Die Serie zu Fallout hätte am besten Ort aus den Spielen beginnen sollen, doch Bethesda war dagegen

Die Serie zu Fallout führt die Figuren in der 2. Staffel endlich in die ikonische Glücksspielmetropole New Vegas. Wäre es nach den Autoren gegangen, hätte bereits die erste Season dort gespielt. Doch es gab Widerspruch seitens Bethesda.

Fragt man Fallout-Spieler nach ihrem liebsten Ableger, so hört man regelmäßig als Antwort: Fallout New Vegas.

Der Teil, der nicht bei Bethesda selbst entstand, sondern von Obsidian Entertainment entwickelt wurde, erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Das liegt unter anderem an einem wichtigen Schauplatz, nämlich der Stadt New Vegas, die inmitten der Mojave-Wüste liegt.

Dort herrscht der mysteriöse Mr. House und es gibt so einige skurrile Geschichten und Figuren zu treffen. Staffel 1 der Amazon-Serie endete mit einem Panorama-Shot über New Vegas und fungierte als Teaser für die Fortsetzung.

Viele Fans dürften sich gefreut haben, dass ein nicht unerheblicher Teil der 2. Staffel tatsächlich in der Glücksspielmetropole stattgefunden hat. Doch eigentlich hätten die Autoren hinter der Serie die Geschichte schon weitaus früher dorthin verlegt.

Einspruch gab es vom Entwickler Bethesda Games Studios und dessen Chef Todd Howard.

„Es ist eine knifflige Angelegenheit“

Warum war Todd Howard gegen New Vegas? In einem Video-Interview mit Kinda Funny Games auf YouTube erzählt der Studioleiter von den frühen Arbeiten an der Amazon-Serie. Ihm zufolge hatte das Autorenteam bereits in Staffel 1 mit der Idee gespielt, die Story in New Vegas spielen zu lassen.

Howard hatte Bedenken:

Ich sagte: „Das würde ich aufheben. Das ist so ein typisches Merkmal von Fallout – lass uns die Basis aufbauen, dann können wir nach New Vegas gehen.

Grund für das Zögern war unter anderem die Reputation, die New Vegas als Spiel und Schauplatz genießt. Howard bat darum, die Stadt erst in Staffel 2 zu zeigen. Mit dem Ergebnis und der Umsetzung in Staffel 2 war er letztlich zufrieden:

Ich finde, sie haben das wirklich sehr gut gemacht, denn es ist eine knifflige Angelegenheit. Man hat einen Kult-Ort, ein beliebtes Spiel, bestimmte Handlungsstränge, die unterschiedlich enden, sehr starke Charaktere … und es gibt unzählige Möglichkeiten, das zu vermasseln. Das kann also ein ziemliches Minenfeld sein, oder? Und ich finde, sie haben das großartig gemacht.

Tatsächlich wirkt New Vegas in der Serie sehr originalgetreu und dürfte bei den Fans der Spiele wohlige Erinnerungen an ihre Streifzüge durch die Stadt hervorgerufen haben. Howard und seinem Team war es jedoch wichtig, dass sich die Ereignisse aus der Serie und dem Spiel nicht widersprechen:

Wir haben viel Zeit damit verbracht, zu sagen, dass wir nichts, was in den Spielen passiert ist, widerlegen wollen, sondern schauen wollen, ob es Bereiche gibt, die die Autoren wirklich vorantreiben wollen.

Insbesondere wie Mr. House in der Serie verwendet wird, hätte Howard begeistert – genauso wie dessen Darsteller Justin Theroux.

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Aus erzählerischer Sicht hat es sich gelohnt, dieses Highlight aufzusparen, erst die Grundlagen zu etablieren und mit dem Ende von Staffel 1 eine große Erwartungshaltung aufzubauen. Wart ihr von New Vegas in der Serie angetan? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Ein kreativer Kopf hinter dem zugrundeliegenden Spiel hat gemischte Gefühle: New Vegas ist der Schauplatz von Fallout Staffel 2, doch der Autor des Spiels sieht dabei ein Problem

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