Reisen muss nicht immer ätzend und langweilig sein. Heutzutage gibt es genügend Möglichkeiten, lange Wartezeiten auf spaßige Weise zu überbrücken. Unser Tech-Autor Jan Hartmayer geht zum Beispiel ohne seine „Nerd-Brille“ nicht mehr auf lange Trips.
Ich bin ein eher ungeduldiger Mensch und längere Reise- und Wartezeiten langweilen mich schnell. Deswegen bereite ich mir insbesondere für größere Zugstrecken immer genügend Beschäftigungsmaterial in Form von Games und Videos vor.
Dank Handhelds wie dem Steam Deck zocke ich mittlerweile sogar recht gerne unterwegs. Dabei versüßen mir Spiele wie Cyberpunk 2077 das Erlebnis. Ebenso haben viele Smartphones dank heutiger Technik genügend Leistung, um selbst zum Gaming-Handheld zu werden.
Nur haben die Geräte alle ein Problem gemeinsam. Der Bildschirm ist kleiner als die meisten Monitore und meine Haltung mit Blick nach unten ist auf Dauer nicht gerade ideal.
Doch dank sogenannter Augmented-Reality-Glasses oder kurz AR-Brillen gibt es eine Lösung für mein Reiseproblem.
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Autoplay
Der Hosentaschen-Monitor für unterwegs
Das Gerät projiziert einen virtuellen Bildschirm in die Gläser eurer Brille. Dadurch seht ihr je nach Ausführung ein unterschiedlich großes Display direkt vor euren Augen. Preise für solche Gadgets starten bei etwa 150 – 200 Euro und werden je nach Ausstattung und Marke teurer.
Mit meinen XReal-Air-AR-Glasses habe ich somit immer ein wandgroßes Display mit Full-HD-Auflösung und 120 Hz dabei. Dazu muss ich die Brille nur per USB-C-Kabel mit meinem Handy oder Steam Deck verbinden und schon kann es losgehen. Einen Akku hat mein Gadget nicht, es bezieht seinen Strom aus dem angeschlossenen Gerät.
Für mich ist es wesentlich angenehmer, ein Spiel oder Video auf einem großen Bildschirm anzuschauen, als auf einem kleineren Handy- oder Handheld-Display. Auch meine Sitzhaltung verbessert sich durch das Gadget stark. Der projizierte Screen bewegt sich beim Tragen immer mit, und somit kann ich aufrecht sitzen, ohne ständig nach unten schauen zu müssen.
Ebenso praktisch sind die eingebauten Lautsprecher in den Henkeln der Brille, welche guten Sound für den Träger bieten. Ein weiterer Pluspunkt für mich ist die zusätzliche Privatsphäre, denn meinen Bildschirm sehe nur ich. Kein Sitznachbar neben, vor oder hinter mir kann Inhalte von meinem Display sehen.
Zur Ausstattung meiner AR-Brille gehört eine aufsetzbare Sichtblende (Links), Verbindungskabel, AR-Brille und Etui
Fazit: Wartezeiten und Langeweile sind Geschichte
Mittlerweile gibt es zwar einige neuere Modelle verschiedener Hersteller wie zum Beispiel Ray-Ban und XReal. Diese kommen mit KI, neuen Zusatzfunktionen, größeren Bildschirmen und höherer Auflösung.
Aber ich brauche kein neues Modell. Mir reicht meine ältere, simple AR-Brille. Der Bildschirm und die Auflösung sind für mich unterwegs vollkommen ausreichend und ich bin glücklich, überhaupt so ein großes Display auf Reisen mitnehmen zu können.
Zusatzfunktionen wie Sprachsteuerung und anpassbare Bildschirmgröße klingen zwar nett, sind aber meiner Meinung nach absoluter Overkill. Deswegen verzichte ich gern auf sie.
Seitdem ich aber meine Brille unterwegs immer dabei habe, vergesse ich oft, wie schnell die Zeit vergeht, und ärgere mich nicht mehr wie früher über lange Reisezeiten. Wer hingegen gerne mit seinem kompletten Gaming-Setup verreist, der kann sich Inspiration von einem kreativen Nutzer holen: Spieler will unbedingt mit seinem Gaming-PC verreisen: Übersteht sein PC die Reise im Flugzeug?
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