In unserer Kindheit erscheint alles irgendwie größer. Auch Spiele. Doch manche davon waren viel kleiner als man sie in Erinnerung hatte.
Spiele sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Das hört man häufig und erwischt sich auch sicher selbst mal dabei, wie man an alte Spiele-Klassiker zurückdenkt. Damals waren die Aufgaben heroischer, die Welten fantastischer und vor allem größer. Aber stimmt das eigentlich?
Es gibt eine ganze Reihe von Spielen, an die man sich zurückerinnert, die damals schier gigantisch wirkten. Doch so groß, wie sie einem vorkamen, waren sie in Wirklichkeit gar nicht. Wir schauen daher auf eine Handvoll Spiele zurück, die schier unüberwindbar wirkten, aber es letztlich gar nicht waren.
Im Gaming-Subreddit diskutiert die Community über genau solche Games: Spiele, die sich riesig anfühlten, doch im Nachhinein gar nicht so groß waren.
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Autoplay
The Legend of Zelda: Ocarina oft Time
Bis heute gilt Ocarina of Time als eines der besten, wenn nicht sogar das beste Zelda, das jemals erschienen ist. Es war das erste Zelda für die Konsole Nintendo 64 und begeisterte durch 3D-Grafik und das, was man heute eine „Open World“ nennen würde. Durch die Ebenen von Hyrule zu reisen und die verschiedenen Städte aufzusuchen, fühlte sich fantastisch und vor allem groß an.
„Ich habe mich damals bei Ocarina of Time so gefühlt. Du kannst zwar die ganze Ebene von Hyrule in 2 Minuten durchschreiten, aber wenn ich auf dem Weg zum Dorf der Gerudo war und dabei aus Versehen in den Fluss gefallen bin, der mich dann bis zum See getragen hat, da war ich so wütend als Kind.“ – Crazy-Path-7929
Mario 64
Ein weiteres Spiel, das häufig genannt wird, ist Mario 64. Hier konnte man nicht nur einen großen Palast erforschen, sondern in den zahlreichen Gemälden des Palastes befanden sich wiederum eigene Welten, die randvoll mit Aufgaben gefüllt waren, um sich Sterne zu verdienen. Bei genauerer Betrachtung waren diese Welten am Ende aber gar nicht so gigantisch. Häufig bestanden diese Welten nur aus ein oder zwei einzelnen Räumen oder einem einzelnen Berg, um den herum sich dann alles abspielte.
„Jedes einzelne Level aus Mario 64 fühlte sich an, als hätte es damals ein eigenes Spiel sein können. Die ersten 3D-Umgebungen fühlten sich einfach gigantisch an.“ – PowerSkunk92
The Elder Scrolls III: Morrowind
Ebenfalls hoch im Kurs stehen die verschiedenen Spiele der „Elder Scrolls“-Reihe, allen voran Morrowind. Die Spielwelt ist vielen in Erinnerung geblieben, da man häufig den Eindruck hatte, in jede Richtung schier unendlich weit laufen zu können und überall etwas Neues zu entdecken. Heute, mit etwas nüchternerem Blick, ist das gar nicht mehr so gigantisch.
„Morrowind fühlte sich wie eine Welt so groß an, dass man sie niemals komplett erkunden konnte. Die Systeme waren so esoterisch, sie fühlten sich so an, als würde man wirklich Magie lernen. Das Spiel ist millionenfach besser gealtert als die allermeisten Spiele aus dieser Ära aber es reicht bei Weitem nicht an das heran, was uns heute geboten wird.“ – wvtarheel
Damals musste man länger ausprobieren und selbst suchen
Warum waren diese Spiele gar nicht so groß? Das liegt vor allem daran, dass viele der Spiele in den 1990er-Jahren oder den sehr frühen 2000ern erschienen sind. Damals war das Internet noch nicht so verbreitet und bei Weitem noch nicht so mit Informationen gefüllt wie heute.
Wer damals vor einem Problem oder einer scheinbar unlösbaren Aufgabe in einem Spiel stand, musste sich anders Informationen beschaffen: Man kaufte sich Magazine mit Komplettlösungen oder tauschte sich mit Freunden über das Spiel aus.
„Einfach mal eben die Lösung im Internet nachschlagen“ war damals nur in seltenen Fällen möglich, wenn man überhaupt schon einen Internet-Anschluss hatte. Daher musste man sich schlicht länger mit einem Spiel beschäftigen und konnte nicht nach 5 Minuten „Ich versteh’ es nicht!“, brüllen und auf dem Handy nachlesen, wie es weitergeht.
Cortyn meint: Ein Spiel, das für mich damals extrem groß wirkte, war Grandia 2. Nachdem ich lange vor allem die Final-Fantasy-Spiele gespielt hatte, war ich vom etwas actionlastigeren Kämpfen mit taktischen Entscheidungen in Grandia 2 fasziniert, verlor mich in der Spielwelt. Ich erinnere mich daran, wie ich wochenlang gespielt habe und dachte, das Spiel würde niemals enden. Vor gut einem Jahr habe ich es dann noch einmal gezockt und war erstaunt darüber, wie schnell es doch zuende war – irgendwie hatte es die Größe verloren, obwohl es sich doch nie geändert hatte.
An welche Spiele aus der Vergangenheit erinnert ihr euch, die irgendwie größer wirkten und dann heute doch gar nicht mehr so groß erscheinen? Gibt es Spiele, die ihr als Kinder oder Jugendliche mit Faszination betrachtet habt und die dann im Nachhinein doch deutlich kleiner waren als gedacht?
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