Ein Ikea-Hack für 6 Euro rettet meine Minis aus der Tupperdose, gibt ihnen ein schönes Zuhause

MeinMMO-Redakteurin Caro hat endlich einen Ort gefunden, an dem sie ihre Tabletop-Miniaturen für Dungeons & Dragons präsentieren kann. Und dank eines Tipps kostete das nicht einmal viel Geld oder eine komplizierte Anschaffung, sondern nur einen Trip zu Ikea.

In meinen anderthalb Jahren, seitdem ich Miniaturen male, haben sich bereits eine große Menge an bemalten (sowie eine etwas kleinere an tatsächlich ansehnlichen) Figuren angesammelt. Damit sie nicht zu sehr in der Wohnung verteilt sind, mussten sie zwischen den Zeiten, in denen sie zum Einsatz kommen, in einer Tupperdose leben.

Ein eher unspektakuläres und trauriges Dasein für die Heldinnen und Helden unserer D&D-Kampagne. Und das wollte ich ändern.

Ich bin auf ein Video aufmerksam geworden, in dem mir versprochen wurde, mit nur wenig Geld und einem Bilderrahmen von Ikea ein funktionstüchtiges und vor allem günstiges Regal für Miniaturen bauen zu können. Es kostet nämlich gerade mal 5,99 Euro.

Bisher habe ich noch nicht so viel Erfahrung mit irgendwelchen Hacks von TikTok oder Instagram gemacht, aber in dem Fall fühlte ich mich zu sehr angesprochen, um es nicht zu testen. Und ich kann euch sagen: Meine Minis und ich sind mit dem Ergebnis einfach super zufrieden.


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Die Fraktion der Tyraniden im Tabletop zu Warhammer 40.000

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Ein kleines Regal für kleine Persönlichkeiten und kleinen Preis

Es handelt sich dabei um den Rahmen mit dem Namen SANNAHED, der 25 × 25 cm groß ist und – was ihn so ideal macht – 6 cm tief. Da es sich um einen Bilderrahmen handelt, kann man das Regal entweder aufhängen oder durch seine recht großzügige Fläche auch einfach hinstellen.

Die „Montage“ (wenn man sie so nennen kann) ist ganz einfach. Ihr entnehmt dem Rahmen den … nennen wir ihn „Innenrahmen“ (nicht zu verwechseln mit dem Passepartout), der aus 4 Holzplanken besteht. Diese sind die 3 Böden für das Regal sowie eine Art Stützplanke, die man seitlich befestigt, um den richtigen Abstand zu schaffen. 

Die Planken für die Böden haben die ideale Länge, dass man sie auch einfach in den Rahmen spannen kann, ohne Kleber zu benötigen. In meinem Fall sorgte es nur leider dafür, dass der Rahmen etwas verbogen wurde. Ich habe deswegen die Planken um 2 bis 3 mm mit einem Cutter gekürzt und dann Holzleim verwendet, um sie zu fixieren.

So sieht das fertige Ergebnis aus:

Das fertige Regal – bisher ohne Rückwand, aber mit genug Platz für die wichtigsten Miniaturen.

Wenn meine Erklärung zu undeutlich war – hier könnt ihr das Videotutorial von onetrickmodels auf Instagram sehen, nachdem auch ich mich gerichtet habe.

Weiteres Aufmotzen ist möglich und in Planung

Auch wenn das Regal steht, hab ich noch einige Ideen, wie ich das Regal noch hübscher und auch praktischer machen kann:

Licht: Meine D&D-Freunde sowie MeinMMO-Kollegen schrien: LEDs! Ich habe bisher noch nie mit LED-Streifen gearbeitet, aber ich kann mir vorstellen, dass die Figuren mit besserem Licht noch mehr zur Geltung kommen.

Magnete: Damit ich das Regal an D&D-Sonntagen besser zum Ort des Abenteuers transportieren kann, ohne alle Miniaturen umzuhauen, möchte ich sie mit Magneten an der Base der Figur und dem Regalboden fixieren.

Hintergrund: Die Rückwand des Bilderrahmens, an der man das Regal schließlich aufhängen kann, erstrahlt bisher in einem wunderbar schicken … Braun. Nicht so schön. Ich überlege, ob ich die Rückwand selbst bemale oder eine Art Dungeon-Wand als Hintergrund ausdrucke, um dem Rahmen mehr D&D-Vibes zu verpassen.

Reicht der Ikea-Hack als Regalalternative?

Das kann ich mit einem ganz klaren „Kommt drauf an“ beantworten. Für mich selbst ist das DIY-Regal der perfekte Tipp gewesen, da ich keine ganzen Warhammer-Armeen unterbringen muss und auch vergleichsweise eher wenige Figuren habe, die ich in Szene setzen will. Wer 30, 40 oder Hunderte von bemalten Miniaturen ausstellen will, der kommt mit dem Bilderrahmen nicht sehr weit.

Ich mag außerdem sehr die kleine Größe des Regals, wodurch ich es überall hinstellen oder aufhängen kann, ohne dass es zu viel Platz wegnimmt. Ich finde große Vitrinen voller Figuren wirklich schick, nur leider empfindet das nur 50 % der menschlichen Mieter der Wohnung. Das kleine Regal ist daher ein super Kompromiss zwischen Vitrine und Tupperbox.

Wer eher weniger Lust darauf hat, zu Ikea zu fahren, oder einfach kein Bastelfan ist, der findet auch online oder in manchen Tabletop-Läden weitere Möglichkeiten zum Verstauen und auch für den Transport von Miniaturen. Für mich war der Bilderrahmen vor allem aufgrund des geringen Preises und eines zufälligen Besuchs mit Freunden bei Ikea einfach die spontan-richtige Lösung, mit der ich sehr happy bin.

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Habt ihr selbst auch ein Regal für eure Miniaturen? Oder sind sie wie bisher bei mir in einer Box eingesperrt? Nach anderthalb Jahren dachte ich zunächst, dass ich beim Malen keine sichtbaren Fortschritte machen konnte. Bevor ich mich zu sehr darüber ärgern konnte, wagte ich mich an einen Selbsttest, der mir das Gegenteil bewies: Selbsttest nach 6 Monaten harter Arbeit: Ich bemale die gleiche Miniatur noch einmal, welche Fortschritte sind sichtbar?

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