Ein Animator arbeitete 11 Monate lang quasi alleine an einer Folge für Jujutsu Kaisen und die Fans glauben: Das kann kein Mensch gemacht haben

In Staffel 3 wagt das Produktionsteam des Animes von Jujutsu Kaisen mehr Experimente als zuvor. Da die Animatoren mehr Zeit haben als in Staffel 2, fällt die Beurteilung der Fans deutlich besser aus. Eine Folge ist sogar ein ganz besonderer Ausreißer.

Was ist an der Folge so besonders? Fans von Jujutsu Kaisen staunen nicht schlecht, denn bei Episode 8 von Staffel 3, die erst vor kurzem lief, gab es nur einen Key-Animator. Kouki Fujimoto wurde die nötige Zeit und die kreative Freiheit gegeben, die Folge fast im Alleingang zu animieren.

Fujimoto war für die gesamte Bewegungsabfolge und das Acting der Charaktere in den Kernszenen verantwortlich. Das gilt als riesiger Vertrauensbeweis, da normalerweise mehrere Key-Animatoren an einer Episode arbeiten.

Für diese Folge soll er ganze 11 Monate gebraucht haben (zu lesen auf Reddit), was bei so einem Aufwand für eine 20-minütige Folge realistisch erscheint. 

Komplett alleine war er dabei nicht: Es gab noch sogenannte zweite Schlüsselanimatoren, die seine Zeichnungen bereinigten und Details wie Haare und Kleidung finalisiert haben. Aber Fujimoto hat zumindest bei den wichtigsten Schlüsselbildern die Dynamik und die Rohfassung erstellt.

Nur ein Key-Animator ist eine große Besonderheit

Wie läuft es sonst ab? Für gewöhnlich arbeiten an einer Animepisode rund 10-20 Key-Animatoren. In der ersten Staffel von Jujutsu Kaisen lag die Zahl oft bei 15 Animatoren, was für die aufwendigen Kämpfe ein guter Rahmen ist.

In Staffel 2 sah das schon anders aus. Hier stand das Produktionsteam unter enormem Zeitdruck und in einer Episode arbeiteten oft 30 bis über 50 Key-Animatoren an einer Episode. Auf Sakuga Booru könnt ihr bei Interesse genauer nachschauen, welche Animatoren für welche Szene zuständig waren.

Um welche Folge geht es? In der Folge geht es um die emotionale Hintergrundgeschichte von Hiromi Higuruma, der vor den aktuellen Ereignissen in einem Gerichtssaal als Verteidiger arbeitete. 

Obwohl in Japan 99,9 % der Strafverfahren mit einem Schuldspruch enden, nimmt er sich immer wieder hoffnungsloser Fälle an. Doch sogar bei seinen Klienten, bei denen die Beweislage extrem dünn ist, wird ein Schuldspruch erteilt.

Durch diesen Schuldspruch zerbricht im Gerichtssaal Higurumas Glaube an das Justizsystem und die Menschheit völlig. Man sieht die absolute Verzweiflung im Verteidiger und wie seine angeborene Fluchtechnik erwacht.

Was sagen Fans dazu? Die Fans auf Reddit feiern den Animator für seine unglaubliche Arbeit. Viele denken, dass Fujimoto unglaublich talentiert sei und es einfach unmenschlich sei, dass er so eine Leistung in so einer Zeit vollbracht habe.

Hinzu käme nämlich, dass Fujimoto nebenbei an weiteren Projekten gearbeitet hat. Doch die Arbeit hat sich wohl gelohnt, denn: Auf IMDb ist die Folge mit 9,1 von 10 möglichen Punkten bewertet. Damit landet sie im oberen Mittelfeld der bisher ausgestrahlten Folgen.

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