Der vergangene Freitag stand ganz im Zeichen der rund einstündigen Nintendo Direct-Präsentation, in welcher Nintendo und zahlreiche Entwickler aus allen Ecken der Welt ihre kommenden Videospiele für die Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 vorgestellt haben.
Neben einem genauen Erscheinungsdatum von Metroid Prime 4: Beyond gab es auch Neuigkeiten zum Der Super Mario Galaxy Film, Portierungen von Super Mario Galaxy und Super Mario Galaxy 2 auf der Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 sowie die Ankündigung von Virtual Boy für Nintendo Switch Online + Erweiterungspaket – inklusive physischer Hardware. Selbstverständlich haben wir euch nach der Nintendo Direct eine Übersicht mit allen Ankündigungen zur Verfügung gestellt.
Doch wie fand unsere Redaktion eigentlich die Nintendo Direct mit etwas Abstand? Lassen uns die vielen Ankündigungen positiv auf die nächste Zeit blicken oder war die Präsentation im Großen und Ganzen sogar ein Totalausfall? In den folgenden Zeilen findet ihr die Meinungen der ntower-Redaktion zu der Nintendo Direct vom 12. September 2025:
Das waren unsere Highlights und Lowlights der Nintendo Direct
Schon bei meinen Wünschen für die Direct wusste ich, dass ich wie immer nach den Sternen gegriffen habe. Denn nichts von dem, was ich mir gewünscht hatte, wurde angekündigt, was aber auch okay ist. Die Nintendo Switch 2 ist noch sehr jung und die kommenden Jahre werden mir schon noch ein neues Animal Crossing bescheren. Nichtsdestoweniger hab ich mich sehr über ein neues Yoshi-Spiel gefreut. Wie immer sieht es sehr liebevoll gestaltet aus und ich freue mich, mehr darüber zu erfahren.
Darüber hinaus hat mir das neue Dragon Quest sehr gut gefallen. Ich habe nie viele Berührungspunkte mit der Reihe gehabt, aber vielleicht ist es endlich an der Zeit, sich auch dem Brocken mal ausgiebig zu widmen. Worauf ich mich außerdem sehr freue, ist der neue Mario-Film! Im Übrigen war die Nintendo Direct für mich sehr ernüchternd, da viele Spiele mich persönlich einfach nicht ansprechen. Was das neue Pokémon-Spiel sowie der jetzt schon angekündigte DLC zum kommenden Pokémon-Legenden: Z-A angeht, bin ich ebenfalls noch sehr unschlüssig.
Direkt nach Abschluss der Präsentation war ich maßlos enttäuscht. Entscheidungen und Ankündigungen seitens Nintendo, die mir die Stirn in Falten legen. Und dazu kommen die namhaften Dritthersteller bis auf wenige Ausnahmen nicht aus dem Quark.
Jetzt, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe und auch in Ruhe die einzelnen Ankündigungen durchgegangen bin, fällt mein Urteil milder aus. Nichtsdestoweniger war die Direct zu wenig. Es fehlt Nachschub an Hochkarätern.
Aus dem 40. Geburtstag von Mario hat man meiner Meinung nach zu wenig gemacht. Ohne die Preispolitik zu thematisieren – Mario Galaxy 2 war überfällig, und mit dem Erstling hat nun jeder die Chance, die drei Spiele aus der 3d-Collection anderweitig auf der Switch nachzuholen. Auf den Film freue ich mich natürlich, aber davon hat meine Switch 2 ehrlicherweise nichts. Das Update zu Wonder ist für Solospieler kaum interessant, ein neues Mario Tennis hat zwar sicher seine Fans, ist aber kein Kassenschlager. Yoshi macht optisch durchaus was her, aber wird wie die vorherigen Abenteuer eher ein Spiel für nebenher, ohne große Herausforderungen.
Auch der Virtual Boy hat sicher seine Fanbase. Da das Original aber schon völlig an mir vorbei ging, werd ich auch hier nur Zuseher bleiben. Der DLC für Donkey Kong Bananza hat mich hingegen überrascht. Eher hätte ich mit einer DK-bezogenen Erweiterung für Mario Kart World gerechnet. Da bei mir im Postgame von Bananza jedoch so langsam die Luft raus war, werde ich mit dem DLC noch ein wenig warten.
So bleiben für mich am Ende nur ein paar Mini-Highlights, wie das fällige Releasedatum von Metroid Prime 4: Beyond und die Ankündigung der drei Resident Evil-Spiele. Sicher haben wir für die nächsten Monate genug neue Spiele, die gespielt werden wollen, trotzdem wäre – mal wieder – deutlich mehr drin gewesen.
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© Nintendo / Illumination Entertainment
Nintendo teilte erste Szenen zum Der Super Mario Galaxy Film
Kurz nach der letzten Szene der Nintendo Direct war ich insgesamt doch weitestgehend von der einstündigen Präsentation enttäuscht, doch mit ein bisschen Abstand muss ich meinen Ersteindruck zumindest etwas revidieren. Natürlich hätte ich mir allem voran deutlich mehr aktuelleren Support von Third-Party-Entwicklern gewünscht: Spiele wie Clair Obscur: Expedition 33, Blue Prince oder Eriksholm: The Stolen Dream hätten der Präsentation, aus ganz persönlicher Sicht, gut zu Gesicht gestanden.
Zudem hätte ich mir deutlich mehr zum 40. Jubiläum von Mario gewünscht als lediglich ziemlich teure Portierungen von Super Mario Galaxy 1 & 2 oder Zusatzinhalte für Super Mario Bros. Wonder – wenigstens einen ersten kleinen Teaser für das nächste große Mario-Spiel wäre doch drin gewesen, oder? Dafür war die Ankündigung des Virtual Boy für Nintendo Switch Online + Erweiterungspaket inkl. physischer Hardware eine positive Überraschung.
Highlights der Nintendo Direct waren für mich das genaue Erscheinungsdatum von Hades II und Metroid Prime 4: Beyond sowie die Ankündigungen von Dragon Quest VII Reimagined und Pokémon Pokopia. Ich glaube Letzteres könnte mich potenziell viele Stunden vor den Bildschirm fesseln und da mit Koei Tecmo auch ein Entwickler mit Erfahrung in diesem Genre dabei ist, bin ich da sehr guter Dinge. Das spielerisch sehr ähnliche Dragon Quest Builders kam vom selben Entwickler und beide Teile haben mich für viele Spielstunden unterhalten. Warum also nicht auch bei Pokémon Pokopia?
Insgesamt glaube ich, dass eine 25-minütige Nintendo Direct und eine eigenständige, zwanzigminütige Präsentation zum 40. Jubiläum von Mario deutlich besser gewesen wäre und die Erwartungen, zumindest bei mir, ein Stück weit nach unten geschraubt hätte. Dennoch wünsche ich mir deutlich mehr Third-Party-Support für das nächste Jahr – genügend interessante Titel gibt es allemal.
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Als erste vollwertige Nintendo Direct-Präsentation der Nintendo Switch 2-Generation hatte diese Vorstellung gewiss keine leichte Aufgabe. Vorab habe ich viel darüber nachgedacht, wie Nintendo diesen Moment bewerkstelligen würde. Kündigt man eine Reihe großer Knaller an, auf die wir dann jahrelang warten müssen? Oder gibt man uns nur einen kleinen Vorgeschmack auf die nächsten Monate ins neue Jahr hinein? Schlussendlich wurde diese Präsentation doch ganz anders als ich erwartet habe und vor allem auch ein gutes Stück seltsamer, in jedem Fall aber erinnerungswürdig.
Mit den rund 20 Minuten an Mario-Ankündigungen zu Beginn hat man mich praktisch schon zufriedenstellen können. Dass sich der zweite Mario-Film um Super Mario Galaxy drehen soll, freut mich wahnsinnig, immerhin bin ich mit den Galaxy-Spielen aufgewachsen und vergöttere sie bis heute. Ich würde mich zwar auch über das Comeback der Spiele auf der Nintendo Switch freuen wollen, doch da macht vor allem die Preisgestaltung einen Strich durch die Rechnung. Die neuen amiibo zu den Spielen sind aber richtig schick und wandern vermutlich in mein Regal.
Ich zähle wohl zu den wenigen, die Mario Tennis Aces richtig klasse fanden und entsprechend sehr gespannt waren, was der nächste Teil bieten würde. Mario Tennis Fever sieht dahingehend super vielversprechend aus. Fever-Schläger, zahlreiche Modi inklusive einem Abenteuermodus und das größte Roster in der Serie bisher machen Lust auf mehr. Und lange müssen wir auch nicht mehr warten. Die neuen Inhalte für Super Mario Bros. Wonder und das frisch enthüllte Yoshi and the Mysterious Book haben auch mein Interesse geweckt, aber hier warte ich erst noch mehr Infos ab.
Doch auch abseits von Mario hatte die Präsentation viel zu bieten. Die Ankündigungen entsprechen sicher nicht dem Geschmack von jedem, aber für mich war viel Interessantes dabei. Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung wird von Trailer zu Trailer spannender, die neuen Szenen zu Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden sahen soweit gut aus und ich freue mich auch, mehr zu Kirby Air Riders zu erfahren, bei dem ich mir noch unsicher bin, ob es wirklich was für mich wird. Für die Metroid-Fans freue ich mich, dass es endlich ein Release-Datum zu Metroid Prime 4: Beyond gab.
Mein Highlight der Show kam allerdings ganz zum Schluss: Fire Emblem: Fortune’s Weave. An den Namen werde ich mich zwar noch gewöhnen müssen, doch die Vorfreude ist bereits jetzt riesengroß. Und das ist allein schon der Tatsache zu verdanken, dass die neue Handlung anscheinend in der gleichen Welt spielt wie Fire Emblem: Three Houses. Jetzt muss man nur noch hoffen, dass auch die gleichen Writer dahinterstecken und uns wieder eine grandiose Geschichte erzählen. Die Charakterdesigns und die vermittelte Atmosphäre machen zumindest schon einmal einen guten Eindruck.
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© Supergiant Games
Melinöe sagt schon in wenigen Wochen auf der Nintendo Switch (2) Chronos den Kampf an
Ich habe nicht viel erwartet und doch wurde ich enttäuscht. Mir fehlt ein neuer Blockbuster, ein richtiger Systemseller, welcher die Konsole am Leben hält, aber ich vermisse genau diesen einen Titel.
Eine positive Überraschung für mich war Virtual Boy – Nintendo Classics, das ist nämlich das, was ich am wenigsten erwartet hätte und freue mich, dass Nintendo diese Geschichte nicht außer Acht lässt – auch wenn die 80 Euro für etwas Plastik schon im Geldbeutel wehtun. Super Mario Galaxy 2 endlich wieder zu spielen ist zwar toll, aber dieses eine Spiel kostet so viel wie die fünf Jahre alte Super Mario 3D All-Stars-Kollektion mit drei Spielen.
Ansonsten freue ich mich auf Metroid Prime 4: Beyond und sonst haben mich fast alle Spiele kaltgelassen – vor allem fehlte das Third Party-Feuerwerk, denn ich dachte, dass wir mit höherer Leistung auch deutlich mehr Portierungen kriegen. Ich glaube dennoch an die Nintendo Switch 2 und denke, dass wir hier doch ein wenig Zeit brauchen bis sich die Konsole wirklich entfaltet. Dafür muss aber zunächst die Nintendo Switch endgültig in Rente geschickt werden.
Wie bei fast jeder Nintendo Direct habe ich auch bei dieser recht große Erwartungen gehabt, ohne mit dem Finger auf ein bestimmtes Spiel oder eine bestimmte Ankündigung zeigen zu können. Tatsächlich habe ich mit einer großen Mario-Ankündigung gerechnet – schließlich feiert der Klempner seinen 40. Geburtstag. Am Ende wurden es mehrere eher kleine Titel rund um den Schnauzbart-Träger, wobei Mario Tennis Fever den größten darunter darstellt. Das große 3D-Mario lässt also noch auf sich warten, was auch ok ist.
Der Rest der Präsentation hat mich auf den ersten Blick nicht umgehauen, im Nachhinein bin ich dennoch zufrieden. Mit Titeln wie Metroid Prime 4: Beyond, Kirby Air Riders, Dragon Quest, Yoshi and the Mysterious Book, dem Donkey Kong Bananza-DLC, Fire Emblem und weiteren, stehen viele potentielle Hits in den Startlöchern, für welche man erst einmal die Zeit finden muss, um sie zu spielen.
Massiv enttäuscht bin ich von Pokémon-Legenden: Z-A bzw. der DLC-Ankündigung. Das Spiel ist noch nicht einmal erhältlich und schon wird man zusätzlich zum Hauptspiel zur Kasse gebeten, wenn man die volle Erfahrung erhalten will. Mich persönlich schreckt das ab und ich werde erst einmal einen großen Bogen um das Spiel machen.
Dass der Virtual Boy in die Classics-Bibliotheken aufgenommen wird, war eine unerwartete Überraschung, da ich vorher mit Wii-Spielen gerechnet habe. Womit ich auch nicht gerechnet habe, ist eine zweite Kirby Air Riders Direct, auf die ich mich sehr freue, da ich großer Fan des ersten Teils auf dem Nintendo GameCube bin und ich die Präsentationen von Masahiro Sakurai klasse finde.
Alles in allem bin ich zufrieden mit der Direct gewesen, auch wenn gefühlt die ganz große Ankündigung ausgeblieben ist.
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© Nintendo
Ein Comeback des Virtual Boy im Jahre 2025 war eine echte Überraschung
Ich hatte keine hohen Erwartungen und auch keine besonderen Wünsche für diese Direct (außer wie immer ein neues F-ZERO!!!). Dennoch bin ich nach dieser Direct irgendwie enttäuscht. Das Mario-Jubiläum war noch ein angenehmer Auftakt, wobei mich der Film, die amiibo und das Buch dort mehr begeistert haben als die betreffenden Spiele selbst.
Danach kam ein großer Absturz, gefolgt von im Schnitt solidem Material von vielem Bekannten (Hades II, Kirby Air Riders, MP4, MH Stories 3, etc.) und einigen Neuankündigungen. Von Letzteren bleiben mir vor allem Dragon Quest VII Reimagined und Fatal Frame II in Erinnerung. Und Mario Tennis Fever und das neue Fire Emblem behalte ich im Auge, auch wenn mich die letzten Teile nicht überzeugt haben. Schön war, dass wir endlich einige finale Daten wie z.B. zu Hades II und Metroid Prime 4 bekommen haben. Auch wenn ich bei Hades II etwas länger warten muss, weil eine physische Veröffentlichung wohl erst später erfolgt.
Die größte (positive) Überraschung dieser Direct war für mich jedoch mit Abstand die Virtual Boy-Ankündigung. Obwohl ich Besitzer dieses obskuren Geräts und einiger Spiele bin, kann ich bald endlich weitere Spiele, wie das japanische Horrorspiel Innsmouth no Yakata und das mittlerweile unbezahlbare Wario Land ausprobieren.
Insgesamt gab es in dieser Direct aber keinen besonderen Höhepunkt für mich. Auch die ganzen Nintendo Switch 2 Editionen interessieren mich in keinster Weise. Aber vor allem der mangelnde Output großer (vor allem westlicher) Dritthersteller ist deutlich aufgefallen. Die wenigen Spiele bestanden aus Nischentiteln wie Dragon Warriors Origins oder sie sahen ernüchternd aus wie Resident Evil Reqiuem (die Darstellung der Haare, Kleidung, Bäume – furchtbar). Hier hätte ich einen deutlich größeren Schub an Neuankündigungen (und Ports) erwartet. Ein weiterer negativer Punkt ist auch die Preisgestaltung Nintendos in Bezug auf angekündigte Produkte: 70 € für Super Mario Galaxy 1+2 – eine Switch 1-Collection von alten Wii-Spielen wohlgemerkt und das ohne besondere Überarbeitungen. Auch die 80 € für das Virtual Boy-Zubehör sind mehr als fragwürdig. Am Ende bleibt für mich die Erkenntnis, dass ich, wie die bisherigen Switch 2-Monate dieses Jahr, weiterhin mehr Zeit am PC bzw. dem Steam Deck verbringen werde als mit Nintendos Hybridkonsole. Einzig Metroid Prime 4 wird 2025 noch auf meiner Switch 2 durchstarten – und vielleicht noch Hades II, sollte das Spiel vor Weihnachten noch auf einem (echten) Modul herauskommen.
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Die Nintendo Direct hat aus meiner Sicht stark angefangen und ebenso stark nachgelassen. Mario Tennis Fever und Yoshi and the Mysterious Book konnten mich sehr überzeugen und auch die Nintendo Switch 2 Edition von Super Mario Bros. Wonder machte einen guten Eindruck. Hier bin ich aber gespannt, welchen Content man uns noch vorenthalten hat. Die Ankündigung der Super Mario Galaxy-Collection ließ mich, im Hinblick auf die geradezu unverschämte Preisgestaltung, wiederum völlig kalt.
Als daraufhin der Mario-Teil endete, gab es meiner Meinung nach kaum noch Interessantes zu sehen. Was ich besonders schade fand, war das, was man uns zu Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden präsentiert hat. Der neue Trailer zeigte leider kaum Neues und ich hätte mir außerdem erhofft, ein genaueres Erscheinungsdatum als „Frühjahr 2026“ zu erfahren. Die Ankündigung von Virtual Boy – Nintendo Classics ließ mich zudem völlig sprachlos zurück – und das leider nicht im positiven Sinne. Als es hieß, man habe Neuigkeiten zum Erweiterungspaket von Nintendo Switch Online, habe ich fest mit der Ankündigung von Wii-Spielen gerechnet, um dann letztlich das zu sehen. Ich wüsste wirklich zu gerne, was man sich dabei gedacht hat, den mit Abstand größten Misserfolg der Firmengeschichte in diesem Gewand zurückzubringen und wer im Jahr 2026 noch ernsthaften Spaß daran haben wird. Aber gut, ich denke ich gehöre hier ohnehin einfach nicht zur Zielgruppe.
Was dann gegen Ende der Direct vorgestellt wurde, fand ich auch nicht besonders spannend. Das erwartete Erscheinungsdatum zu Metroid Prime 4: Beyond sowie der DLC zu Donkey Kong Bananza haben mich nochmal kurz aufhorchen lassen, bevor mit Pokémon Pokopia mein persönlich absoluter Tiefpunkt der Präsentation erreicht wurde. Dieses sah meines Erachtens nach wirklich fürchterlich aus und noch fürchterlicher fand ich es, als man im Anschluss einen kostenpflichtigen DLC für das noch nicht einmal veröffentlichte Pokémon-Legenden: Z-A ankündigte. Liebe Pokémon-Company, hebt euch diese Ankündigungen doch künftig gerne für eure eigenen Präsentationen auf, damit ich sie mir nicht live anschauen muss! Immerhin folgte mit der Ankündigung diverser Resident Evil-Spiele hinterher auch nochmal etwas Positives.
Zum Schluss bleibt mir noch zu sagen, dass ich Fire Emblem: Fortune’s Weave als letzte Ankündigung nicht gut gewählt fand. Ich denke keineswegs, dass es ein schlechtes Spiel werden wird, aber für den großen Kracher am Ende hätte meiner Ansicht nach so ziemlich jedes andere Nintendo-Franchise besser gepasst, um Hype in der Spielerschaft zu generieren. Ich empfinde die Direct somit insgesamt leider als eher schwach, trotz starkem Anfang. Schade!
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© Capcom
Capcom bringt mit Resident Evil Requiem den neusten Teil auch auf die Nintendo Switch 2
Ich habe die Nintendo Direct zwar nicht gesehen, aber die dazugehörigen Beiträge auf einem superinformativen Online-Magazin von Nintendo-Fans für selbige überflogen … und bin gemischter Gefühle. Unterm Strich hätte mehr kommen müssen, aber eine Handvoll Ankündigungen treffen bei mir präzise ins Bullseye. So freue ich mich z. B. tierisch auf Resident Evil Requiem und die nativen Nintendo Switch 2-Umsetzungen des siebten und achten Serienteils. Auch die Neuauflage zu Dragon Quest VII weckt meine Neugierde und wird definitiv auf die Wunschliste gepackt. Alles in allem fehlt aber natürlich der große Kracher, der die Konsolenverkäufe ankurbelt, und ich persönlich hätte mir deutlich mehr Upgrades bestehender Titel für das aktuelle Gerät gewünscht. Dann eben ein andermal.
Es fühlt sich irgendwie falsch an, dies zu sagen, aber mein Highlight der Nintendo Direct war kein Spiel, sondern die Ankündigung vom Super Mario Galaxy Film. Der Teaser lockte mit einer Musik, welche ähnlich genial wie schon der Soundtrack des ersten Films zu sein scheint, perfekt die Akzente des Films untermalt und seinen Höhepunkt in der Titelmelodie von Super Mario Galaxy findet, welche bei mir seit langem wieder einmal für Gänsehaut während einer Nintendo Direct sorgte.
Wäre es bei den Spielen doch nur auch mal zu so einem Moment gekommen… Ich bin froh, da wir nun Klarheit über die Veröffentlichungstermine für Hyrule Warriors und Metroid Prime 4 haben und auch das neue Yoshi sieht sehr gut aus, aber diese große Gänsehaut-Überraschung blieb leider aus. Ich hoffe weiterhin darauf, dass Nintendo einfach eine Strategie fährt, bei der sie Titel nicht mehr allzu weit in der Zukunft ankündigen wollen (siehe Metroid Prime 4) und sich diese Überraschung noch aufhebt für die nächste Nintendo Direct, die dann womöglich einen Ausblick gibt, was 2026 alles so zu bieten hat.
Ich bin zumindest bis zum Ende des Jahres versorgt mit Spielen (wenn Professor Layton bei der Tokyo Game Show noch ein Erscheinungsdatum erhält) und arbeite gerne mal ein bisschen meinen Pile of Shame ab.
© Nintendo, Bildmontage: © ntower
Das Warten auf Metroid Prime 4: Beyond findet am 4. Dezember ein Ende
Wenn Leute sagen, dass die Direct nicht das lieferte, was die allgemeine Spielerschaft gebraucht hätte, kann ich das gut verstehen. Bin ich mit der Direct trotzdem zufrieden? Wahrscheinlich ja, auch wenn ich bei einigen Titeln noch herausfinden muss, ob sie mir über kurz oder lang taugen werden.
Als eigentlich einer von vielen Yoshi-Fans freue ich mich durchaus auf Yoshi and the Mysterious Book, gerade wo ich Woolly World, New Island und Crafted World erfolgreich ignoriert habe. Mir gefällt das Prinzip, mal etwas auf Informationsbeschaffung und die biologische Vielfalt der Yoshi-Insel einzugehen – auch wenn wir in erster Linie wieder einmal in einer Kunstwelt (wie bisher Bilderbuch, Wolle, Pappe & Filz…) unterwegs sind. Dafür nehme ich auch in Kauf, dass der Schwierigkeitsgrad irgendwo in Richtung Keller navigiert. Fürs nächste Mal hoffe ich dann weiterhin auf mein 3D-Yoshi in natürlicher Umgebung. Von mir aus auch gerne mit Birdo als Gast.
Tatsächlich freue ich mich auch sehr auf Mario Tennis Fever. Ich hatte mit Daniel Kania und weiteren Freunden aus dem ntower-Nutzerkreis sehr viel Spaß mit Mario Tennis Aces (ja, meiner Meinung nach ein guter Ableger), gerade wenn man auf gleichem Niveau und den verinnerlichten Mechaniken spielen konnte. Ich bin darauf gefasst, dass ich Fever aufgrund vermutlich fehlender Elemente nicht wie Aces spielen kann, dafür aber gerne die neuen erlerne. Daher bin ich sehr auf die neuen Inhalte gespannt und hoffe vor allem, dass man den Online-Modus gescheiter ausbaut als einen leergefegten, halbgaren Turniermodus, in dem man schon ein Jahr nach Release oft über 30 Minuten nach einem Match suchen musste.
Ein paar mehr Infos wünschte ich mir noch zu Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection. Z.B., ob wir mit Monstern aus Generation 6 rechnen dürfen oder ob wir noch irgendeine Implementierung eines Multiplayers bekommen (korrigiert mich, falls ich das verpasst habe). Ebenso fehlte mir bei Pokémon Pokopia eine ganz grobe Angabe zur Anzahl der verfügbaren Pokémon (es macht mich etwas stutzig, zu 80% nur Gen 1 gesehen zu haben) oder zu alternativen Designs/Formen von Ditto, also dem Spieler. Trotzdem stehen beide Titel schon einmal sicher auf meiner Wunschliste.
Ich hätte noch ein paar übrige Gedanken zu weiteren Titeln, aber die lasse ich jetzt außen vor.
Mario Kart World-Content-Update wo?
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Für mich hat die Nintendo Direct leider nur die Mindestanforderungen erfüllt. Nach der großen Enthüllung der Nintendo Switch 2 im April hat uns Nintendo lange auf die Folter gespannt, wie es mit Exklusivtiteln für die neue Konsole weitergeht. Wir wussten zwar, dass die beiden Highlights Metroid Prime 4: Beyond und Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung noch dieses Jahr bzw. diesen Winter erscheinen sollen, aber nun haben wir endlich genaue Daten für beide Titel bekommen und das freut mich sehr.
Unter den anderen Ankündigungen konnte mich lediglich Monster Hunter Stories 3 als Fan der Reihe begeistern. Alle anderen Titel sind leider nichts für mich, aber dennoch freue ich mich für alle Fans, die auf ein neues Fire Emblem oder einen neuen Sport-Titel mit Mario gewartet haben. Jenseits der Spiele konnte mich aber immerhin der Teaser zu Der Super Mario Galaxy Film begeistern. Nachdem mich der Vorgänger positiv überrascht hatte, wird der neue Teil mit Sicherheit auch wieder abliefern.
Mit etwas Abstand: Wie hat euch die Nintendo Direct im Nachhinein gefallen?
