Clair Obscur: Expedition 33 hat zu Recht die Game Awards 2025 dominiert. Doch einige andere starke Titel kamen zu kurz, das findet auch der Twitch-Streamer HandOfBlood.
Das ist die Situation: In der Nacht auf den 12. Dezember 2025 fanden mit den Game Awards die „Oscars“ der Videospiel-Industrie statt. Der Überraschungs-Hit Clair Obscur: Expedition 33 räumte so ziemlich alles ab, und stellte mit 9 Auszeichnungen sogar einen neuen Rekord auf. Selbst die Tagesschau berichtet auf Instagram über die Awards und den Triumph des Rollenspiels.
Viele Fans jubeln über den Erfolg von Clair Obscur, weil es zeigt, dass Leidenschaft und Kreativität über aufgeblähte Budgets und Konsumenten-feindliche Praktiken der AAA-Industrie triumphieren können. Weil es beweist, dass rundenbasierte Rollenspiele doch nicht tot sind. Und, weil es einfach ein verdammt gutes Spiel ist, das wohl noch lange seinesgleichen suchen wird.
Manch einer findet jedoch: Den ein oder anderen Award hätte Expedition 33 den anderen schon übrig lassen können. Insbesondere, dass eins der besten Rollenspiele des Jahres völlig leer ausging, wird bedauert.
Kingdom Come Deliverance 2 hätte sicher Chancen auf einen Preis gehabt – wenn es in einem weniger starken Jahr erschienen wäre.
Autoplay
Clair Obscur ist der große Gewinner, Indies und KCD bleiben zurück
Wer ging leer aus? Kingdom Come Deliverance 2 war das erste große Rollenspiel des Jahres 2025, und für manch einen auch das beste. Unser Redakteur Karsten erklärte bereits zum Release im Februar, warum jeder Rollenspiel-Fan den Titel auf dem Schirm haben sollte.
Bei den Game Awards erhielt Kingdom Come Deliverance auch respektable 3 Nominierungen, für das beste Narrativ, das beste Rollenspiel, und als Spiel des Jahres – in allen 3 Kategorien musste es sich jedoch Clair Obscur geschlagen geben. Das finden nicht alle fair.
„KCD 2 nicht ein Award ist fatal“, schreibt der Twitch-Streamer HandOfBlood unter dem Post der Tagesschau und erhält dafür viel Zustimmung und mehr als 1.000 Likes. Bereits auf X hatte er geschrieben, dass das Spiele-Jahr einfach zu reichhaltig gewesen sei, um einem einzigen Spiel so viele Preise zu geben.
Auf Twitch führt HandOfBlood weiter aus: Clair Obscur habe auf jeden Fall Preise verdient. Dass es beide Preise für Indie-Spiele abgestaubt hat, findet er jedoch schade, weil die vielen anderen „kranken“ Indie-Games wie Blue Prince oder Dispatch keinen Preis bekommen hätten. Clair Obscur hingegen wäre auch mit 6 Auszeichnungen eine Erfolgs-Story gewesen.
Wir haben über die Streitfrage Indie-Games auf MeinMMO bereits im November berichtet.
Bei der Rollenspiel-Kategorie wackelt HandOfBlood dann richtig die Fliege. Clair Obscur sei zwar ein gutes Rollenspiel, jedoch habe es in diesem Jahr eben auch andere starke Vertreter des Genres gegeben. Dass Kingdom Come Deliverance 2 hier nicht gewonnen habe, sei „lächerlich“. Die Rollenspiel-Elemente seien im Titel von Warhorse einfach stärker gewesen.
Auch beim Soundtrack habe KCD2 wenigstens eine Nominierung verdient gehabt.
Hinweis: Der Stream von HandOfBlood läuft zum aktuellen Zeitpunkt noch (Stand: 13:30). Wir ergänzen den Artikel nochmal bei Bedarf.
Bereits im Vorfeld stand fest, dass das Spiel des Jahres hart umkämpft sein würde. Denn 2025 war einfach ein starkes Gaming-Jahr, und das, obwohl die Vorzeichen eigentlich alles andere als gut standen. MeinMMO-Dämon Cortyn befand daher: Ganz egal, welches Game das Spiel des Jahres wird – wir alle haben diesmal gewonnen
Der Beitrag HandOfBlood findet es „fatal“, dass eins der besten Rollenspiele des Jahres bei den Game Awards leer ausging erschien zuerst auf Mein-MMO.
