Valve soll Ubisoft gedroht haben, ihr erfolgreichstes Spiel von Steam zu kicken, und ein Spar-Paket war schuld

Ubisoft und Valve hatten Berichten zufolge vor Jahren einen Disput wegen eines Starter-Bundles. Das erfolgreichste Spiel des Studios wäre deshalb fast von Steam geflogen.

Um welches Spiel geht es? Rainbow Six: Siege. Bereits seit einigen Jahren ist bekannt, dass der Taktik-Shooter das finanziell erfolgreichste Spiel von Ubisoft ist. Schon in einem Finanzbericht aus dem Jahr 2024 ging hervor, dass der Taktikshooter seit seinem Release über 3,5 Milliarden Euro eingespielt hat – fast so viel wie die gesamte Spielereihe Assassins Creed.

In Rainbow Six: Siege treten zwei Teams aus 5 Spielern in taktisch geführten PvP-Matches gegeneinander an. Das Ziel des Hauptspielmodus ist es, alle Gegner auszuschalten oder eine Bombe zu entschärfen, ehe die Zeit abläuft. Hierzu können Spieler aus einem Pool an spielbaren Charakteren wählen, die über unterschiedliche Waffen, Fähigkeiten sowie Gadgets verfügen, um die Map zu ihren Gunsten zu präparieren.


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Rainbow Six Siege X – Trailer zeigt das größte Update zum Ubisoft-Shooter

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Drohung mit Deadline

Das steckt hinter der Drohung von Valve: Gemäß eines Berichts des Wirtschaftsmagazins Bloomberg sollen Mitarbeiter von Valve zu einem nicht näher spezifizierten Zeitpunkt Ubisoft wegen Rainbow Six: Siege gedroht haben, den Shooter vollständig von Steam zu entfernen. Das gehe aus mehreren E-Mails hervor.

Der Grund für die angebliche Drohung seitens Valves sei ein vergünstigtes Bundle gewesen, das ausschließlich in Ubisofts hauseigenem Launcher Uplay (heute Ubisoft Connect) angeboten wurde. Konkret sei es um ein Starterpaket für 15 US-Dollar gegangen.

Die E-Mails sollen zudem eine Deadline impliziert haben, zu der Ubisoft die Thematik angehen solle. Bloomberg zitiert den Wortlaut „bis zum Ende des morgigen Tages.“

Rainbow Six: Siege ist heute weiterhin auf Steam spielbar und erreichte dort im Mai durchschnittlich 60.000 zeitgleich aktive Spieler (via SteamCharts)

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Wieso ist das relevant? Gegen Valve läuft in Großbritannien aktuell eine Klage mit einem Streitwert von rund 754 Millionen Euro. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, seine Dominanz auf dem Gaming-Markt missbraucht zu haben. Es heißt, Steam lege Spiele-Publishern einschränkende Bedingungen auf und binde Spieler an die Nutzung der Vertriebsplattform.

Im Rahmen der Klage wird Valve unter anderem vorgeworfen, Publisher daran gehindert zu haben, ihre Spiele auf anderen Plattformen günstiger anzubieten. Der Disput mit Ubisoft könnte diesen Vorwurf bestärken.

Der Bloomberg-Bericht nennt allerdings noch weitere vergleichbare Situationen. So sollte Wolfire Games angeblich das Spiel Overgrowth nicht zu vergünstigten Preisen auf Humble Bundle anbieten und bei dem Spiel Mittelerde: Schatten des Krieges habe Valve die Möglichkeit zur Vorbestellung auf Steam gestrichen, weil der Preis dort höher als bei anderen Händlern gewesen sei.

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