Ein Händler verkauft euch Highend-GPUs von Nvidia ab 1.500 Euro. Doch viel Freude werdet ihr damit nicht haben. Denn der Verkäufer betont, dass die Geräte defekt sein sollen. Im besten Fall bekommt ihr eine laufende Grafikkarte, im ärgerlichsten Fall habt ihr Elektroschrott für viel Geld gekauft.
LDLC ist ein führender Online-Händler aus Frankreich, den es mittlerweile seit 30 Jahren gibt (Gründung 1996). Aktuell bietet das französische Unternehmen mehrere Modelle der RTX 5090 ab 1.499 Euro an.
Wir haben den offiziellen Shop von LDLC einmal selbst geprüft, aktuell könnt ihr noch eine RTX 5090 von MSI für 1.699 Euro kaufen.
Das mutet erst einmal absurd an, denn schaut man sich die Preise bei Geizhalsan, muss man für die Grafikkarte mindestens 3.500 Euro oder mehr zahlen. LDLC fordert daher erst einmal nur ein Drittel des Original-Preises. Der Grund dafür sind gleich mehrere Haken, die ihr kennen solltet.
Warum ist RAM so teuer? Die aktuelle Situation in 2 Minuten erklärt
Autoplay
Hersteller verkauft Grafikkarten bewusst als defekt und ihr müsst auf Erstattung verzichten
Was ist das Problem? Der Verkäufer erklärt ausdrücklich, dass es sich hier um defekte Grafikkarten handeln soll. In der Beschreibung schreibt der Anbieter außerdem, dass die Ware nicht nur beschädigt sei, sondern dass man obendrein auch keine Möglichkeit habe, die gekaufte Grafikkarte zurückzuschicken. LDLC betont, dass man sich mit dem Angebot bewusst an Fachleute oder Privatpersonen richte, die wissen, wie man so eine beschädigte Grafikkarte fachgerecht zerlegt oder wieder aufbereitet:
Dieses Produkt richtet sich ausschließlich an Fachleute oder Privatpersonen, die über die erforderlichen Kenntnisse verfügen, um die Karte zu reparieren oder ihre Komponenten zu recyceln. Da die Funktionsunfähigkeit des Produkts bekannt ist und deutlich angegeben wurde, werden diesbezüglich keine Rückgaben oder Rückerstattungen akzeptiert.
Möglicherweise hat man daher Glück und erwischt eine noch funktionsfähige Grafikkarte mit kleineren Schäden, die sich mit wenig Aufwand reparieren lassen, im schlimmsten Fall kauft man jedoch ein Modell, welches nicht nur kaputt ist, sondern wo man auch auf den Kosten von 1.500 Euro sitzen bleibt. Und das ist in aktuellen Zeiten, wo alles teurer wird, viel Geld.
Hinzu kommt, dass sich selbst diese Form von Glücksspiel für niemanden lohnen dürfte: Denn laut Geizhals bekommt ihr für 1.500 Euro bereits eine originale RTX 5080, die „nur“ 30 % langsamer ist als die RTX 5090, aber für die meisten Spiele locker ausreichen wird. Obendrein funktioniert die Grafikkarte problemlos und ihr könnt das Gerät auch zurückgeben.
Ein Nutzer schickt seine kaputte RTX 5090 an den Hersteller, der antwortet ihm mit einer Rechnung über 2.900 Euro. Denn der Hersteller ASUS hatte einen Bruch an der Grafikkarte entdeckt, den man nur unter dem Mikroskop sehen kann. Mehr dazu lest ihr auf MeinMMO: Spieler sendet kaputte RTX 5090 zur Reparatur, der Hersteller schickt ihm eine Rechnung über 2.900 Euro zurück
Der Beitrag Ein Händler verkauft derzeit RTX 5090-Grafikkarten ab 1.500 Euro, doch im schlimmsten Fall bekommt ihr nur Elektroschrott erschien zuerst auf Mein-MMO.
