Der FPS-Zähler ist eine Lüge: Denn er täuscht darüber hinweg, wie gut euer Spiel wirklich läuft

Viele Spieler achten beim Gaming vor allem auf hohe FPS-Zahlen. Doch dieser Zähler täuscht oft über die Leistung und die Qualität des Spiels hinweg. Denn am Ende kommt es auf viele andere Details an, ob ein Spiel wirklich gut läuft und optimiert ist. Und mit einfachen Tipps könnt ihr selbst herausfinden, ob euer Spiel optimiert ist oder nicht.

Spieler zeigen auf Steam und anderen Plattformen oft stolz, mit wie vielen FPS sie ihre Lieblings-Titel spielen können. Diese Zahlen sind für Gamer oft Vergleichswerte, um Hardware oder einfach Spielleistung miteinander zu vergleichen. Denn sinkende oder zu niedrige FPS-Zahlen sind für Spieler oft ein Zeichen, dass ein Spiel nicht gut optimiert ist oder die Hardware einfach zu schwach ist.

Etliche Spieler sind aber der Meinung: Läuft ein Spiel mit erstaunlich niedrigen FPS trotz starker Hardware, dann müsse der Fehler beim Entwickler und dessen Spiel liegen. Mittlerweile hat Steam ein Feature eingeführt, womit ihre Hardware direkt unter euren Reviews anzeigen lassen könnt.

Doch der beliebte FPS-Tracker täuscht darüber hinweg, wie gut ein Spiel wirklich läuft und am Ende optimiert ist. Denn eine gute Optimierung kann nicht allein daran gemessen werden, wie hoch die FPS-Zahl ausfällt. Am Ende ist es entscheidend, ob die Leistung gleichmäßig ankommt, ob das Spiel auf der Zielhardware vernünftig mit den verfügbaren Ressourcen umgeht und ob es in der Praxis wirklich angenehm spielbar ist.


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FPS-Zahlen sind keine Kennzahl für ein gut optimiertes Spiel, sondern höchstens ein Indiz

Worauf kommt es denn nun an? Tatsächlich kommt es bei einem Spiel auf etliche Details an, ob das Spiel nicht nur „gefühlt“ gut läuft, sondern es auch wirklich tut.

Frametimes und Gleichmäßigkeit: Nicht nur die Anzahl der Bilder pro Sekunde zählt, sondern auch, ob diese Bilder in regelmäßigen Abständen geliefert werden. Unregelmäßige Frametimes führen zu Mikrorucklern, selbst wenn die FPS-Zahl auf dem Papier gut aussieht.

CPU/GPU-Balance: Ein Spiel kann auf der GPU gut aussehen, aber durch CPU-Limits, zu viele Draw Calls oder schlechte Thread-Nutzung ausgebremst werden. Dann steigt die FPS-Zahl nicht mehr sauber mit, obwohl die Grafikkarte noch Reserven hätte.

Streaming und Nachladeruckler: Wenn Assets, Texturen oder Shader schlecht nachgeladen werden, fühlt sich das Spiel „zäh“ an, auch wenn die durchschnittlichen FPS hoch sind. Solche Hitches sind oft für das subjektive Empfinden schlimmer als ein etwas niedrigerer, aber stabiler Wert.

VRAM- und Speicherverhalten: Hohe oder ineffiziente VRAM-Nutzung kann zu Nachladerucklern, Texturproblemen oder plötzlichen Einbrüchen führen. Ein Spiel kann also „optimiert“ wirken, obwohl es im Speicherhaushalt unnötig teuer ist.

Bildqualität pro Leistung: Gute Optimierung heißt auch, dass ein Spiel mit vertretbarer Rechenlast möglichst viel visuelle Qualität liefert. Ein Titel ist nicht automatisch besser optimiert, nur weil er mehr FPS schafft, wenn dafür massiv Qualität geopfert werden muss

Am Ende zählt eben nicht, dass ihr das Spiel mit 300 FPS spielen könnt, sondern es ist eben auch wichtig, dass euer Computer dabei nicht wie ein Düsenjet klingt, weil das Spiel eure Hardware viel zu stark auslastet oder sogar überlastet.

Einfache Tricks, mit denen ihr die Optimierung testen könnt

Falls ihr wissen wollt, ob euer Spiel gut optimiert ist, dann achtet vor allem auf kleinere und größere Details:

Nutzt das Spiel mehrere Kerne sinnvoll, oder ist ein CPU-Kern ständig am Limit?

Läuft die Grafikkarte meist hoch ausgelastet, ohne unnötige Einbrüche?

Laden Texturen, Objekte und Schatten schnell genug nach oder gibt es plötzlich Einbrüche oder Nachladeprobleme?

Sieht das Spiel bei akzeptabler Leistung gut aus, oder braucht es unverhältnismäßig viel Rechenleistung?

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Ein bekannter Entwickler zeigt etwa, was alles möglich ist, wenn man ein Spiel ordentlich optimiert. Die Verbesserung der FPS-Rate ist beachtlich. Und das zeigt, dass es sich lohnt, ein Spiel optimiert auf den Markt zu bringen. Denn fehlende Optimierung ist ein Problem, welches viele moderne Spiele mit sich bringen: Ein Entwickler zeigt, was das Geheimnis eines guten PC-Spiels auf Steam ist: Optimierung

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