Am 21. Juni 2026 startet die dritte Staffel von House of the Dragon. Dank der Buchvorlage kenne ich den Plot schon und weiß: Die Season wird mich emotional absolut zerstören.
House of the Dragon ist laut IMDb zwar die schlechteste unter den drei Serien aus Westeros, belegt aber mit einer Gesamtwertung von 8,3 von 10 Sternen immer noch Platz 64 der beliebtesten Serien. Ich persönlich finde sie sogar besser als Game of Thrones selbst, auch wenn sie für mich nicht ganz an A Knight of the Seven Kingdoms rankommt.
Ein Pluspunkt für mich ist, dass der komplette Plot und das Ende schon geschrieben sind. Auch wenn die Adaption abweichen sollte: All zu viel können sie nicht verändern, da es sonst zu Kontinuitätsproblemen mit der Hauptserie kommt.
Entsprechen weiß ich also schon, was jetzt in Staffel drei so alles auf uns zukommen wird und es wird mich absolut zerstören. Weil nur, weil ich schon weiß, was passieren wird, wird es mich nicht weniger hart treffen.
House of the Dragon: Trailer zur 3. Staffel heizt mit Drachen ein
Autoplay
Zwei Schicksalsschläge, die jeden absolut zerstören würden
Staffel zwei von House of the Dragon war leider nur acht Episoden lang. Sonst hätten sie die Season vermutlich mit einem absoluten Knall beendet: Der Schlacht in der Gurgel. Mit der wird die dritte Season jetzt aller Voraussicht nach loslegen und mich damit einfach schon in Folge eins und zwei emotional komplett zerstören.
Die beiden Fronten der Seeschlacht sind schon in Stellung gebracht. Die Flotte der Velaryons blockiert für Rhaenyra den Hafen von Königsmund und damit die wichtige Zufuhr an Lebensmitteln für die Stadt. Um diese Blockade zu lösen, haben die Grünen die Triarchie angeheuert, ein Bündnis der Städte Tyrosh, Lys und Myr vom Kontinent Essos.
Bevor sich die Flotten einander stellen können, kapert die Triarchie die Fröhliche Hingabe. Dieses Schiff ist auf dem Weg nach Pentos, wo Rhaenyras jüngere Söhne Aegon und Viserys untergebracht werden sollen. Aegon kann mit seinem Drachen fliehen, sein Bruder Viserys wird aber gefangen genommen. Rhaenyra denkt, ihr Sohn ist tot, und wird nie erfahren, dass er noch lebt.
Das ist Schicksalsschlag Nummer eins.
Weil Aegon fliehen und seine Mutter verständigen kann, können die Schwarzen die Schlacht für sich gewinnen: Ulf mit Silberschwinge, Hugo Hammer mit Vermithor, Addam mit Seerauch und der bisher nur im Buch auftauchende Charakter Nessel mit dem Drachen Schafsdieb entscheiden die Schlacht für ihre Königin.
Allerdings ist der Erste, der in die Schlacht zieht, ausgerechnet Rhaenyras ältester Sohn Jacaerys Velaryon. Zusammen mit seinem Drachen Vermax versenkt er mehrere Schiffe. Die beiden werden jedoch doch getroffen und Jacaerys wird mit einem Bolzenschuss getötet.
Schicksalsschlag Nummer zwei.
Der (vermeintliche) Tod ihrer beiden Söhne wird Rhaenyras Entschluss, den eisernen Thron zu erobern, nur noch bestärken. Es ist vermutlich der Anfang ihrer Wandlung hin zu Rhaenyra der Grausamen, wie sie später in den Geschichtsbüchern teils genannt wird.
Jacaerys ist Rhaenyras ältester Sohn. Über seine Vaterschaft wird noch diskutiert.
Für die schwarze Königin – Bis zum bitteren Ende
Ehrenhafte Menschen mit guten Absichten – wie Jacaerys – leben in Westeros nicht lange. Das wissen wir seit Episode neun der ersten Staffel Game of Thrones. Dabei sind das die Charaktere, die ich so gerne siegreich vom Platz gehen sehen will. Der Tod von Jacaerys ist aber nicht einfach nur ein Schicksalsschlag für Rhaenyra, sondern auch ein wichtiger Plotpunkt in ihrer Entwicklung:
Rhaenyra verliert im Laufe des Krieges ein Kind nach dem anderen: Ihre Tochter Visenya kommt Tod zur Welt. Lucerys wird von Aemond und Vhagar ermordet. Zum Beginn der dritten Staffel verliert sie nun Jacaerys und Viserys – ihren ältesten und ihren jüngsten Sohn.
Ja, Rhaenyra ist Königin und muss strategisch denken. Aber innerhalb kürzester Zeit vier ihrer Kinder zu verlieren würde jede Mutter an den emotionalen Abgrund bringen. Und das wird sie zu Taten führen, die ein viel besserer Plot sind, als wir sitzen an einem Tisch, klären das Thema wie Erwachsenen und haben uns alle lieb.
So sehr ich mir auch ein Happy End für die Charaktere in House of the Dragon wünsche (außer für Otto Hohenturm), so sehr werde ich es doch genießen, mit ihnen die kommende Staffel über mitzuleiden:
Ich weiß genau, was bei der Schlacht in der Gurgel passieren wird. Trotzdem werde ich zuschauen und hoffen, dass hier vom Buch abgewichen wird. Und dann werde ich weinend auf der Couch sitzen, wenn Jacaerys es doch nicht schafft. Es wird mich so fertig machen und der bittersüße Schmerz wird mich die restlichen Episoden über weiter die Rhaenyra-Flagge schwingen lassen.
Ist Rhaenyra schuld daran, dass die Leute in Königsmund an Hunger leiden? Ja, absolut. Ihre Flotte blockiert den Hafen. Ich habe nie behauptet, sie sei frei von Schuld. Genauso wie ihr Bruder und Gegenspieler Aegon auch definitiv kein Unschuldslamm ist.
Ich liebe es, dass es in House of the Dragon im Gegensatz zu A Knight of the Seven Kingdoms eben keine Helden gibt. Sondern ausschließlich komplexe Charaktere, die alle Fehler machen und in deren Namen schreckliche Dinge geschehen. Auch wenn Helden wie Duncan eine willkommene Abwechslung sind:
Noch einmal tief in den CGI-Budget-Topf greifen
House of the Dragon wird mit Staffel drei aller Voraussicht nach noch einmal richtig aufdrehen: Große Schlachten, Drachen, Tragödien und Schicksalsschläge. Hier wird vermutlich auch richtig viel CGI-Budget drauf gehen, weil die harten Blockbuster-Plotpunkte noch bevorstehen.
Das könnte die gekürzte zweite und jetzt dritte Staffel auch erklären: Jedes Mal, wenn sich Drachen über den Bildschirm bewegen, wird es richtig teuer. Neben der Schlacht in der Gurgel erwarten uns nämlich noch ein paar Höhepunkte, darunter die Schlacht von Honigwein. Dort werden zum ersten Mal Alicents jüngster Sohn Daeron Targaryen und sein Drache Tessarion eingreifen.
Wichtig: Daeron Targaryen, der Tessarion reitet, hat nichts mit Daeron Targaryen aus A Knight of the Seven Kingdoms zu tun. Über Letzteren lest ihr hier mehr:
Im Trailer sehen wir Rhaenyra schon den eisernen Thron besteigen – der Fall von Königsmund wird also sicher auch mit drin sein. Hier nehmen die schwarze Königin und ihr Ehemann Daemon die Hauptstadt mit ihren beiden Drachen Syrax und Caraxes ein.
Je nachdem, wie lang die Staffel wird, könnten wir vielleicht gen Ende sogar schon Daemon gegen Aemond über dem Götterauge bei Harrenhal oder die Stürmung der Drachengrube in Königsmund sehen. Das waren natürlich noch nicht alle Dinge, die uns ab Juni erwarten, aber alles will ich ja dann doch nicht spoilern.
Ganz egal, wie viel des restlichen Drachentanzes die Staffel abdecken wird: Es wird um einiges turbulenter als noch in den ersten beiden Seasons. Es sollten mehr Drachenschlachten anstehen, mehr traditionelle Plot-Twists a la Game of Thrones und eben dieser bittersüße Schmerz.
Denn egal, wer hier am Ende die Krone trägt – alle werden verloren haben. Ganz egal, wer der eigene Favorit war. Und ich freue mich jetzt schon so richtig drauf. Damit ihr übrigens perfekt für die kommenden Drachenkämpfe vorbereitet seid, solltet ihr euch noch diese Liste zu Gemüte führen: House of the Dragon: Die 10 mächtigsten Drachen im Power-Ranking
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