Reactions sind ein umstrittenes Thema auf Twitch. Mit Gronkh kündigte nun ein großer deutscher Streamer an, diese Art des Contents deutlich reduzieren zu wollen.
Was ist der Geld-Cheat auf Twitch? Dabei geht es um Reactions. Streamer schauen sich live auf Twitch Videos an und geben ihren Senf dazu ab. Wenn der Stream monetarisiert ist, ist das eine bequeme Art, Geld zu verdienen, selbst wenn man nebenbei genüsslich mampft. Dabei sind neben den Videos anderer Creator auch zunehmend Reportagen von Fernsehsendern hoch im Kurs.
Noch lukrativer wird die Reaction-Meta aber durch die Zweitverwertung: Denn ein Mitschnitt des Streams kann auf YouTube als separates Video hochgeladen und dort ebenfalls monetarisiert werden. Teilweise lohnt sich das für die Reagierenden sogar deutlich mehr als für die ursprünglichen Ersteller der Videos, weshalb einige mittlerweile ihren Anteil einfordern.
Reactions sind aber nicht nur bei Streamern beliebt, sondern durchaus auch bei den Zuschauern. Denn die finden es spannend, was ihre liebsten Content Creator zu einem Thema zu sagen haben, oder genießen es, ein Video gemeinsam zu schauen und darüber zu diskutieren.
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Weniger Reactions, mehr Gaming
Was sagt Gronkh zu den Reactions? Im Stream vom 31. Mai 2026 gab Gronkh zu, den Spaß an den Reactions etwas verloren zu haben. Er wolle stattdessen wieder mehr spielen. Reactions sollen allgemein weniger werden und möglicherweise auch nur an bestimmten Stream-Tagen stattfinden. Darüber hinaus möchte er „ab und zu Mal hier und da reingucken.“
Gronkh bekräftigt, dass er seiner Philosophie auch bei Reactions treu bleibt und sich nur Sachen anschaut, die er auch privat ansehen würde. Das Zuschau-Verhalten sei aber anders bei einer Reaction, und macht ihm aktuell augenscheinlich auch weniger Spaß.
Gerade, wenn er an einem Sonntag nur Reactions mache, fühle er sich ausgezehrt und merke auch, dass er stiller würde.
So wird das diskutiert: Die Reaktion der Fans fällt recht einstimmig aus: „Mach, worauf du Bock hast“, schreibt etwa ein Zuschauer auf Reddit. Andere pflichten bei, und auch der Chat zeigte während des Streams viel Zustimmung.
Einige Zuschauer sehen das Problem aber eher an der Art der Inhalte, auf die reagiert wird. Da gehe es zunehmend um aufwühlende, negative Themen oder Pflicht-Programm bestehend aus NDR-Dokus oder Videos von Tomatolix. Themen, für die Gronkh sich richtig begeistern kann, kommen einigen zu kurz.
Wie genau die inhaltliche Änderung aussehen soll, möchte Gronkh allerdings noch mit seinem Content-Team besprechen. Auch wenn seine treuen Fans ihm ihre Unterstützung zusichern, kann ein so großer Streamer eben auch nicht nur machen, worauf er gerade Lust hat. Schließlich sind meist nicht nur für sich verantwortlich, sondern auch ihre Mitarbeiter: HandOfBlood berichtet, wie es war, als Influencer plötzlich Gehälter zahlen zu müssen: „Seitdem ist vieles ein Kompromiss“
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