Menschen bereit sind, tatsächlich Abo-Gebühren zu bezahlen, kann ich kaum ausdrücken wie frustriert und wütend ich wäre, wenn mir das passieren würde“
– rodeBaksteen

„Der Blizzard-Kundendienst wurde von etwas, das so gut war, dass es deinen Tag als Ganzes wirklich verschönern konnte zu absolutem Müll. Blizzard hat wirklich einfach aufgehört, sich um die Kundenzufriedenheit in irgendeiner Weise abseits als Ressource für Monetarisierung zu kümmern.“ – Mahazzel

Auf Blizzard und den Kundendienst wirft das alles natürlich kein gutes Licht. Aber dass es da weiter bergab geht, dürfte nach den jüngsten Entlassungen logisch sein.

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