Das Leben in World of Warcraft wird immer teurer. Zumindest dann, wenn ihr aktuelle, harte Inhalte spielt.
World of Warcraft ist mit einigen Kosten verbunden. Dabei geht es nicht nur um die 13 € pro Monat, sondern auch um Kosten, die im Spiel anfallen. Denn Ausrüstung hält im Spiel nicht ewig und muss regelmäßig repariert werden, wenn man sie weiterhin verwenden will. Doch diese Reparaturkosten sind in den letzten Monaten drastisch angestiegen und immer mehr WoW-Fans merken: Langsam schmilzt der Gold-Vorrat.
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Wie teuer ist das Reparieren? Wie kostspielig die Reparatur der Ausrüstung ist, das liegt vor allem an zwei Faktoren – der Menge an Toden, die ein Charakter erleidet, und dem Itemlevel, das die einzelnen Gegenstände besitzen.
Wenn ein Charakter ausschließlich Gegenstände auf dem „Mythos“-Niveau trägt, dann kann die vollständige Reparatur gerne mal 3.000 Gold oder mehr kosten.
Da die Charaktere mit der besten Ausrüstung im Regelfall auch am häufigsten sterben – da sie eben besonders schwierige Inhalte wie mythische Raids oder Mythisch+ jenseits der Stufe 15 spielen – sind die Reparaturkosten hier auch am höchsten.
Ein Raid-Abend, der auf Fortschritt ausgelegt ist, kann gerne mal mit 20 bis 30 Toden gefüllt sein – was dann nochmal mit knapp 10.000 Gold zu Buche schlägt. Zusätzlich zu all den weiteren Vorbereitungen, wie Buff-Food, Fläschchen oder Verzauberungen.
Die Folge daraus: Endgame-Content wird immer teurer.
Eine Mechanik aus Vanilla – Kann das Reparieren weg?
In der Community wird seit Jahren heiß diskutiert, ob Reparaturkosten nicht eigentlich nur noch Relikte aus der Vanilla-Zeit sind, die in einem modernen MMORPG keinen Platz mehr haben. Früher hatte WoW noch viele dieser kleinen RPG-Mechaniken, die damals oft Standard waren, aber in modernen MMORPGs immer mehr verloren gingen.
Details, die von vielen eher als lästig empfunden wurden, wie etwa Waffen-Skills, die man erst umständlich erlernen musste, Pfeile und das Füttern des Pets beim Jäger, sind im Laufe der Zeit aus dem Spiel verschwunden.
Viele wünschen sich daher, dass das auch mit den Reparaturkosten der Fall ist, denn es gibt genug andere Kosten im Spiel, die auch so an den Goldvorräten der Charaktere knabbern. Ein paar Meinungen aus der Community (wowhead):
„Es ist 2026, können wir Reparaturen endlich gänzlich loswerden? Eine komplett nutzlose Mechanik im heutigen Spiel.“ – Gearsz
„Ausrüstung reparieren zu müssen fühlt sich nach so einer Vanilla-Mechanik an. Das hätte spätestens mit Mists of Pandaria verschwinden müssen.“ – kaizuim
„Haltbarkeit ist so ein veraltete und nahezu unnötiges Konzept. Ich bin echt erschöpft, dass meinen Charakteren das Gold deswegen ausgeht, wenn sie es nicht aktiv farmen.“ – Silverdonut
Eine verbreitete Theorie ist auch, dass Blizzard die Kosten für Reparaturen extra angehoben hat, damit manche auf andere Quellen zurückgreifen müssen, um sie noch stemmen zu können. Denn wer kein Gold im Spiel hat, um die Kosten für das Reparieren zu decken, kauft vielleicht eine WoW-Marke für Echtgeld und macht diese dann zu Gold. Das ist zumindest eine Vermutung:
„Höhere Reparaturkosten = größere Goldausgaben = mehr verkaufte WoW-Token = mehr Geld für Blizzard / Microslop. Diese Kosten werden niemals gesenkt. Warum sollten sie eine Änderung bringen, bei der sie weniger Geld verdienen?“ – justonesock
Noch „schlimmer“ ist es vor allem dann, wenn ihr nicht nur aktiv im Endgame mit Raids und Mythisch+ spielt, sondern auch noch viel Zeit in das Housing steckt. Die meisten Prestige-Items kosten hier zwar besondere Währungen, wie etwa die Leerenlichtmergel oder Resonanzkristalle, doch das trifft nicht auf alles zu. Gerade die grundlegenden Basis-Dekorationen, die man immer wieder braucht – wie Schränke, Wände, Teppiche oder Gräser – gibt es für Gold zu kaufen. Um den Grundriss eines Zimmers herzurichten, ist man gerne mal mehrere Zehntausend Goldstücke los.
Zwar gibt es auch zuverlässige Goldquellen, wie etwa Weltquests, die gerne mal 1.000 Gold oder mehr gewähren oder die wöchentlichen Kisten mit mindestens 2.000 Gold als Belohnung – doch das genügt vielen nicht, um die Kosten zu decken. Oder aber sie müssten deutlich mehr Zeit in Inhalte stecken, die sie eigentlich nicht spielen wollen.
Cortyn meint: Für gewöhnlich hat mein Goldstand in World of Warcraft einen recht stabilen Stand. Klar, manchmal verdiene ich sprunghaft eine größere Menge, wenn ich eine gute Möglichkeit finde, ein paar Hunderttausend Goldmünzen zu machen – doch in aller Regel ist mein Gold stabil. Ausgaben und Einnahmen halten sich seit über einem Jahrzehnt beim allgemeinen Spielen die Waage.
In Midnight ist das zum ersten Mal anders. Hier merke ich, dass mein Goldvorrat von Woche zu Woche ein wenig schrumpft. Es sind immer nur wenige Tausend bis Zehntausend Goldstücke, doch ist der Trend deutlich erkennbar. Dabei spiele ich nicht weniger als zuvor – es ist einfach teurer geworden. Klar, bei mir hat auch der Bau meines Magierturms immer mehr Ressourcen verschlungen, doch die große Konstante sind hier definitiv die Reparaturkosten. Ich kann mir gut vorstellen, dass das für Spielerinnen und Spieler, die viel mehr Raids und Dungeons besuchen als ich, inzwischen ein richtig dicker Kostenfaktor ist.
Was haltet ihr von den Reparaturkosten im Spiel? Sind die noch zeitgemäß und gehören einfach fest zu World of Warcraft dazu? Oder sollte Blizzard sich davon verabschieden, weil diese Mechanik ohnehin keinen richtigen Nutzen mehr erfüllt, außer Spielerinnen und Spieler zu nerven?
Noch schlimmer haben es eigentlich nur Tank-Krieger. Denn dass die höhere Kosten für die Reparatur haben, ist sogar Teil ihres Klassen-Designs.
Der Beitrag WoW wird immer teurer – aber nicht so, wie ihr denkt erschien zuerst auf Mein-MMO.
