Die Twitch-Streamerin Kyedae Shymko geriet in einen Streit zweier anderer Content Creator. Dafür bekam sie nun richtig Ärger.
Was war das für ein Konflikt? Die ursprüngliche Auseinandersetzung fand im April 2024 zwischen den Twitch-Streamern LightEdits und Joona während einer Runde Valorant statt. Wir haben über den Vorfall damals auf MeinMMO berichtet.
Der Streamerin wurde von ihren Mitspielern vorgeworfen, mies drauf zu sein, nachdem sie einen Hinweis an eine andere Mitspielerin mit „Das weiß sie“ kommentiert hatte. Sie meinte: Das würde ihr nur vorgeworfen, weil sie eine Frau sei, nannte die anderen „verdammte Loser“ und meldete sie anschließend bei Riot. Ein Mitschnitt wurde von LightEdits auf YouTube gepostet.
Andere werfen dem Content Creator LightEdit vor, Joona so lange provoziert zu haben, bis sie patzig reagierte, und die Szene dann aus dem Kontext geschnitten zu haben.
Mehr als ein halbes Jahr später ist es jedoch eine andere Twitch-Streamerin, Kyedae Shymko, die wegen der ganzen Sache Ärger am Hals hat. Denn sie hat eine Art goldene Regel gebrochen.
Fehlverhalten online kann durchaus Konsequenzen für das „echte“ Leben haben:
Autoplay
Streamerin wendet sich an die Uni des Streit-Gegners
Was hat die Streamerin angestellt? Der Streit setzt sich auf X, ehemals Twitter, fort, wo sich auch Kyedae einmischte, eine mit Joona befreundete Streamerin. Sie soll Mitschnitte, die das Verhalten von LightEdits zeigen, an dessen Universität geschickt haben.
Der Vorwurf ist offenbar: Sie habe dafür sorgen wollen, dass er wegen Fehlverhalten von der Uni fliegt. Der Streamer holte das Thema um Weihnachten 2024 nochmal hervor und lieferte Screenshots, welche die Nachricht von Kyedae an die Uni zeigen sollen (via X).
In Videos mit hunderttausenden von Aufrufen auf YouTube wurde sie als „massive Bitch“ bezeichnet. Nutzer bezeichnen ihr Verhalten als „abstoßend“ und „diabolisch“.
Streamerin wird dafür kritisiert, Streamer bei seiner Uni verpetzt zu haben
Was war das Verhängnisvolle? Der Tenor in den Kommentaren unter diversen Beiträgen über die Situation lautet: Kyedae sei zu weit gegangen, weil sie eine Online-Auseinandersetzung ins echte Leben geholt habe, indem sie die Universität kontaktierte. Es heißt: Sie habe sein Leben zerstören wollen.
Für viele scheint das ein absolutes Tabu zu sein. Online- und Offline-Leben finden demnach streng getrennt voneinander statt. Das zeigte sich etwa auch im Fall der Influencerin SSSniperwolf, die nach einer Online-Auseinandersetzung vor dem Haus ihres Kontrahenten auftauchte.
Twitch-Streamer schaffen es, ihren Konflikt privat zu klären
So ging das Ganze aus: Nachdem Kyedae zunächst offenbar versuchte, die Situation hinter sich zu lassen und Kommentare dazu entfernte, veröffentlichte sie am 30. Dezember 2024 schließlich ein Statement auf Instagram. Darin stellte sie klar, dass sie nicht die Universität von LightEdits direkt kontaktiert habe, sondern den X-Account des Uni-Esport-Teams.
Die Behauptung, sie habe ihn von der Schule werfen lassen oder sein Leben zerstören wollen, sei falsch. Sie habe niemandem schaden wollen, so die Streamerin. Sie fordert zudem auf, nicht auf den “Hate-Train” aufzuspringen und Falschinformationen zu verbreiten.
Kyedae erklärte, dass sie seit Weihnachten durchgehend wegen dieser alten Sache belästigt werde.
LightEdits teilte das Statement auf seinem X-Account und erklärte, er habe sich privat mit Kyedae unterhalten und eine Einigung erreicht. Er glaube ihr, dass sie keine schlechten Absichten gehabt hätte. Damit scheint für beide Seiten nun zumindest alles erledigt zu sein.
Dass es in Spielen wie Valorant oft rau zugeht, ist allgemein bekannt. Für viele gehört ein gewisses Maß an Fehlverhalten im Spiel offenbar dazu und sollte keine Konsequenzen im „echten“ Leben außerhalb des Internets haben. Andere fordern strengere Strafen für toxische Spieler: „Die sollten das Spiel nie wieder spielen dürfen“ – Twitch-Streamerin hat verzweifelte Bitte an Riot
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