Ein Publisher macht euch gerade klar, dass euch Spiele nicht gehören, ihr müsst bald ständig online sein

2K Games und Denuvo verschärfen ihren Kopierschutz: Bald müsst ihr regelmäßig online sein, wenn ihr eure gekauften Spiele nutzen wollt. Vor allem für Personen, die am liebsten offline spielen, dürfte das eine schlechte Neuigkeit sein.

Kopierschutztechnologien und sogenannte DRM-Maßnahmen sind unter Spielern besonders unbeliebt. Von Entwicklern und Publishern werden solche Optionen gern eingesetzt, um ihr „Eigentum“ zu schützen. Denn offiziell kaufen Spieler nur eine Lizenz. Obendrein will man damit verhindern, dass Spiele illegal verbreitet werden.

Publisher 2K Games und Hersteller Denuvo verschärfen jetzt ihre DRM-Maßnahmen. In Zukunft müsst ihr laut einem Bericht regelmäßig online sein, wenn ihr eure gekauften Spiele spielen wollt. Spieler fühlen sich gegängelt, doch das zeigt, welche Möglichkeiten Entwickler haben, um euch das Leben schwer zu machen.


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14-tägiger Check, für den ihr mit eurem Spiel online sein müsst

Was ist das für ein Schutz? Denuvo und 2K Games haben laut Berichten von TomsHardware eine Online-Überprüfung in ihre Spiele eingebaut. Konkret geht es um einen 14-tägigen Check, der aktuell für die Spiele NBA 2K25, NBA 2K26 und Marvel’s Midnight Suns gelten soll. Ob weitere Spiele, etwa die Civilization- oder XCom-Reihe, ebenfalls betroffen sein sollen, ist nicht bekannt.

Die „neue“ Überprüfung unterscheidet sich von der bestehenden einmaligen Aktivierung, die Denuvo beim ersten Start des Spiels durchführt und die bis zu einer Hardware- oder Softwareänderung bestehen bleibt: Um in Zukunft diese Spiele nutzen zu können, müsst ihr beim Spielstart alle 14 Tage online sein, um eure Lizenz überprüfen zu lassen. Erst dann könnt ihr das Spiel wieder starten.

Die Antwort der Kritiker: Spieler und Kritiker sind davon nicht wirklich begeistert (via Reddit.com). Denn mit solchen Maßnahmen würde man vor allem den Spielern das Leben schwer machen, die beispielsweise auf dem Steam Deck spielen und offline spielen würden. Laut TomsHardware wird nirgendwo darauf hingewiesen, dass diese Spiele nun einen obligatorischen Online-Check benötigen.

Es gibt aber auch Stimmen, die sagen, dass das alles halb so wild sei. Denn die meisten Spieler seien ohnehin ständig online und da würde so ein Online-Check ebenfalls nicht weiter auffallen.

Die ganze Aktion erinnert übrigens an Zeiten, wo man ständig und dauerhaft online sein musste, um überhaupt spielen zu können: Die PC-Version von Assassin’s Creed 2 (2010) führte etwa damals einen hochumstrittenen, dauerhaften Online-Kopierschutz ein. Spieler mussten durchgehend mit dem Internet verbunden sein; bei Verbindungsabbrüchen wurde das Spiel unterbrochen und der Fortschritt nicht gespeichert. Das sorgte vor allem zum Release des Spiels für großes Chaos und viele unzufriedene Spieler.

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Die Diskussion um Kaufen, Besitzen und Spielen dürfen wird schon länger hitzig geführt. Vor einigen Monaten zeigte etwa Ubisoft, dass Spieler wenig Mitspracherecht bei ihren gekauften Spielen haben. Denn der Publisher entzog tausenden Spielern die Lizenz und machte den Titel damit für alle unspielbar: Ubisoft löscht ein Game aus den Bibliotheken der Spieler – Erinnert uns daran, dass wir nichts besitzen

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